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Morgengruß von Helmut Harff: Mir fällt nichts mehr ein

Oder doch?

Tübingen will sauberer werden. Das ist ein löbliches Ziel und man kann das nur unterschreiben. Nun hat Tübingen zumindest für mich ein Probelm: Das heißt Boris Palmer und ist Oberbürgermeister. Der Grüne ist nach eigener Aussage begeisterter Radfahrer und hat seinerseits ein Problem: Das sind Mofas, Mopeds und Roller mit Zweitaktmotoren. Die beziehungsweise, das was aus ihren Auspuffen kommt, stinkt dem Lokalpolitiker.

Nun verbindet er seine große Abneigung gegen die stinkenden Zweiräder mit dem Ziel, Tübingen soll sauber werden. Das Ergebnis ist, dass Tübingen für das Abwracken der stinkenden Zweiräder eine lokale Abwrackprämie von 500 Euro zahlen will. Er will damit erreichen, dass die Leute ihre fahrbaren Untersätze zum Schrotthändler schaffen und sich ein elektrisch betriebenes Zweirad zulegen. Bei den Preisen für Elektromobile sind die 500 Euro eher ein nettes Zubrot. Wenn man dann bedenkt, dass der Stadtrat für diese Aktion 25.000 Euro zur Verfügung stellt, werden so maximal 50 Stinker aus dem Stadtbild verschwinden. Eine wirklich tolle Idee, von der keiner außer den heimischen Zweiradhändlern wirklich profitieren wird. Man bekommt die 500 Euro nämlich nur dann, wenn man das neue Gefährt bei einem Tübinger Händler kauft - ist zumindest in dem Medien nachzulesen.

Was mir immer wieder auffällt, ist, dass solche finanziellen Umweltprämien gerade denen zu Gute kommen, die nicht gerade zu den einkommensschwachen Menschen gehören. Das trifft auch auf die zweite Tübinger Maßnahme zu. Beschlossen wurde, dass jeder 1.000 Euro bekommt, wer einen alten Heizkessel austauscht.

Wie wäre es, wenn man den öffentlichen Personenverkehr deutlich ausbaut, den tags wie nachts engmaschig laufen lässt und das mit einem kostenfreien Bürgerticket? Wie wäre es, wenn die Bürger mit deutlich weniger Verwaltungsaufwand belastet werden und man zumindest einige Vorschriften und Verwaltungsakte dahin tun würde, wo sie ohenhin hingehören - in den Papierkorb. Das würde viele unnötige Fahrten, viel bedrucktes Papier und viel Ärger sparen. Gäbe es weniger im Rathaus zu arbeiten, bräuchte man weniger Personal, weniger Räumlichkeiten. Man spart so beispielsweise Strom, Heizung und Verbrauchsmaterial. Die so frei gesetzten Mitarbeiter könnte man ganz sicher auch in Tübingen sinnvoller einsetzten, als sie mit unnötigen Verwaltungsaufgaben zu langweilen.

Noch eine Idee für den Grünen Bürgermeister: Warum verbietet er nicht die Fahrten der Bundeswehr in seinem Stadtgebiet. So viel ich weiß, sind die zumeist nicht gerade neuen Fahrzeuge der Bundeswehr alles andere als umweltfreundlich. Ich fuhr letztens auf der Autobahn hinter so einem Transporter in Tarnanstrich hinterher. Der machte mehr Dreck als es wahrscheinlich die möglicherweise verschrotteten 50 Zweistakter je vermocht haben.

Wenn mich Herr Palmer mal nach Tübingen einlädt, dann werden mir vor Ort noch einige Dinge auffallen, die dafür sorgen können, dass Tübingen sauberer wird. Beispielsweise der Verzicht von großen Wahlplakaten. Etwas unsinniges wie eine Abwrackprämie für stinkende Zweiräder ist da ganz sicher nicht dabei.

 


Veröffentlicht am: 05.08.2016

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