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Morgengruß von Helmut Harff: Verfolgungswahn

Als Beifahrer auf der Autobahn

Ich gehöre zu den Männern, die Frau sehr gern ans Steuer lassen. Das hat nichts mit einer übertriebenen Frauenfreundlichkeit zu tun, das ist purer Eigennutz. Da ich noch nie einen Führerschein besessen habe und auch nicht vorhabe, einen Fahrlehrer in den Wahnsinn zu treiben, finde ich Frauen am Lenkrad das Beste, was mir passieren kann.

Ich habe es sogar noch besser, denn die beste Frau der Welt fährt nicht nur gern, sondern auch noch verdammt gut und sicher. Ich habe somit viel Zeit, die Autofahrer vor und neben uns, aber vor allem die vorbeiziehende Landschaft zu beobachten.

Gestern glaubte ich mich von der Rückreise von der Prowein in Düsseldorf nach Berlin verfolgt. Überall sah ich blau und gelb am Straßenrand. Zuerst glaubte ich, noch zuviel Restalkohol im Blut zu haben. Doch das konnte kaum sein – zumindest konnte es kein Restalkohol sein. Schließlich hatte ich bis Mittag noch so einige Tropfen verkostet.

Dann, so meine weitere Überlegung, leide ich noch unter der Wahlberichterstattung. Doch wer steht da jetzt für blau und wer für gelb? Das machte auch keinen Sinn. Doch dann sah ich genauer hin und schon wieder tauchte ein IKEA-Haus an irgend einer Autobahnausfahrt auf. Die Schweden – haben anders als im Dreißigjährigen Krieg – uns nahezu flächendeckend erobert. Das gelang ohne einen Schuss, allein Bily schaffte die totale Unterwerfung.

Doch was war das, nicht das gefürchtete Schwedenlogo tauchte auf und doch leuchtete es schon wieder vom Fahrbahnrand blau und gelb – nur umgekehrt. Ja, diesmal hieß der Verfolger EDEKA. Das nächste mal, wo ich auf beide Farben stieß, war vor einer Raststätte. Hier gefielen mir wieder die beiden Farben, denn die Krokusse blühten genau so.

Nach dem ich mich von dem Gedanken frei gemacht habe, ich werde von blau und gelb verfolgt, verlief die Fahrt deutlich entspannter. Ich sah mir die Autos genauer an und stellte fest, dass die allermeisten Brummis vor Sauberkeit nur so strahlten. Das war – so waren die beste Frau der Welt und ich uns einig – vor Jahren noch ganz anders.

Doch sauber ist ja nicht alles. Erstaunlich ist für mich immer wieder, wie viele Autoreifenteile am Straßenrand liegen. Deren Größe lässt darauf schließen, dass sie von LKWs stammen. Keine schöne Vorstellung, der 40-Tonner vor einem verliert demnächst einen Reifen. Hier wünsche ich mir dann doch deutlich mehr Kontrollen. Noch lieber wäre mir eine Pflicht-Elektronik, die bei runter gefahrenen oder sonst wie beschädigten Reifen das Starten des Fahrzeugs verhindert. Das würde garantiert viele Unfälle verhindern.

Doch ansonsten genieße ich mein Dasein als Beifahrer. Die Landschaft zieht an einem vorbei und man kann den Blick schweifen lassen. Das ist ziemlich entspannend. Ich wünschte allerdings, dass man mehr Zeit hätte, mal von der Autobahn abzufahren und sich beispielsweise eine der Burgen links oder rechts des Betonbandes anzusehen. Doch das erlaubt der Zeitplan nur selten und so kenne ich viele Städte leider nur durch das Schild, das auf die nächste Abfahrt hinweist.

Eins ist aber unstrittig, dass Frühstück in einer Raststätte ist nicht wirklich lecker und fast so teuer wie in einem Sternerestaurant. Da freue ich jetzt auf mein Frühstück in den eigenen vier Wänden.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Wechseln Sie ruhig mal auf den Beifahrersitz.

 


Veröffentlicht am: 16.03.2016

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