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Morgengruß von Helmut Harff: Nachbarn

... sind nicht böse

Schon Dichterfürst Friedrich von Schiller stellte einst fest: "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt". Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Würde es keine Nachbarschaftsstreitigkeiten geben, würden die Prämien für Rechtsschutzversicherungen deutlich sinken und die Gerichte könnten endlich die wirklich Bösen zeitnah verurteilen. Gäbe es die Naschbarschaftsstreits nicht, müssten viele Rechtsanwälte Konkurs anmelden.

Es wäre sicher auch so, dass vielen viel Aufregung erspart bliebe, dass es weniger Magengeschwüre und andere Erkrankungen geben würde. Ich bin sicher, dass viele Nachbarschaftsstreitereien für eine ganze Reihe von wirklichen Verbrechen verantwortlich sind. Man sollte mal erforschen, wie viele Wohnungswechsel auf Nachbarschaftsstreitereien verantwortlich sind.

Streitende oder bösartige Nachbarn sind in etwa so notwendig wie ein Kropf. Man braucht sie nicht. Ich bin mir allerdings nicht so sicher, dass man sie nicht will. Ich bin im Gegenteil davon überzeugt, dass es Individuen gibt, deren Lebenszweck darin besteht, den Nachbarn das Leben zu vergällen. Das führt eben dazu, dass Anwälte und Gerichte genau wie Umzugsfirmen und Ratgeberautoren, aber auch die Polizei alle Hände voll zu tun haben. Wie meinte Schiller? "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt"

Doch ich meine auch, dass die allermeisten Nachbarn nicht böse sind. Es gibt Nachbarn, die sind so dicke miteinander, wie man nur sein kann. Zugegeben, das kommt bei mir nur sehr selten vor. Ich habe mich auch immer dagegen gewehrt, in Hausgemeinschaft zu machen - wie das in der DDR so gern zelebriert wurde. Es gibt Nachbarn, mit denen wechsel ich mal ein Wort, andere mag ich mehr und nur wenige würde ich zumindest in die Kategorie sehr gute Bekannte einordnen.

Doch sich über die eine oder andere Eigenart des Nachbarn so aufzuregen, dass ich Magenschmerzen und wir beide Ärger miteinander haben - so weit ist es bisher nur in einem Fall gekommen. Ich kann mich umgedreht nicht erinnern, dass sich jemand bei mir wutentbrannt über mein Verhalten beschwert hat. Ganz im Gegenteil, ich hatte und habe immer ein gut nachbarschaftliches Verhältnis zu den Menschen, mit denen ich im gleichen Haus wohne. Das macht das Leben viel entspannter. Es ist doch toll, wenn mal der eine, mal der andere die Post abnimmt, wenn alle dafür Verständnis haben, dass mal jemand die so heiß geliebte Mittagsruhe nicht einhalten kann, dass da jemand feiert oder sonst was ist.

Wir hören heute so viel davon, dass in Wohnungen am Tage eingebrochen wird. Das passiert sicherlich gerade da, wo sich die Naschbarn nicht mögen, wo man vielleicht sogar Schadenfreude empfindet, wenn dem Nachbarn etwas passiert. Einbrecher und andere Kriminelle haben da leichtes Spiel, wo der Nachbar die Polizei ruft, wenn mal jemand falsch parkt, auf Hilferufe aus der Nachbarwohnung aber nicht reagiert.

Ich wohne gern da, wo nette Menschen mich umgeben. Ich wohne da, wo tolerante Menschen wohnen, die genau wie ich lieber reden als sich streiten. Das schont die Nerven und die Stimmbänder. Man muss ja nicht gleich das ganze Leben miteinander teilen. Es reicht, wenn man mit dem Nachbarn so umgeht, wie man es von dem selber erwartet.

Gleich klingelt mein Nachbar. Er bringt mir Frühstücksbrötchen mit. Wie gesagt, ich habe tolle Nachbarn.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und nette Nachbarn. Seien auch Sie einer.

 


Veröffentlicht am: 06.08.2016

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