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24.07.2017

 

 

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Einem Ehebruch sei Dank

Die Minze, das Heilkraut, das auch Genießer schätzen

Toll trieben es bekanntlich die alten Römer. Doch die griechische Götterwelt braucht sich, was Eskapaden anbetrifft, auch nicht zu verstecken, wie die Überlieferung berichtet. Speziell Göttervater Zeus wird ein ausschweifendes (amouröses) Leben nachgesagt. Einem Fehltritt seines Bruders Hades, seines Zeichens Herrscher der Unterwelt, sollen wir der Mythologie zufolge das gesunde Würzkraut Minze verdanken.

Wie es dazu kam? Nun der Totengott verguckte sich in eine bezaubernde Nymphe namens Minthe, der er sich in so beeindruckender Pose präsentierte, dass das junge Ding ihm nicht widerstehen konnte. Es kam, wie es in solchen Geschichten kommen muss: Hades wurde von seiner Gattin Persephone in flagranti erwischt. Die hatte daraufhin wutschnaubend nichts Eiligeres zu tun, als Minthe in eine Pflanze zu verwandeln. Was sicher nicht der Lebensplanung der jungen Frau entsprach, uns aber dafür ein wohlschmeckendes wie ebenso wohltuendes Genuss- und Heilmittel einbrachte – die Minze.

Um deren heilsame Wirkung wussten anscheinend schon die alten Ägypter vor mehr als 3000 Jahren. Denn in ihren Grabstätten fanden Archäologen Überreste von Pfefferminze. Offenbar sollte die Heilpflanze auch im Jenseits für das Wohlbefinden der Verblichenen sorgen. Tatsächlich stammt die Minze wohl aus dem Mittelmeerraum. Denn auch die alten Römer nutzten wilde Minze als Heilkraut, Gewürz und – wie konnte es anders sein – als Aphrodisiakum. Im 17. Jahrhundert gewannen die Briten dann durch Kreuzungen verschiedener Minzearten das heute weltbekannte „Spearmint“, die unersetzliche Zutat für Kaugummis, Bonbons, Zahnpasta, Mundwasser etc. Minze verfeinert mit seinem Aroma aber auch Liköre und Parfums.

Eine hervorstechende Eigenschaft der Minze ist ihr frischer, kühler Geschmack, der auf das Menthol zurückgeht. Dieser Wirkstoff, der insbesondere in den Blättern der Minzepflanze steckt, wirkt zudem schmerzlindernd, krampflösend, durchblutungsfördernd und beruhigend. Er wird häufig in Form von ätherischem Öl zur Inhalation verwendet, bei Schnupfen, Erkältungen, Grippe, Kopf- und Nervenschmerzen (Neuralgien). Zur äußerlichen Anwendung kommen diese ätherischen Öle bei Muskelschmerzen und Krämpfen sowie ebenfalls bei Nervenbeschwerden. Pfefferminztee wiederum kann Magen- und Darmbeschwerden lindern sowie Appetitlosigkeit und Völlegefühl entgegenwirken. Doch Achtung: Der hohe Mentholgehalt von Pfefferminztees kann bei übermäßigem Genuss zu Magenreizungen führen. Auch Menschen mit einer entzündeten Schleimhaut, Gallen- oder Leberschäden sollten Pfefferminztee – wenn überhaupt – besser mit Vorsicht genießen.

Aber die Minze hat noch viel mehr drauf. Immerhin gilt sie vielen Köchen und Genießern als unverzichtbarer Bestandteil kulinarischer Erlebnisse: und dies nicht nur in Form der kalten mint sauce, einem Klassiker der englischen Küche. Auch die Franzosen schätzen ihre Sauce à la menthe und in der arabischen Küche wird eine Minzsauce gern zu Couscous-Salat bzw. Tabouleh gereicht. Überhaupt verleiht Minze in Asien und im Orient vielen Speisen den geschmacklichen Kick. Generell passt Minze als Gewürz zu zahlreichen Fleisch- und Gemüsegerichten. Es muss also nicht immer Kaugummi oder Zahnpasta sein, um sich den frischen und wohltuenden Geschmack der Minze zu gönnen.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 04.09.2016

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