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Morgengruß von Helmut Harff: Bares lacht

Geldbörse oder Smartphone ...

Mit dem technischen Fortschritt ist das so eine Sache. Viele fürchten sich davor, aufhalten lässt er sich in den seltensten Fällen. So es sich nicht um den Fortschritt bei der Entwicklung neuer Waffen handelt, wird der technische Fortschritt weder das Abendland, noch die islamische oder eine andere von Menschen bewohnte Welt bedrohen.

Doch wie so vieles, was irgendwann mal zu Debatte stand, kommt es häufig nicht so, wie es sich die Befürworter vorgestellt haben. In meiner Jugend träumte man von unbegrenzt verfügbarer Energie. Die sollte aus Atomkraftwerken kommen. Man träumte von Autos mit Atombatterien, die auf beheizten Straßen rollten. Fußgänger sollten sich nicht mehr die Schuhe ablaufen, sondern auf Laufbändern von A nach B fahren.

Schön, solche Laufbänder gibt es heute auf Flughäfen, doch der Rest ist belächelte Zeitgeschichte. Was uns davon blieb, ist der Atommüll und tausende Windräder.

Und heute? Gestern veröffnete ich einen Bericht, wonach das Bezahlen mit dem Smartphone auf dem Vormarsch ist. Warum nicht, doch werden wir zukünftig nur noch mit dem Smartphone bezahlen? Ich bin mir sicher, dass das nicht der Fall sein wird. Wir werden weiterhin Bargeld in der Tasche haben und auch mit dem Smartphone oder was es in fünf oder zehn Jahren so geben wird bezahlen.

Doch warum sollten wir nicht nur noch bargeldlos leben? Stellen Sie sich vor, sie haben Ihr Handy verloren, es wurde geklaut oder in der Waschmaschine mitgewaschen. Sie brauchen also ein neues Gerät. Kein Problem, Sie gehören zu den Menschen, die für einen solchen Fall vorgesorgt haben und die 200 bis 600 Euro in einen extra Ordner in ihrem Smartphone gespeichert haben. Doch das Teil existiert ja nicht mehr. Wie wollen Sie jetzt eine neues kaufen? Der Verkäufer müsste Ihnen ja erst eines geben. Das müsste frei geschaltete werden, sie brauchen irgendwelche Passworte von der Bank. Das dauert, bis Sie ihr Smartphone endlich bezahlen können.

Das ist nur ein Szenario. Wie wollen Sie per technischen Gräten dem Nachbarskind, dem Handwerker oder wem auch immer eine kleine Aufmerksamkeit in bar zukommen lassen? Wollen Sie die per Smartphone überweisen? Beim Handwerker freut sich dann das Finanzamt. Das hat, da bin ich absolut sicher, garantiert Zugriff auf alle Zahlungen per Gerät. Dann werden auch für Trinkgelder auf jeden Fall Steuern fällig.

Klar, einfach mal so das Smartphone irgend wo gegen halten und schon ist die Fahrkarte, ist der Einkauf oder das Benzin bezahlt - das ist ein Fortschritt. Doch so ganz ohne Bares in der Tasche?

Ich frage mich auch, wer das alles bezahlen soll? Jeder Zeitungsverkäufer, jeder Würstchenverkäufer, jeder Kiosk, einfach jeder, der Geld kassieren will, braucht ein Gerät, über das man per Smartphone bezahlen kann. Das kostet - wie viel wage ich nicht zu schätzen. Doch bezahlen werden wir den Fortschritt. Wir werden dann auch jeder ein Smartphone haben müssen - Schufa-Eintrag hin und Alzheimer her.

Bezahlen  mit einem Smartphone, das ist längst keine Zukunftsvision mehr. Noch sind hohe Hürden zu meistern, bis Millionen Deutsche zum Bezahlen ihr Smartphone ziehen. Doch daraus das Ende des Bargelds ableiten zu wollen, das halte ich für maßlos übertrieben. Das hat die Geldkarte nicht geschafft und wird auch das Smartphone nicht schaffen.

Habe ich noch genug Bares in der Tasche, um jetzt Brötchen kaufen zu können? Schließlich kann ich die noch nicht einmal per Karte bezahlen.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 24.02.2016

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