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22.08.2017

 

 

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Elektromobilität in Deutschland

Was Käufer von E-Autos wissen sollten

Die Bundesregierung treibt die Förderung von Elektroautos weiter voran: Künftig profitieren Käufer von Stromern und Hybridwagen von Zuschüssen in Höhe von mehreren Tausend Euro pro Fahrzeug. Der Fördertopf enthält insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Staat und Autobranche teilen sich die Kosten.

Doch wie beanspruchen Käufer die Prämie? Welche Modelle stehen zur Auswahl? Und was ist bei einer Kaufentscheidung hinsichtlich Verbrauch, Reichweite und Lademöglichkeiten zu beachten? Die wichtigsten Fragen beantwortet Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO.

Der Staat will mit der Förderung den bisher schleppenden Absatz von Elektroautos ankurbeln: Bis 2020 sollen eine Million E-Autos auf der Straße sein. Wie funktioniert die Kaufprämie – und wer genau profitiert davon?
Frank Mauelshagen:
Der exakte Starttermin des Programms ist offen. Dann gilt jedoch: Jeder, der sich ein neues, reines Elektroauto anschafft, hat Anspruch auf einen Bonus von 4.000 Euro. Bei neuen Hybrid-Fahrzeugen, die also Elektro- und Verbrennungsmotor kombinieren, gibt es 3.000 Euro. Das gilt aber nur für sogenannte Plug-in-Hybride. Diese lassen sich über den Verbrennungsmotor und auch am Stromnetz aufladen.

Die Prämie fließt nur bei Modellen, deren Netto-Listenpreis in der Basisvariante unter 60.000 Euro liegt. Für potentielle Käufer wichtig zu wissen: Die eine Hälfte der Prämie, also 2.000 oder 1.500 Euro, zieht der Händler direkt vom Kaufpreis ab. Die andere Hälfte beantragt der Käufer mit dem Kaufvertrag, der den verringerten Preis dokumentiert, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Den Betrag erhält der Antragssteller mittels Überweisung auf sein Konto. Das Programm läuft bis 2019. Allerdings empfiehlt es sich, nicht allzu lange zu warten: Denn wenn der Topf mit der Gesamtfördersumme von 1,2 Milliarden Euro schon vorher leer ist, ist Schluss.


Derzeit sind unter den 45 Millionen zugelassenen Autos in Deutschland 19.000 E-Autos und 33.000 Hybride. Die Prämie soll dafür sorgen, dass sich ihr Anteil erhöht. Lohnt es sich jetzt, ein Elektroauto zu kaufen? Und welche Modelle stehen zur Auswahl?
Frank Mauelshagen:
Umfragen zufolge können sich zwar mehr als 70 Prozent der Deutschen vorstellen, ein Elektroauto zu fahren. Vor allem die hohen Preise halten viele Menschen aber bislang davon ab. Auch die Prämie ändert nichts daran, dass E-Autos bei der Anschaffung teurer sind als Benzin- oder Dieselautos. Dabei vergrößert sich das Angebot der Hersteller ständig. Inzwischen können Käufer unter 27 Elektro- und Hybridmodellen wählen: Kleinwagen sind bereits für etwas unter 20.000 Euro zu haben. In der Kompaktklasse gibt es Varianten mit Elektro- oder Hybridmotor. Dafür muss der Käufer aber schon deutlich über 30.000 Euro investieren. Bei Mittelklassewagen ist mit Preisen von 40.000 bis 50.000 Euro zu rechnen. Auch größere Limousinen, Sportwagen und SUV sind erhältlich – allerdings erst ab 60.000 Euro. Dem gegenüber steht zwar, dass die laufenden Kosten bei Elektroautos niedriger sind: Mit Steckdosenstrom für 25 Cent pro Kilowattstunde fallen im Schnitt nur fünf Euro Ladekosten pro 100 Kilometer an. Die Einsparungen machen sich jedoch erst auf längere Sicht bemerkbar – auch im Hinblick auf günstige Spritpreise.

Für wen eignen sich Elektroautos? Sind die Stromer für den täglichen Gebrauch einsetzbar?
Frank Mauelshagen:
Mit einem E-Auto gut bedient ist etwa, wer in Ballungsräumen lebt und vorwiegend kurze Strecken fährt. Ihre Reichweite derzeit liegt bei 150 bis 200 Kilometern – das reicht für den Weg zur Arbeit oder um Einkäufe zu erledigen. Geschäfts- und Urlaubsfahrten erfordern mehr Planung. Sinn hat ein Elektroauto zudem nur, wenn im entsprechenden Umkreis Ladestationen zur Verfügung stehen: Auf dem Land gibt es weniger Ladesäulen. Derzeit gibt es bundesweit 5.600 Ladepunkte an insgesamt 2.600 öffentlich zugänglichen Säulen – im Vergleich zu 14.500 Tankstellen. Die Bundesregierung will die Ladeinfrastruktur zwar ausbauen, aber das braucht Zeit. Langfristig sind weitere 15.000 Ladesäulen geplant, beispielsweise an Supermärkten oder Shoppingcentern. Generell gilt: Vor der Entscheidung für ein E-Fahrzeug sollte eine Analyse des eigenen Fahrverhaltens stehen: Welche Distanzen lege ich im Alltag zurück? Wo steht die nächste Ladesäule? Wer sich für ein Stromauto entscheidet, sollte unbedingt für den passenden Versicherungsschutz sorgen: Inzwischen gibt es spezielle Teil- und Vollkaskotarife für Elektroautos, die zum Beispiel auch einen umfangreichen Schutz für den Akku beinhalten. Außerdem übernehmen die meisten speziellen E-Kfz-Policen auch die Abschleppkosten, wenn das Elektroauto mit leeren Batterien liegen bleibt.

Quelle: ERGO Group

 


Veröffentlicht am: 10.06.2016

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