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22.06.2017

 

 

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Gemüse der Saison: Broccoli

... nährstoffreich und kalorienarm

Broccoli ist eine Kohlart, die dem Blumenkohl sehr ähnlich und auch als Spargelkohl bekannt ist. Broccoli war hierzulande bis zum ersten Weltkrieg beliebt, geriet danach zunehmend in Vergessenheit. Heute zählt Broccoli in Deutschland wieder zu den gern gegessenen Gemüsesorten.

Ursprünglich kommt er aus dem asiatischen Teil der Türkei. „In Europa wird Broccoli neben Deutschland hauptsächlich in Polen, Italien, Spanien und Frankreich angebaut. So ist ein ganzjähriges Angebot möglich. Von Mai bis Dezember ist er aus heimischem Freilandanbau erhältlich und damit besonders frisch und reich an Nährstoffen“, so Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.

Reich an Vitamin C und Kalium

Broccoli enthält die Mineralstoffe Calcium, Phosphor, Eisen und Kalium. „Kalium ist wichtig für die Aufrechterhaltung einer normalen Muskel- und Nervenfunktion“, erklärt Dr. Annette Neubert. Broccoli liefert zudem Magnesium, das die Muskeltätigkeit, die Herzfunktion, die Nervenreizübertragung und die Hormonfreisetzung unterstützt. Er ist außerdem reich an ß-Carotin (Vorstufe von Vitamin A), dem B-Vitamin Niacin sowie Vitamin C. „Eine Portion von 200 g liefert 230 mg Vitamin C und trägt damit zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“, so Dr. Annette Neubert. Darüber hinaus betont die Ernährungswissenschaftlerin den geringen Energiegehalt: „Eine 200 g-Portion enthält nur 52 kcal, aber dafür ein Fünftel des Richtwertes für die tägliche Zufuhr an Ballaststoffen.“ Fettarm zubereitet empfiehlt er sich daher für figurbewusste Menschen.

Broccoli aus deutschem Anbau

Broccoli aus deutschem Anbau ist wegen der kurzen Transportwege besonders frisch und reich an wertvollen Nährstoffen. Zu erkennen ist die Frische an der kräftig grünen Farbe und den geschlossenen Blüten. Beim Kauf achten Verbraucher am besten darauf, dass die kleinen Blüten noch nicht aufgegangen sind und sich nicht gelblich verfärbt haben. Broccoli aus dem Supermarkt ist meistens in Frischhaltefolie eingewickelt. In ihr sollte er bis zur Weiterverarbeitung verbleiben.

Kühl und kurz lagern

Die Folie sorgt für eine Luftfeuchte von etwa 90 Prozent, die das Gemüse frisch hält. Darüber hinaus lagert man Broccoli möglichst kühl, zum Beispiel im Gemüsefach des Kühlschranks. Auf diese Weise lässt er sich maximal zwei Tage aufbewahren. Denn Broccoli wird schnell welk und verliert seine wertvollen Vitamine und Mineralstoffe. „Broccoli sollte nicht gemeinsam mit Äpfeln oder Orangen gelagert werden. Sie verströmen das Reifegas Äthylen, wodurch der Broccoli schnell vergilbt und seine Blätter verliert“, so Dr. Annette Neubert. Der Kohl lässt sich übrigens gut einfrieren und damit länger haltbar machen. Dafür ist er zunächst gründlich zu waschen, da sich in den Röschen häufig Kleintiere verstecken. Anschließend wird er blanchiert, also etwa drei Minuten in kochendem Wasser erhitzt. In der Gefriertruhe hält er sich anschließend bis zu zehn Monate. Am besten ist es, den Broccoli direkt nach dem Einkauf zu verzehren.

Möglichst frisch zubereiten

Dabei gelten die grünlich bis bläulich schimmernden Blütenknospen des Broccolis ebenso als Delikatesse wie die nach Spargel schmeckenden Stiele. Broccoli kann gedünstet, gedämpft oder gekocht werden. In wenig Salzwasser gekocht, sind kleinen Stückchen nach 10 bis 12 Minuten bissfest. Wenn er am Stück gekocht wird, schneidet man den Stiel von unten kreuzweise ein. Dadurch gart dieser ebenso schnell wie die Röschen. Das gesunde Gemüse wird in Aufläufen, Suppen, Eintöpfen, Soßen und Salaten verwendet. Auch als leichte Beilage zu Fleischgerichten mit Kalb, Rind, Geflügel, Schwein und Lamm passt Broccoli. Weißwein, Zitronensaft oder Butter unterstützen seinen Eigengeschmack, während starke Gewürze diesen eher verdrängen.

Weitere Informationen und Serviceangebote zum Thema Ernährung unter ernaehrungsstudio.nestle.de

Foto: D&Jfoodstyling - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio

 


Veröffentlicht am: 20.05.2016

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