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24.11.2017

 

 

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Kunst-Blockbuster im Frühjahr

Auf zur Kunst nach Holland

Teufel und Dämonen, Catwalks, Prostitution, Cobra und verborgene Schätze – das ist keine Zusammenfassung des nächsten Hollywood Films – das sind die Themen der Blockbuster-Ausstellungen, die im Frühling 2016 deutsche Besucher in den Niederlanden erwarten. Namhafte Museen und Konzertsäle der KUNST HOLLAND-Initiative in Amsterdam, Den Haag und s‘Hertogenbosch laden zu gleich mehreren sehenswerten Sonderausstellungen ein.

Kunst-Höhepunkt der Niederlande im Jahr 2016 sind zweifelsohne die Sonderausstellung und Feierlichkeiten zu Ehren des Todesjahres des Malers Hieronymus Bosch, welches sich dieses Jahr zum 500-ten Mal jährt. Dem Noordbrabants Museum ist hier eine kleine Sensation gelungen: zum ersten Mal nach 500 Jahren kehrt ein Großteil seiner Werke aus aller Welt zurück in Boschs Heimatstadt s’Hertogenbosch (kurz: Den Bosch). Darunter auch das weltberühmte Triptychon „Der Heuwagen“. Noch bis zum 8. Mai sind Boschs Werke in der Ausstellung „Jheronymus Bosch – Visionen eines Genies“ zu bestaunen. 350.000 Eintrittskarten wurden bereits verkauft. Aufgrund des enormen Andrangs wird daher zum zweiten Mal in dieser Woche das Ticketkontingent um 30.000 Stück erweitert. Bis zum 8. Mai 2016 öffnet die Ausstellung nun jeden Tag von 9 bis 23 Uhr.

Dass Kunst über Pinsel und Leinwand hinausgehen kann, beweist weiter nördlich in Amsterdam in diesem Frühling vor allem das Rijksmuseum. Noch bis zum 31. Mai widmet sich die Sonderausstellung „Catwalk Rijksmuseum“ der Geschichte der Textilkunst. Das Museum präsentiert zum ersten Mal eine Vielzahl an Textilien aus seinem Kostümfundus und zeigt einen vielseitigen Querschnitt von spätmittelalterlichen Kleidungsstücken bis hin zur schillernden Mode des 18. Jahrhunderts. Zu sehen sind hier etwa textile Schmuckstücke wie das weltberühmte Mondrian-Kleid von Yves Saint Laurent oder das „Nackter-Po-Kleid” von Marlies Dekkers.

Dass Textil wiederrum auch auf der Leinwand ein Thema sein kann, zeigt die einzigartige Ausstellung „Mädchen im Kimono“ bis zum 22. Mai 2016 im Rijksmuseum. Erstmalig präsentiert sie eine auffallende Serie des Amsterdamer Stadtmalers aus den Jahren 1893 bis 1895, der das Mädchen Geesje Kwak im Kimono umringt von idyllischen, japanischen Motiven malte. Alle 14 Gemälde wurden noch nie zuvor zusammen an einem Ort gezeigt.

Etwas weniger idyllisch, jedoch umso provokanter wagt das Van Gogh Museum bis zum 19. Juni 2016 eine Ausstellung über Prostitution „Easy Virtue. Prostitution in French Art, 1850-1910“. Noch nie zuvor wurde Prostitution als Thema französischer Kunst in dieser Bandbreite präsentiert. Die Schau lädt Kunstliebhaber ein, mehr als 100 Arbeiten von bekannten Künstlern wie Degas, Toulouse-Lautrec, Van Gogh und Picasso zu betrachten.

Nach vielen inspirierenden visuellen Kunst-Eindrücken genießt man schließlich im Concertgebouw die akustischen, musischen Künste. Besonders empfehlenswert: die „Robecco Summernights“ , die von Juli bis August mit über 80 Klassik-, Pop- und Jazz-Konzerten sämtliche Musikgeschmäcker bedienen und begeistern. Sowohl das Orchester als auch die Akustik des Concertgebouws zählen seit mehr als 125 Jahren zu den besten der Welt. Tickets für die Robecco Summernights und andere Konzerte sind ab sofort telefonisch und online erhältlich.

Die Niederlande sind das Land mit den meisten Museen pro Quadratmeter – hier geht Kunst über die Grenzen Amsterdams hinaus. Gute Seeluft bietet da im Frühjahr die Küste Den Haags, und für frischen Wind sorgen im hier ansässigen Gemeentemuseum gleich mehrere Sonderausstellungen.

Aus unterschiedlichen, teils überraschenden Blickwinkeln entdeckt die Ausstellung „Karel Appel“ bis zum 20. Mai 2016 berühmte niederländische Künstler aus der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wieder. Die Werke Karl Appels, Mitbegründer der Künstlergruppe Cobra, stehen hierbei im Mittelpunkt.

Eine Retrospektive feiert das Werk Jan Toorops (bis 29. Mai 2016), das dem Jugendstil und Symbolismus zugeordnet werden kann. Die Ausstellung ist ebenso vielfältig wie das künstlerische Werk Toorops, der sich immer wieder neu erfand.

Ebenfalls überraschend und in Den Haag zu finden: das Mauritshuis - in den Niederlanden auch als “Schmuckkästchen” bekannt. Im Frühling 2016 lässt es sich außerdem wohl auch als wahre Schatztruhe bezeichnen, denn unter dem Titel „Höhe- und Tiefpunkte aus dem Magazin“ sind bis zum 8. Mai 2016 insgesamt 25 noch nie ausgestellte Werke aus dem Magazin des Museums ausgestellt, die einige Überraschungen versprechen. Unter anderem wird das Gemälde „Fröhliche Gesellschaft im Freien“ des niederländischen Malers Esaias van der Velde und das Porträt der ehemaligen niederländischen Königin Beatrix von Andy Warhol ausgestellt.

KUNST HOLLAND – das ist eine Initiative niederländischer Kunst- und Kultureinrichtungen, die eine Vielfalt an Werken weltberühmter niederländischer Meister beheimaten und Deutsche an ihrem reichen Kulturschatz teilhaben lassen möchten.

Zu den Partnern der Kunst Holland Initiative zählen das Niederländische Büro für Tourismus und Convention (NBTC) und in Amsterdam das Rijksmuseum, das Van Gogh Museum und das Concertgebouw. In Den Haag gehören das Gemeentemuseum Den Haag, das Escher im Palast sowie das Mauritshuis zur Kunst Holland-Gruppe. Aus der Stadt Den Bosch (s’Hertogenbosch) hat sich 2015 auch das Noordbrabants Museum der Initiative angeschlossen.
Die Niederlande zählen mehr als 1000 Museen und weisen somit die meisten Museen pro Quadratmeter weltweit auf. Kaum ein anderes Land hat zudem so viele weltberühmte Künstler hervorgebracht wie etwa Rembrandt, Vermeer, Van Gogh, Bosch, Mondrian oder Escher. Unter dem Motto „Hier ist die Kunst zu Hause“ möchte die Kunst Holland-Initiative daher seinen deutschen Nachbarn typisch niederländische, farbenfrohe und Kunst- und Kultur von Weltklasse nahe bringen.

„Ganz nah“ wird bei Kunst Holland zum einen als »Kunst zum Anfassen« verstanden. Viele Straßen und Viertel in den Niederlanden lassen heute noch erahnen, was beispielsweise Vermeer im 17. Jahrhundert inspirierte. Und da die Niederlande kein großes Land sind, heißt „ganz nah“ auch räumliche Nähe. Für Kulturverliebte ist es ein Leichtes, die nahegelegenen Städte mit ihren Top-Museen an einem Wochenende zu entdecken. Alle drei Städte liegen jeweils ca. eine Stunde Autofahrt voneinander entfernt.

Foto: NBTC

 


Veröffentlicht am: 27.03.2016

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