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28.03.2017

 

 

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DEN LETZTEN BEISST DER GROTTENOLM

Aus dem Alltag eines furchtlosen Lokaljournalisten

Der anonyme Lokaljournalist, der hier über seine Strafversetzung berichtet und bis zum Kaffeesatz der deutschen Seele vordringt, pflegt eine surreale Sicht auf die Dinge. Er gibt sich als Meister der Rede, Ausrede und Analysen. Sein Umfeld macht es ihm nicht leicht, zumal er in der Redaktion ausnahmslos von Geschlechtsgenossen umgeben ist.

»Wir sind das einzige Irrenhaus auf der Welt, das täglich eine Zeitung produziert«, begrüßt ihn Kollege Esser bereits am ersten Arbeitstag. Furchtlos nimmt er Expeditionen durchs Brauchtumsreich vom Bauerntheater bis zu Brieftaubenzüchtern in Angriff. Er übt sich bei Reden und Versammlungen in der Kunst des Sitzschlafs, er geht zur Ausgabestelle von Bundesverdienstkreuzen (Kreishaus, Kleiner Sitzungssaal, an der Sitzgruppe mumifizierter Beamter vorbei, dann erste Tür rechts). Die Welt, die der Lokaljournalist beim Bürweiler Blitz kennenlernt, ist die ganze Welt, nur etwas kleiner.

»Innerlich sackte ich zusammen. Bürweiler! Die entlegenste Lokalredaktion unseres Verbreitungsgebietes. Deutsche Provinz in Reinkultur. Ein Rückfall in alte Zeiten, wie zu Beginn meiner journalistischen Existenz, zunächst als freier Mitarbeiter, dann als Redakteur. Alles auf Anfang, der Sprung von den Sprossen der Karriereleiter ins Nichts, weg aus der Nachrichtenredaktion, der Großstadt. Vor meiner inneren Nase stiegen würzige Landluft aus Getieren und Gülle und die Ausdünstungen verschwitzter Karnevalisten in Dorfgemeinschaftshäusern auf. Wie in Trance sah ich die Rammlerkäfige von Kaninchenzüchtern vorbeiziehen, Brieftaubenschläge, Paraden von Schützenkönigen. Es beschlichen mich düstere Vorahnungen von Jägertreffen, Trophäenschauen, Verleihungen von Ehrennadeln für langjährig verdiente Karteileichen und Reden mit dem oralen Standardbegrüßungsauswurf: ›Es freut mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind.‹«
Auszug aus dem Roman

DEN LETZTEN BEISST DER GROTTENOLM ist eine Satire über Gesellschaft, Politik, Bürokratie, manipulierte Medienwelt, Lobbyismus, den Hang zur Selbstgeltung – und damit die Schwächen des Menschen an sich. Eine ganz besondere Deutschland-Satire – ein Feuerwerk an Ideen in neuem, unverwechselbarem Stil!

DEN LETZTEN BEISST DER GROTTENOLM

Autor: Andreas Drouve
Illustrationen: Jana Moskito
Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag
Preis: 9,99 Euro
ISBN 978-3-86265-589-2

 


Veröffentlicht am: 13.07.2016

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