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24.04.2017

 

 

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Magna International erprobt Brennstoffzellen-Range-Extender

Michael Weyland testet

Wenn von einem Flaschenhals die Rede ist, weiß eigentlich jeder, was damit gemeint ist. Wenn allerdings ein Vertreter eines Automobilzulieferers diesen Ausdruck verwendet, hat das meistens einen anderen Grund. Man spricht bei der Dauer der Betankung von Autos gerne vom „Flaschenhals“. Der scheint bei Elektrofahrzeugen besonders eng zu sein und eng bedeutet zeitintensiv, sprich, es dauert oft zu lange, um „nachzutanken“. Hier setzt Magna International mit einem sehr interessanten Konzept eines batterieelektrischen Fahrzeuges mit Brennstoffzellen-Range-Extender an.

Darum geht es diesmal!

Früher musste man sich beim Autokauf nur zwischen Benziner und Diesel entscheiden, was den Antrieb anging-. Heute – bei immer knapper werdenden Rohstoffen, stehen diverse alternative Antriebstechniken im Fokus von Entwicklern und Käufern. Elektroantriebe sind eigentlich eine feine Sache, aber es gibt da nach wie vor ein Reichweitenproblem. Geringe Batteriekapazitäten, kaum Ladestationen und zu lange Ladezeiten. Und auch, wenn die Batterien leistungsfähiger werden ändert das nichts an der Sorge der Käufer, mit leerer Batterie liegen zu bleiben. Hier setzt Magna International mit einem hochinteressanten Konzept an. Dipl.-Ing. Helfried Müller, Leiter Alternative Antriebssysteme in der Vorentwicklung bei Magna Steyr.

Helfried Müller:
Also wir haben hier ein Brennstoffzellen-Range-Extender-Fahrzeugkonzept, das bedeutet, wir haben ein Fahrzeug, wo wir eine Brennstoffzelle in einer eher kleineren Leistungsgröße dimensioniert haben und zugleich noch eine Batterie im Fahrzeug installiert haben, so dass wir, zum Teil aus der Batteriekapazität fahren, aber auch zum Teil dann – für die große Reichweite – aus dem Wasserstoff, der in der Brennstoffzelle dann in Strom umgewandelt wird.

Range Extender, zu gut Deutsch Reichweitenverlängerer, sind üblicherweise zusätzliche kleine Verbrennungsmotoren in einem Elektrofahrzeug, die die Reichweite erhöhen. Magna löst dies aber anders.



Helfried Müller:
Ganz genau. Also anstelle eines kleinen Verbrenners mit einem Benzintank haben wir hier einen Wasserstofftank und eine Brennstoffzelle, die genau die gleiche Funktion übernehmen, die eben dieser Range Extender aus einem Verbrennungsmotor übernehmen würde. Sprich: Aus dem Wasserstoff und dem Luft-Sauerstoff aus der Umgebungsluft wird in der Brennstoffzelle Strom erzeugt und das Abfallprodukt von der Brennstoffzelle ist reines Wasser.

Nun fragen Sie sich möglicherweise, wo der Vorteil des Systems von Magna liegt. Nun, es geht ja um den Ersatz fossiler Brennstoffe zum einen und um die Tankdauer zum zweiten.

Helfried Müller:
Reichweite bei der Elektromobilität ist ganz klar der Flaschenhals. Vor allem die Nachtank- oder Nachladefähigkeit. Man sieht mittlerweile Reichweiten bei Elektrofahrzeugen auch schon über 300 Kilometer, aber die Nachladefähigkeit ist im Moment der Flaschenhals. Das heißt, es dauert doch einige Minuten bis Stunden, bis die Batterie wieder nachgeladen ist. Und genau da ist ein großer Vorteil bei einer Brennstoffzelle, weil der Wasserstoff in wenigen Minuten, sprich, drei bis vier Minuten – klassischer Tankvorgang – wieder vollständig zur Nachladung bzw. Nachtankung des Fahrzeugs führt und das ist nämlich der Vorteil: Ich bin trotzdem „Zero Emission“ und kann in kurzer Zeit meinen Ladezustand wieder auf 100 % bringen!

Natürlich muss auch hier die Infrastruktur geschaffen werden, sprich, Wasserstofftankstellen müssen her. Das ist allerdings nicht Sache von Magna International, hier müssen die Politik und die Wasserstoffvermarkter aktiv werden.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter www.was-audio.de/aatest/2016_kw_29_Magna_International__erprobt_Brennstoffzellen-Range-Extender_Autotipp_kvp.mp3

Fotos: © Magna International/Magna Steyr

 


Veröffentlicht am: 18.07.2016

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