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26.05.2017

 

 

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Aufgespießt: Der Berg ruft

... und ich hörte zu

(Chefrredakteur Helmut Harff) Ich habe ihn an den vergangegen Tagen gehört, den Berg. Er rief in und um Inzell. Zugegeben, es gibt höhere und attraktivere Berge, als die in der Umgebung des bayrischen Ortes. Doch auch hier rufen die Berge. Viel zu häufig rufen die Berge vor allem eines: Hilfe.

Die Berge rufen nicht Hilfe, weil man ihnen Leid antut. Darunter leiden die Höhenzüge in Sichtweite von Inzell kaum. Die Berge rufen Hilfe, weil Menschen sie erklimmen wollen, die einfach nicht wissen, was sie tun.

Ich bin den Rufen der Berge gefolgt und habe mich auch umgesehen, worüber sich die Berge so beschweren. Sie rufen, weil immer mehr Menschen auf ihnen rumlaufen, die dort nichts zu suchen haben. Die Berge meinen, dass sie jeden mit Freude und Hallo begrüßen, der fit genug ist, auch bei den gerade hochsommerlichen Temperaturen ihnen auf das Haupt zu steigen. Doch Fitness allein reicht nicht, meinen die Berge. Die Ausrüstung muss auch stimmen.

Ich wollte wissen, was sie konkret bemängeln. Das, so die Berge, sind Menschen, die sich auf die steilen und manchmal auch nicht ganz ungefährlichen Weg machen, die schon im Flachen nach wenigen Metern anfangen zu schnaufen. Sie verstehen nicht, dass Menschen schwierige Passagen bewältigen wollen, die schon bei einfachen Wegen an ihre Grenzen geraten.

Die Berge haben sich aber auch über Menschen beschwert - und ich selbst sah viel davon - die sich mit Sommerschuhen, mit einfachen Turnschuhen oder gar Flipp-Fopps auf in die Berge machen. Viele sind auch ansonsten falsch angezogen, haben nichts zu trinken dabei.

Ich frage die Berger, warum sie sich aufregen. Ihnen können doch die Menschen egal sein, ihnen kann es doch egal sein, ob sich jemand den Fuß bricht, jemand mit einem Kreislaufkollaps zusammen bricht. Die Berge reagierten empört auf meine Frage. Sie seinen schließlich verantwortlich dafür, dass jeder Spaß dabei hat, sie zu besuchen. Sie wollen nicht, dass jemand zu schaden kommt.

So ganz uneigennützig sind die Berge dabei nicht, wie ich hinter vorgehaltener Hand - sorry, hinter vorgehaltenem Felsen - erfuhr. Berge lieben vor allem eines: Ruhe und nochmals Ruhe. Hektik mögen sie überhaupt nicht. Kommt nun ein Mensch in den Bergen zu Schaden, tritt die Bergwacht auch den Plan. Die ist eigentlich der beste Freunde der Berge. Doch rückt die Bergwacht aus einen Bergbesucher zu suchen und zu retten, wird die Ruhe der Berge empfindlich gestört. Die Retter schwärmen aus, kommen per Auto in die Berge, Hubschrauber umkreisen sie. Das mögen die Berge überhaupt nicht.

Deshalb gaben mir die Berge um Inzell mit auf den Weg, ich soll alle bitten, sie nicht unvorbereitet und nur gut ausgerüstet zu besuchen. Alle anderen sind sehr herzlich willkommen - in Inzell und überall dort, wo der Berg ruft.

 


Veröffentlicht am: 11.07.2016

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