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25.06.2017   

 

 

Frisiert in den Tod

Tuning von Mofas ist lebensgefährlich

Für Jugendliche bedeutet das Mofa mit 15 Jahren nicht nur mehr Beweglichkeit, sondern auch mehr Spaß und Freiheit. Die meinen viele der jungen Zweiradfahrer noch steigern zu können, indem sie ihr Gefährt „frisieren“. Eine solche Erhöhung der Fahrleistung ist jedoch nicht nur illegal, sondern auch höchst gefährlich, wie Untersuchungen der Unfallforschung der Versicherer (UDV) verdeutlichen.

Für Mofa- und Mopedfahrer ist das Risiko, im Straßenverkehr getötet zu werden, ohnehin sechsmal höher als für Autofahrer. Das zeigt die Statistik. Danach starben im Jahr 2010 bundesweit 67 Mofa- und Mopedfahrer, 3.443 wurden schwer, 14.043 leicht verletzt. Anhand einer Formel (1 Mrd. x Kfz x km) ergibt sich laut UVD bei einem Bestand solcher Fahrzeuge von rund 2 Millionen hierzulande eine Getötetenrate von 20,6. Zum Vergleich: Diese Rate ist bei Pkw mit 3,5 in etwa um den Faktor 6 kleiner.

Viele Mofa-, Moped- oder Rollerfahrer sind mit der Höchstgeschwindigkeit ihres Gefährts jedoch nicht zufrieden. Kein Problem: Einige Handgriffe, die im Internet leicht zu erfahren sind, sowie ein paar Euro für ein anderes Steuergerät und ohne technisches Vorwissen läuft das Mofa statt der vorgeschriebenen 25 von nun doppelt so schnell oder noch mehr. Inzwischen wird jedes zweite Mofa oder Moped frisiert, belegt die Unfallforschung.

Das hat nicht nur rechtliche Auswirkungen. Denn mit der widerrechtlichen Leistungssteigerung erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs, was wenigstens ein Bußgeld zur Folge hat, wenn man erwischt wird. Ab einer Geschwindigkeit von 45 km/h kommt gegebenenfalls der Tatbestand des Fahrens ohne Führerschein hinzu, der ein Nettogehalt Strafe kosten kann. Und aufgrund der erloschenen Betriebserlaubnis droht bei einem Unfall zudem Ärger mit der Versicherung.

Viel schlimmer ist im Vergleich dazu die erheblich höhere Gefährdung für die Fahrer, die mit der Leistungssteigerung einhergeht. So ergaben Tests der UVD, dass ein Mofafahrer, der mit 55 km/h unterwegs ist, bei einer Kollision mit einem PKW kaum Überlebenschancen hat. Und ein solcher Unfall ist schneller passiert als gedacht, da zum Beispiel die Bremsen eines getunten Mofas oder Mopeds für die höhere Geschwindigkeit nicht ausgelegt sind. So kommt etwa ein Motorrad bei 80 km/h deutlich früher zum Stehen als ein frisiertes Moped.

Deshalb fordert die UVD von den Herstellern, Tuning deutlich zu erschweren, und zwar sowohl hinsichtlich der mechanischen als auch der elektronischen Maßnahmen. Zudem sollten nach Unfällen mit Mofas und Mopeds diese regelmäßig auf Leistungssteigerung und den technischen Zustand des Fahrzeugs untersucht werden. Darüber hinaus plädiert die Unfallforschung der Versicherer dafür, die bestehenden Gesetze konsequenter anzuwenden.

Angesichts der damit verbundenen Gefahren sollten Mofa- und Mopedfahrer beim Verstoß gegen das Fahrerlaubnisrecht demnach wirksamer bestraft werden. Und aus Sicht der Versicherer muss die Mofaprüfbescheinigung überdacht und gegebenenfalls durch einen Mofaführerschein ersetzt werden.

 




 
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