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Große Wiener Ausstellungen im 2. Halbjahr 2016

Sex in Wien und Erotik in Japan, das Weltgericht des Hieronymus Bosch und die Kunst des Biedermeiers

Das Kunstforum Wien porträtiert mit Martin Kippenberger. T.ü. (Titel überflüssig) einen der wichtigsten und gleichzeitig umstrittensten Künstler des 20. Jahrhunderts. Im Fokus steht Sprache sowie Kippenbergers „Vor- und Nachbilder“ in der Kunstgeschichte.

Die Künstlerin und Designerin Nathalie Du Pasquier ist Autodidaktin, blickt aber auf eine lange Karriere als Produktgestalterin zurück. Seit 1987 widmet sich Du Pasquier der Malerei, die Ausstellung in der Kunsthalle Wien stellt ihre aktuellen Gemälde und Entwürfe aus der Memphis-Zeit in einen Dialog. Künstlerkollaborationen stehen im Mittelpunkt der Schau Franz West & Co. im 21er Haus. Franz Wests arbeitete sowohl mit internationalen Größen der Kunstwelt wie Albert Oehlen, Douglas Gordon oder Mike Kelley zusammen, bezog aber auch österreichische Künstlerpersönlichkeiten wie Heimo Zobernig, Peter Kogler und die Künstlergruppe Gelatin mit ein. Mit Biedermeier Extended. Waldmüller und die Malerei seiner Zeit zeigt das Belvedere Malerei zwischen 1830 und 1860. Die Ausstellung konzentriert sich auf die „profane“ Malerei, also auf Themen, die das tägliche Leben spiegeln: Porträts, Landschaften, Genrebilder im weitesten Sinn.

Hieronymus Bosch und seinen phantasmagorischen Visionen sind in Wien zum 500. Todestag gleich zwei Ausstellungen gewidmet. Beide finden in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste statt, deren zentrales Highlight das große Weltgerichtstriptychon des niederländischen Meisters ist. Natur auf Abwegen? Mischwesen, Gnome und Monster (nicht nur) bei Hieronymus Bosch beschäftigt sich mit den bunten erschreckenden Kreaturen im „Weltgericht“ und in der Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Mit Hieronymus Bosch 500. Das Jüngste Gericht in Wien steht das Hauptwerk der Gemäldegalerie im Mittelpunkt. Die Schau konzentriert sich auf die Geheimnisse und offenen Fragen rund um das Gemälde und wirft neues Licht auf Auftraggeber und Entstehungsgeschichte. Mit einer berühmten Zeichnung Albrecht Dürers, dem „Traumgesicht“ (1525) setzt sich der Autor und Keramiker Edmund de Waal („Der Hase mit den Bernsteinaugen“) in einer Schau im Kunsthistorischen Museum auseinander. Dafür hat er Gemälde und Werke aus den ständigen Sammlungen des Hauses neu zusammengestellt.

Zu den großen thematischen Wiener Ausstellungen im 2. Halbjahr 2016 zählt Sex in Wien. Lust. Kontrolle. Ungehorsam im Wien Museum. Die Schau entwirft eine sexuelle Topographie der Stadt Wien und beleuchtet, welche Räume die Stadt welchen Personengruppen für welche Formen von Sex zu bieten hatte und heute bietet. Mit Shunga. Erotische Kunst aus Japan widmet sich das MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst dem Thema Sexualität und Erotik eines anderen Kulturkreises. Shunga (Frühlingsbilder) sind in Ostasien seit langem verbreitet, alle großen japanischen Ukiyo-e-Künstler haben erotische Bilder geschaffen. Die Ausstellung präsentiert 150 Farbholzschnitte – Leihgaben der Leopold Privatsammlung, ergänzt durch Drucke aus der Sammlung des MAK. Fremde Götter im Leopold Museum im MuseumsQuartier zeigt traditionelle Kunst aus Afrika und Ozeanien. Über 200 seltene Ahnenfiguren, Tanzmasken, Waffen und Bauplastiken aus der umfangreichen Sammlung des Museumsgründers Rudolf Leopold treten in Dialog mit den Werken bedeutender Vertreter der Moderne wie Pablo Picasso, André Derain, Amedeo Modigliani, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde oder Max Ernst.

Anlässlich des Abschieds von Gründungsdirektor Dietmar Steiner widmet sich das Az W – Architekturzentrum Wien der Frage nach dem heutigen Zustand der Architektur und dessen Wurzeln in der Architekturgeschichte. Die Ausstellung Am Ende: Architektur. Die letzten 50 Jahre nimmt eine Bestandsaufnahme einer Vielzahl von Entwicklungen der letzten Jahrzehnte vor. Poetiken des Materials im Leopold Museum präsentiert sechs in Wien lebende KünstlerInnen: Benjamin Hirte, Sonia Leimer, Christian Mayer, Mathias Pöschl, Anne Schneider und Misha Stroj. Ihre Werke zeichnen sich nicht nur durch die Breite der in ihnen aufscheinenden Bezüge zu unterschiedlichen kulturellen Diskursen, Formen der Narration und Repräsentation von Geschichte(n) aus, sondern ebenso durch die Auffächerung der von ihnen verwendeten Medien und Materialien. Film-Stills sind sowohl visuelle Spuren des Films als auch eigenständige fotografische Bildformen. Die Albertina widmet sich erstmals diesem hybriden Genre und zeigt 150 Film-Stills der 1910er- bis 1970er-Jahre.

- Martin Kippenberger. T.ü. (Titel überflüssig), 8.9.-27.11.2016, Bank Austria Kunstforum Wien, Freyung 8, 1010 Wien

- Nathalie Du Pasquier, 15.7.-13.11.2016, Kunsthalle Wien, MQ, Museumsplatz 1, 1070 Wien

- Franz West & Co, 7.12.2016-26.3.2017, 21er Haus, Arsenalstraße 1, 1030 Wien

- Biedermeier Extended. Waldmüller und die Malerei seiner Zeit, 21.10.2016-12.2.2017, Unteres Belvedere & Orangerie, Rennweg 6, 1030 Wien

- Natur auf Abwegen? Mischwesen, Gnome und Monster (nicht nur) bei Hieronymus Bosch, 26.8.-30.10.2016 + Hieronymus Bosch 500: Das Jüngste Gericht in Wien, 14.12.2016-26.2.2017, Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, 1010 Wien,

- Edmund de Waal: During the Night, 11.10.2016-29.1.2017, Kunsthistorisches Museum Wien, Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien

- Sex in Wien. Lust. Kontrolle. Ungehorsam, 15.9.2016-15.1.2017, Wien Museum Karlsplatz, Karlsplatz, 1040 Wien

- Shunga. Erotische Kunst aus Japan, 12.10.2016-29.1.2017, MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Stubenring 5, 1010 Wien

- Fremde Götter, Leopold Museum, MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

- Am Ende: Architektur. Die letzten 50 Jahre, 6.10.2016-20.3.2017, Az W – Architekturzentrum Wien, MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

- Poetiken des Materials, 21.10.2016-30.1.2017, Leopold Museum, Museumsplatz 1, 1070 Wien

- Film-Stills, 11.11.2016-19.2.2017, Albertina, Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Bild: © Estate Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne

 


Veröffentlicht am: 11.05.2016

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