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29.05.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Alles elektrisch

Ich bleibe skeptisch

Nun haben wir kaum noch eine andere Wahl - unser nächstes Auto ist eines mit Elektroantrieb. Wir wären ja dumm, die 4.000 Euro Kaufprämie nicht mitzunehmen. Wer einen Nissan kauft, spart sogar noch 1.000 Euro mehr, denn die Japaner sind großzügig.

Sparen beim Autokauf, das ist ein alter Hut, auch wenn die Angebote der Autobauer keine Sparangebote sind. Man zahlt nur für einiges nichts, was man sich wahrscheinlich sonst auch nicht geleistet hätte. Doch wie ist das nun mit der Kaufprämie für E-Autos? Die erinnert mich an die Abwrackprämie. Damals kauften viele ein neues Auto und merkten erst später, dass ihr altes Auto mehr wert war, als die lumpigen 2.500 Euro. Und heute? 4.000 Euro für ein zumeist viel zu teures E-Mobil? Da spart man nichts, zahlt nur für das Experiment E-Auto nicht ganz so viel.

Doch welches Auto kann man einigentlich kaufen? Gefördert werden wohl Autos mit einem Basispreis bis zu 60.000 Euro. Gefördert werden auch nur Autos von Herstellern, die sich ihrerseits an der Förderungsaktion beteiligen. Noch sind das nicht viele und die Zahl der angebotenen Basismodelle ist mehr als überschaubar.

Ich frage mich auch, was mit den aufgegebenen konventionellen Autos passiert? Wenn die Bundesregierung ihren Plan umsetzt, dann werden bis 2020 eine Millionen E-Autos in Deutschland zugelassen sein. Das heißt aber auch, dass hunderttausende Benziner und Dieselautos zum Verkauf stehen. Was bekommt ein wechselwilliger Autobesitzer für seinen Stinker beim Kauf eines E-Autos? An wen werden die verkauft? Rollen die zukünftig in Osteuropa, in Griechenland, in irgendeinem Drittweltland über die Straßen oder behalten die E-Autobesitzer ihre alten Autos? Schließlich weiß man ja noch nicht, wie sich so ein E-Auto im täglichen Leben macht.

Und dann ist da für mich noch die Frage, was macht man mit ausgedienten Batterien. Angeblich sollen die ja eine Ewigkeit halten. Doch warum bieten Hersteller die teure Miete von Batterien an und das mit dem Hinweis, dass man eine neue bekommt, wenn die Alte schlapp macht. Mich erinnert das an den Umgang mit der Atomkraft. Vielleicht sollten die Batteriehersteller und Autobauer schon mal Rücklagen für die teure Batterieentsorgung bilden. Nur so ein Tipp.

E-Autos sind toll, so das Credo der Regierung. Doch warum gibt es dann in den Autoflotten von Bundes- und Landesregierungen überhaupt noch konventionell angetriebene Autos? Warum fährt nicht jeder Bundes- und Landtagsabgeordnete ein E-Mobil? Warum kauft die öffentliche Hand nicht nur E-Mobile? Warum wird nicht die Polizei damit ausgerüstet? Warum fährt die Bundeswehr nicht E-Autos? Ich befürchte, denen sind die Autos zu teuer und die Reichweite, vielleicht auch die Geschwindigkeit ist denen zu gering. Warum soll dann Otto Normalverbraucher auf ein E-Auto umsteigen?

Mich beschäftig seit meiner ersten Begegnung und Probefahrt mit einem E-Mobil vor einigen Jahren noch eine Frage? Wird es demnächst wieder mehr Verkehrstote geben? Schließlich hört man ein E-Auto im Straßenverkehr so gut wie nicht. Ja, wir haben schon im Kindergarten gelernt, dass wir beim Überqueren der Straße erst nach links und rechts sehen sollen. Doch wir verlassen uns nicht nur auf die Augen, sondern auch auf die Ohren. Verstopfen Sie sich mal die Ohren und gehen dann über eine viel befahreren Straße. Ich habe das ausprobiert und war ziemlich verunsichert. Augenscheinlich bin zumindest ich auch darauf programmiert, mit gespitzen Ohren über die Straße zu gehen. Vielleicht bedarf es hier sogar besonderer Schulungen zu E-Autos im Straßenverkehr.

Ich glaube, es dauert noch eine ganze Weile, bis es mucksmäuschenstill auf unseren Straßen ist und wir auch in Ballungszentren keine Abgase mehr einatmen müssen. Eine schöne Vorstellung. Als Kind war ich auch davon überzeugt, dass wir dank der Atomindustrie über Energie ohen Ende verfügen.

Na, da mache ich mir jetzt erst einmal ganz konservativ mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 28.04.2016

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