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Morgengruß von Helmut Harff: Geschnatter

... und Schuld daran ist nur die AfD

Ich bin kein Fan der AfD, obwohl es da Menschen gibt, die Dinge sagen, die ich schon sagte, als die noch nicht für ein allgegenwärtiges Geschnatter sorgten. Nein, ich habe kein Problem mit Menschen aus anderen Ländern. Wenn ich damals aus der DDR geflüchtet wäre, ich wäre ein Wirtschaftsflüchtling gewesen. Doch auch ich habe Probleme mit diesem Land und seiner Führung.

Noch mehr Probleme habe ich derzeit mit dem gesprochenen und geschriebenen aufgeregtem Geschnatter. Alle, vor  allem die, die eigentlich nichts zu sagen haben und alles nur nachplappern, reißen jetzt die Klappe auf. Die AfD bekam mehr als 20 Prozent der abgegebenen Stimmen in Mecklenburg-Vorpommern. Daraus machen Leute mit einer ausgeprägten Rechenschwäche, dass jeder Fünfte im Nordosten der Republik die Schmuddelkinder gewählt hat. Hallo, es waren nur gut 60 Prozent wählen. Zu hören und zu lesen ist auch, dass die Wähler der AfD alles abgehangene Menschen sind. Laut der Bundesagentur für Arbeit sind 9 Prozent der Menschen in diesem Bundesland arbeitslos. Das heißt, selbst wenn alle Arbeitslosen die AfD gewählt hätten - was so unwahrscheinlich wie Sonnenschein in der Nacht ist - reicht das nicht für den Wahlerfolg der AfD.

Hier zeigt sich mal wieder, dass all die Schnatterer vor allem eines können - nachplappern und sich so gern und selbstverliebt selber hören. Wenn sie nämlich am Wahlabend mal zugehört hätten, dann hätten sie gehört, dass auch Selbstständige und Unternehmer zu den AfD-Wählern gehören. Schön, es gibt auch rechtsradikale und völkisch eingestellte Unternehmer, die AfD wählen. Und die anderen? Gehören die zu den Abgehangenen in dieser Gesellschaft? Doch wohl eher nicht. Schließlich ist der Mittelstand ja Stütze der Gesellschaft. Zumindest behaupten das in Sonntagsreden immer wieder die Politiker aller Schattierungen.

Hört man nun mal zu, was der so viel beschworene Mittelstand zu sagen hat, so hört man nur recht selten Lob für die politischen Eliten. Ganz im Gegenteil, die Unternehmer und Freiberufler sind die Abgehangenen der Gesellschaft. Das meine ich nicht mit Blick auf deren Konto, sondern mit Blick darauf, wie die Politik mit ihnen umgeht. Es gibt immer mehr Bürokratie, immer mehr Abgaben und Vorschriften, immer mehr Kosten. Sie werden aufgefordert Lehrstellen zu schaffen, Arbeitsplätze zu schaffen oder zumindest zu erhalten und sich dann auch noch vor Ort einzubringen. Von den Unternehmen fordert man für jede politische Entscheidung - man denke nur an die Russland-Sanktionen - Verständnis zu haben. Doch geht es beispielsweise um die Verteilung der Steuereinnahmen, bleiben Unternehmer und Freiberufler außen vor.

Und die Politik? Die hat Null Verständnis für die, die als das Rückrat der Gesellschaft gelten. Dabei weiß doch jeder, dass ein beschädigtes, ein schmerzendes Rückrat jeden ganz schnell total ausbremsen kann. Versagt die Schulmedizin - sprich die etablierten Parteien - so gehen viele zu denen, die eine alternative Heilung versprechen. Einer dieser selbsternannten Heiler ist die AfD. Wer nun denkt, dass die Schulmedizin sich Gedanken darüber macht, wie man das angeschlagene und ermüdete Rückrat wieder aufrichten kann, der irrt. Was man hört, ist ein aufgeregtes Geschnatter von artgerecht gehalteten Politikern, Journalisten und Experten, die sich zumindest über ihre mediale Präsenz freuen können.

Noch habe ich die Hoffnung nicht völlig aufgegeben, dass sich das Land, dass sich die Politik daran erinnert, dass die Bundesrepublik Deutschland nicht der DDR beigetreten und somit kein sozialistisches Land ist. Unternehmer braucht das Land. Wenn die aber nicht mehr glauben, dass das von der Politik nicht nur verstanden sondern auch gelebt wird, dann haben wir den Salat, wie gerade in Mecklenburg-Vorpommern gesehen.

Mit etwas weniger Frust im Bauch gibt es jetzt Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 06.09.2016

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