Startseite  

28.04.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Déjà-vu

Politik scheint sich doch zu wiederholen

Erinnern Sie sich noch an die Agenda 2010? Ich schon, denn ich gehörte auch zu denen, die darunter litten. Klar, SPD-Kanzler Schröder wird immer damit in Verbindung gebracht. Bei Wikipedia kann man dazu lesen: Die Agenda 2010 (sprich „Agenda zwanzig-zehn“) ist ein Konzept zur Reform des deutschen Sozialsystems und Arbeitsmarktes, das von 2003 bis 2005 von der aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen gebildeten Bundesregierung weitgehend umgesetzt wurde. Die Reform wurde von der Bertelsmann Stiftung maßgeblich beeinflusst.

Warum ich da noch einmal nachgeschlagen habe? Damals wurde das Arbeistlosengeld II - auch als Hartz IV bekannt - eingeführt. Die Agenda 2010 wird auch immer mit den Begriffen Fordern und Fördern verbunden. Genau diese Begriffe tauchen nun wieder im Zusammenhang mit der Integration der Flüchtlinge auf. Kein Wunder, ist doch der Chef der Bundesagentur für Arbeit Dr. rer. pol. h. c. Frank-J. Weise seit einiger Zeit auch Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Wieso also nicht die Flüchtlinge genau wie die Arbeitslosen behandeln?

Wieso? Weil alle, die so gern den Mund aufmachen, darauf verweisen, dass die Agenda 2010 dafür verantwortlich ist, dass Deutschland zumindest im Bezug auf die Arbeitslosenzahlen in Europa gut dasteht. Wenn man nun die Fremden auch fordert und fördert, muss sich niemand in der Weise-Behörde umstellen. Man schreibt weiter das FORDERN ganz groß und das Fördern ganz klein. Man droht, man sanktioniert, man kürzt Zuwendungen und schmeist raus. Zumindest letzteres ist neu. Bisher mussten Menschen, die nicht auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen waren, das Land nicht verlassen. Aber vielleicht geht man ja dazu über, deutsche Arbeitslose genauso zu behandeln wie solche ohne deutschen Pass.

Fordern und fördern, dass betrifft jetzt Millionen von Menschen, die arbeiten wollen und sollen. Doch kann man das nicht noch ausdehnen? Wie wäre es mit den Rentnern, zumindest mit jenen, die nur mit staatlichen Zuschüssen überleben können? Die kann man doch auch fordern und fördern. Wer sich dem widersetzt, dem wird schlicht der Rollator weggenommen und das Essen auf Rädern kommt nur noch jeden zweiten Tag. Wer in seinem Berufsleben nicht genug für sein Rentnerdasein getan hat, muss eben gefordert und gefördert werden. Das heißt, sie müssen arbeiten.

Fordern und fördern, das wäre auch mein Angebot an alle, die bei den nächsten Wahlen ihre Mandate, sprich ihre Jobs in den Parlamenten verlieren. Ich denke hier vor allem an die SPD-Genossen, jedoch nicht nur an die. Was sollen all die Parteisoldaten und - offiziere machen, wenn das geforderte und geförderte Volk und die anderen Wähler einfach der Ansicht sind, dass die Volksvertreter vergessen haben, dass sie genau das sein sollen. Doch wie fordert und fördert man Ex-Politiker? Wie kann man die umschulen, wie in den Arbeitsmarkt integrieren. Na, Dr. rer. pol. h. c. Frank-J. Weise wird schon etwas einfallen.

Wen kann man noch fordern und fördern? Steuersünder und solche, die nicht mehr als einen Briefkasten als Firma haben? Da wird es die Weise-Truppe noch viel schwerer haben als bei notorischen Arbeitsverweigeren aus der so viel beschworenen Unterschicht. Was man mit denen machen soll? Ich habe keine Idee.

Vielleicht fällt mir noch beim Frühstück etwas ein. Das mache ich jetzt schnell.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Hoffentlich will niemand Sie fordern und fördern.

 


Veröffentlicht am: 15.04.2016

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Logo yorxs

 

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| Geld & Genuss
| gentleman today
| Frauenfinanzseite
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit