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Morgengruß von Helmut Harff: Fliegen?

Nie wieder?

Eben hörte ich im Radio von Plänen, das Fliegen sicherer zu machen. Nein, man will nicht dafür sorgen, dass alle Fluggeräte von den besten Fachleuten nach den höchsten Standards gewartet werden. Man will auch keine Superstandards für die Ausstattung von Flughäfen einrichten. Es soll auch nicht dafür gesorgt werden, dass alle Piloten bestens ausgebildet sind und dass sie nur nüchtern und gesund im Cockpit Platz nehmen.

Das interessiert aktuell niemand. Es geht darum, Flugzeuge und vor allem Flughäfen terrorsicher zu machen. Klingt zuerst nicht schlecht, ist für mich aber purer Aktionismus. Zumindest, wenn man das Fliegen nicht nahezu unmöglich machen will. Das scheint aber der Fall zu sein.

Man spricht darüber, das Gepäck schon vor Betreten des Flughafens zu kontrollieren. Vor Betreten des Flughafens? Also irgendwo auf der Straße, vielleicht schon beim Verlassen des Hauses? Wird das Gepäck kontrolliert, passiert das immer auf dem Flughafen - alles andere ist ja Unsinn. Es war allerdings zu hören, dass das wirklich vor der Tür passieren soll. Gepäckkontrolle im Freien, bei Regen und Eisregen. Tolle Idee, denn Terroristen frieren ja bekanntlich nicht gern und nass wollen sie auch nicht werden. Der Sprengstoffgürtel könnte ja leiden.

Dann gibt es da beispielsweise noch die Idee, dass niemand mehr mit dem Auto direkt vor dem Flughafen vorfahren darf. Das schreckt selbstverständlich die Terroristen total ab. Die wollen doch mit ihren Bomben nicht lange laufen. Dazu sind die Selbstmordattentäter doch viel zu faul.

Und wir, die Reisenden? Wir stehen dann bei jedem Mistwetter draußen um uns und unser Gepäck kontrollieren zu lassen? Wir ziehen bei Minus 20 Grad die Schuhe aus? Wir legen bei strömendem Regen den Laptop auf das Kontrollband und den Schirm gleich dazu? Wir steigen schon einen Kilometer vor dem Flughafen aus dem Taxi und gehen mit unserem Urlaubsgepäck zum Airport? Klar, wir sollten uns ja ohnehin alle mehr bewegen.

Was macht man eigentlich an den Flughäfen, an denen man faktisch mit der Bahn bis unter das Terminal fahren kann? Werden demnächst die Züge schon vor dem Flughafen zum Stehen kommen?

Alles tolle Ideen, die nur eines garantiert nicht verhindern werden - Terroranschläge. Sie werden aber dazu führen, das Fliegen noch teurer, noch unkomfortabler und zeitraubender wird. Man stelle sich das oben beschriebene Szenario plus einiger weitere bekloppter Ideen vor und es wird klar, man muss nicht eine oder zwei, sondern drei oder mehr Stunden vor dem Abflug am Airport sein. Das heißt, dass man - will man beispielsweise um 7 Uhr abfliegen - schon spätestens um 4 Uhr am Flughafen sein muss. Wer nicht in der Nähe eines Flughafens wohnt, muss sicher eine Zwischenunterkunft buchen und alle müssen mit dem Taxi dahin fahren.
Doch Achtung: Man muss ja dann auch noch einen Kilometer zum Terminal laufen. Es gilt ja: Autos verboten.

Ich habe einen besseren Vorschlag: Flughäfen schließen - zumindest die meisten. Für Deutschland reicht dann vielleicht der in Frankfurt/Main. Da kommt mir allerdings noch eine Idee: Die Flughäfen müssen ja alle terrorsicher umgebaut werden. Das sollten wir den Erbauern des Berliner BER überlassen. Zuerst wird dann eine Baustelle eingerichtet und dann passiert sehr lange nichts mehr. Ob das allerdings die Terroristen so ärgert, dass sie sich andere Ziele suchen, wage ich zu bezweifeln.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück - und einen guten Flug.

 


Veröffentlicht am: 31.03.2016

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