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Morgengruß von Helmut Harff: Arme Griechen

Vorsicht, die Beamten kommen

Mir tun die Griechen derzeit wirklich leid. Erst die de facto Zahlungsunfähigkeit und die Sparmaßnahmen, dann die Flüchtlinge und nun deutsche Beamte. Letztere sollen helfen, die Flüchtlinge zu registrieren.

Da lachen auch die griechischen Hühner. Da kann man ja auch Alice Schwarzer und Uli Hoeneß schicken, um die Steuersünder zu bekehren. Deutschland schickt also Beamte nach Griechenland, die den dortigen Beamten zeigen sollen, wie man Flüchtlinge registriert. Das haben die in der Heimat ja auch so hervorragend hinbekommen. So hervorragend, dass wir hier nicht einmal wissen, wie viele Flüchtlinge im Land sind und wo die sich gerade aufhalten.

Wenn ich Flüchtling in Griechenland wäre, würde ich mir keine Gedanken über eine mögliche Abschiebung in die Türkei machen. Wenn die Deutschen kommen, wird das bestimmt so lange dauern, bis in Syrien wieder Frieden ist – vielleicht sogar noch etwas länger.

Die Deutschen sollen ja auch helfen, die Grenze zu sichern. Auch toll. Das haben wir uns im vergangenen Jahr ja völlig erspart und einfach alle durchgelassen. Ansonsten hätte sich ja auch gezeigt, dass uns dazu wahrscheinlich die Mittel fehlen. Da hätte der Natodraht gefehlt, da wären die Zäune knapp gewesen und die Hälfte des Personals wäre krank gewesen. Die, die noch wissen, wie man eine Grenze sichert, wären bestimmt nicht gefragt worden, denn die hatten einst die DDR-Grenze mit Selbstschussanlagen und Hundelaufgräben ausgerüstet. Das hätte allenfalls einigen Hartlineren in der AfD gefallen.

Unsere Regierung war viel cleverer. Man überließ die Grenzsicherung so erfahrenen und wirtschaftlich starken Ländern wie Ungarn, Mazedonien, Serbien und was es da noch so auf dem Balkan gibt. Wenn nun Deutsche den Griechen bei der Grenzsicherung helfen sollen, kann ich nur hoffen, dass die von der griechischen Armee ausgerüstet werden. Dann fehlt nicht so viel an Ausrüstung.

Und dann sind da noch die Finanzbeamten. Die will man ja auch nach Griechenland schicken, um dort ein so tolles Steuereintreiberregime wie in Deutschland aufzubauen. Hier seien die Griechen gewarnt. Diesen Finanzbeamten ist in der Mehrzahl jede menschliche Regung fremd. Bezahlt von den durch sie eingetriebenen Steuern ist ihnen völlig gleichgültig, wenn sie Menschen und Unternehmen in die Pleite, in den Untergang führen. Ich kann für die Griechen nur hoffen, dass die Hitze den Beamten so zu schaffen macht, dass die noch häufiger fehlen, als in Deutschland. Wahrscheinlicher ist, dass die alle zu Steuerprüfungen in Hotelanlagen und an Strände ausrücken und die so ausgiebig prüfen – die Strände – dass in den Büros niemand anzutreffen ist.

Ich habe heute jemand auf die Füße getreten? Oh, das war gar nicht meine Absicht. Ich dachte, dass man mit so viel Übertreibungen niemanden treffen kann. Wenn das doch der Fall sein sollte, hat es wahrscheinlich den oder die richtige getroffen.

Frei von allen Zwängen mache ich mir jetzt mein Frühstück. Heute Abend werde ich die Griechen in mein Nachtgebet einschließen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Das gilt auch für die Mitarbeiter in den Finanzämtern.

 


Veröffentlicht am: 22.03.2016

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