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Morgengruß von Helmut Harff: Säufer?

Trinken wir zuviel?

Nein, eigentlich trinken wir nicht zuviel. Das hört man vielfach, genau wie man hört, dass wir jeder drei Liter trinken sollen. Ich halte solche allgemeinen Aussagen für zumindest zweifelhaft. Wieso soll eine 150 Zentimeter große und 40 Kilo schwere Frau so viel trinken, wie ein 2 Meter großer und mehr als 100 Kilo schwerer Mann? Wie gesagt, ich mistraue solchen Aussagen.

Das gilt auch für eine Meldung, wonach die Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) und die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) meinen, dass viele von uns zuviel Alkohol konsumieren. Folgt man der Meldung, dann liegt die Unbedenklichkeitsgrenze für gesunde Männer maximal bei 24 Gramm und für gesunde Frauen bei höchstens 12 Gramm Alkohol. Das entspricht einem Viertelliter Bier oder einem Achtelliter Wein pro Tag. Wobei man sich nur dann nicht den regelmäßigen Alkoholkonsum nachsagen lassen muss, wenn man nicht mindestens zwei bis drei Wochentage enthaltsam lebt.

Ich frage mich schon mal, wen diese Warner als gesund bezeichnen? Darf ein Brillenträger - die Augen sind ja krank - oder ein Gehörloser also nicht einmal die angegebene Menge Alkohol trinken? Darf demnach ein Leberkranker wenigstens ein Achtelliter Bier - wenn auch nur zweimal die Woche - konsumieren?

Komisch, die Mediziner scheinen sich beim Thema Alkohol so gar nicht einig zu sein. Ich habe schon mehrfach gelesen, dass andere Ärzte ein Glas Rotwein sogar als gesundheitsförderlich ansehen. Was stimmt denn nun? Vielleicht sollten wir alle doch lieber ganz abstinent leben? Schließlich warnen die oben zitierten auch davor, dass zu hoher Alkoholkonsum das Risiko für Herzmuskelerkrankungen und Bluthochdruck erhöht, während Potenz und sexuelle Erlebnisfähigkeit beeinträchtigt werden. Langfristiger Alkoholmissbrauch kann - so ist weiter zu lesen - auch Krebserkrankungen auslösen – zum Beispiel in Leber, Mundhöhle, Rachenraum und Speiseröhre, Enddarm und weiblicher Brustdrüse. Doch was ist zu hoch? Ein großes Bier, zwei Glas Wein - und das gar täglich?

Wird uns nicht immer die Art, wie sich die Franzosen oder die Italiener ernähren, als gesund und als Garant für ein langes und gesundes Leben vor Augen gehalten? Gehört nicht gerade in beiden Ländern Wein und anderer Alkohol zum Essen einfach dazu? Stimmt das, was die genannten Experten meinen, so müsste in Gegenden, in denen Bierkonsum oder ein guter Wein hoch im Kurs steht, die Lebenserwartung deutlich geringer sein, als dort, wo man dem Alkohol eher ablehnend gegenüber steht. Ich habe auch noch nicht gehört, dass die Lebenserwartung von Menschen, denen die Religion den Alkoholkonsum verbietet - und die sich daran auch halten - deutlich höher ist, als solchen die in Bayern, an der Mosel oder im Bordeaux leben und den regionalen alkoholhaltigen Getränken gern zusprechen.

Klar, wer jeden Tag größere Mengen - eine oder mehr Flaschen Wein, mehr als drei halbe Liter Bier und/oder mehrere Schnäpse - trinkt, ist deutlich gefährdet, sich vom Alkohol abhängig zu machen. Wer keinen Abend ohne Alkohol auskommt, wer gar schon mit einem kräftigen Schluck den Tag beginnt, sollte schnellstens die Notbremse ziehen und sich Hilfe suchen.

Doch in der zitierten Form Angst zu verbreiten, den Genuss mit Hinweis auf nicht genannten Studien faktisch verbieten zu wollen, das ist alles andere als seriös.

Ich mache mir mein Frühstück - selbstverständlich ohne Alkohol

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 04.03.2016

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