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24.11.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Buy American!

Nationalstolz a la USA

US-Präsident Obama meinte auf der Hannover-Messe "Buy American!" und konnte sich sicher sein, dass nicht nur seine Fans in den USA ihm dabei bedingungslos folgen würden. Möglichst amerikanische Produkte zu kaufen, das gilt für viele US-Bürger als praktizierter Patriotismus.

Nun legt die - gemeint ist d i e - US-Brauerei Anheuser-Busch noch einen drauf und benennt das US-Bier schlechthin um. Budweiser heißt ab sofort "America" – zumindest bis zum Wahltag am 8. November. Eigentlich egal, denn egal wie das Bier heißt, schmecken tut es nicht und hat so gar nichts mit dem im tschechischen Budweis gebraute Bier gemein. Den Amis gehören seit 2012 nur die Markenrechte.

Doch das nur nebenbei. Ich stelle mir vor, wir in Deutschland kämen auf die Idee, hauptsächlich deutsche Produkte zu kaufen. Die Idee ist so abgedreht, so abwägig, dass nicht einmal die Pegida-Anhänger oder die AfD das fordern.

Schön, wir sollen regionale Produkte essen, sollen darauf achten, wo und wie die Produkte, die wir erwerben, hergestellt wurden. Doch mal ehrlich, wer fragt schon danach, ob die Dinge wirklich aus Deutschland stammen. Das ist bei Kartoffeln noch einfach, doch bei technischen Produkten, bei Kleidung, bei Kosmetikartikeln? Da überhaupt heraus zu bekommen, woher die verarbeiteten Dinge stammen, wo die so wichtigen Zulieferer sitzen, das ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Doch was, wenn wir unsere nationale Ader entdecken, welches Bier bennen wir in Deutschland um? Vielleicht Warsteiner? Das würde passen, es wird viel getrunken und kann mit "America" durchaus mithalten. Das sollte nicht als Lob verstanden werden.

Was könnten wir noch umbenennen? Persil vielleicht? Mit dem Slogan " Persil, damit Deutschland nicht braun wird"? Mercedes? Wie wäre der Slogan "Deutschland - ein Stern der Deinen Namen trägt"? Wobei, so ganz deutsch ist der Slogen nicht. Volkswagen wäre auch noch eine Option. Hier fällt mir die Werbebotschaft ein "Deutschland, das Auto".

Wie gesagt, so ein Unsinn fällt niemanden in Deutschland ein, der sich nicht den Verstand mit "America" weggesoffen hat.

Ich höre aber auch den Einwand, dass uns schon etwas vom amerikanischen Patriotismus gut zu Gesicht steht. Wir sind doch patriotisch. Warten Sie mal ab, wenn die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich oder die Olympischen Spiele in Rio losgehen. Dann trinken wir viel deutsches Bier, grillen deutsche Bratwürste, machen deutschen Kartoffelsalat und schmücken unsere Autos mit deutschen Fähnchen. Mir reicht diese Form des Patriotismus völlig.

Ich mach mir jetzt mein Frühstück, mit Kaffee aus Vietnam, Konfitüre aus England, Schinken aus Italien und Brötchen vom Bäcker umm die Ecke.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 24.05.2016

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