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24.07.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Wau, wau

Gruß an alle Hunde

Ich mag Hunde, will es aber keinem zumuten, mich als Herrchen zu haben. Ich weiß wovon ich gerade schreibe, denn ich hatte mit einer Freundin jahrelang einen Hund. Ein Collie, ein schöner und kluger Hund. Schön war er auf jeden Fall. Er ließ sich auch viel beibringen, so dass das Zusammenleben relativ entspannt war.

Unser Hund - er hieß einfach Hund - wohnte in der Wohnung, hatte sein eigenes Zimmer und bekam auch kein Menschenessen. Wir beide schafften es (fast) immer, mit dem Bewegungstalent drei Stunden am Tag raus zu gehen. Ich meine damit nicht, dass wir kurz Gassi gingen, sondern wirklich weit liefen, dem Hund seine Bewegung gönnten. Damals gab es noch keinen Leinenzwang und wir wohnten in einem Bereich von Berlin, wo es Parks, Wäldchen und Seen gab.

Ich mag bis heute Hunde, vor allem große und langhaarige. Doch ich bin mir sicher, dass ich nie wieder einen Hund haben werde. Heute ist das Hundeleben viel zu reguliert. Ich finde es auch schlimm, wenn Hunde als Kind- und Partnerersatz gesehen werden. Noch schlimmer finde ich, wenn der Hund mit Herrchen oder Frauchen Gassi geht und nicht umgekehrt. Ich finde es schlimm, wenn die Hunde genauso unbeweglich, genauso dick wie ihre "Besitzer" sind. Noch viel schlimmer ist für mich, wenn Hundehalter sich mit ihrem Hund wie mit einem Kind unterhalten und sich dann wundern, dass der Vierbeiner nicht gehorcht.

Ich habe heute im Radio gehört, dass es den Hund nur mit dem Menschen gibt. Sieht man mal von den unzähligen verwilderten Hunden in aller Welt ab - es dürften mehr sein, als in Deutschland eine Hundemarke tragen - kann das sogar stimmen. Doch daraus abzuleiten, der Hund ist so etwas wie ein Mensch, nur eben auf vier Beinen, ist für mich purer Unsinn.

Ein Hund ist und bleibt ein Tier. Er ist ein Tier, der um den Platz in seinem zumeist sehr überschaubarem Rudel kämpft. Das macht er immer wieder und es darf einfach nicht sein, dass er der Rudelführer wird.

Ich finde, dass gerade am heute begangenen Tag des Hundes - der wurde 2010 durch den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) ins Leben gerufen - darauf hingewiesen werden muss, dass auch für Hunde das Tierschutzgesetz gilt. Doch von einer artgetrechten Haltung sind viele, viel zu viele Hundehalter mindestens genauso weit entfernt wie die Legebatteriebetreiber. Ich weiß, dass Hundeliebhaber das nicht gerne hören. Und doch bleibe ich dabei: Hunde sind keine kleinen Kinder, kein Partnerersatz. Hunde sind Tiere und müssen auch als solche behandelt werden. Wer das - warum auch immer - nicht kann, nicht schafft, der sollte, der darf keinen Hund halten.

Wer Hunde wirklich liebt, sollte sich gerade am Tag des Hundes fragen, ob er in seiner Situation einen Hund halten sollte. Wenn ich mir vorstelle, ich würde einen Hund halten, möchte ich nicht Hund bei mir sein. Der Hund wäre ständig auf Reisen, müsste sich ständig an andere Umgebungen gewöhnen. Bin ich auf Reisen, so sind die meistens dienstlich. Ich sitze dann bei irgendwelchen Präsentationen, bin stundenlang auf Messen und der Hund muss so lange das Hotelzimmer bewachen. Ein schrecklicher Gedanke. Schrecklich finde ich auch, dass ich den Hund fast überall an der Leine führen soll.

Ein Hund an der Leine, das ist für mich Tierquälerei. Klar, es erspart seinem Halter, den Hund zu erziehen, ihm beizubringen, auf klare Anweisungen zu hören oder gar selbstständig zu reagieren.

Ich möchte gerade am Tag des Hundes dafür plädieren, den Hund als das zu sehen was er nun einmal ist, ein Tier für das wir verantwortlich sind. Diese Verantwortung sollten wir sehr ernst nehmen und besser auf einen Hund verzichten, wenn wir ihm kein artgerechtes, kein hundegerechtes Leben bieten können. Doch dazu bedarf es Größe und wirklicher Tierliebe.

So, nun hat die beste Frau der Welt Frühstück auf den Tisch gestellt.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und viel Spaß beim Gassi gehen.

 


Veröffentlicht am: 04.06.2016

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