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Aufgespießt: Sommertour - Putbus/Rügen

Die weiße Stadt liebt Rosen

(Helmut Harff/Chefredakteur) Putbus ist eine weitgehend unbekannte Stadt auf Rügen. Der Name von Rügens jüngster Stadt leitet sich vom slawischen epod boz ab und bedeutet hinter dem Holunderbusch. Vielleicht wurde das älteste Seebad auf der Insel und in Pommern deshalb noch nicht wirklich entdeckt.

Entdeckt hatte dagegen Fürst Malte zu Putbus, was in seiner Residenzstadt steckt. Er machte Putbus nach dem Vorbild von Bad Doberan und Heiligendamm zum ersten Seebad auf Rügen. Ihm verdankt die Stadt auch ihr Residenztheater. Leider wurde das Putbuser Schloss 1962 gesprengt.

Wer sich heute heute beispielsweise mit dem Rasenden Roland auf Entdeckungstour durch Rügen begibt, der wird irgendwann ganz sicher in Putbus landen. Die Stadt, der dieser Titel erst am 2. Juli 1960 verliehen wurde, muss auch einfach auf der To-do-Liste jedes Rügenurlaubers stehen. Noch ist das allerdings nicht so und das hat Putbus nicht verdient.

Putbus hat den Beinamen "Weiße Stadt". Der hat seinen Ursprung darin, dass die Häuser alle weiß gestrichen sind. Auch das soll auf den prägenden Fürst Malte zu Putbus zurück gehen, der im Übrigen auch das Jagdschloss Granitz errichten ließ. Auch das ist bequem mit dem Rasenden Roland - der Rügener Schmalspurbahn - erreichbar.

Doch zurück zu Putbus, der Weißen Stadt, die sich auch völlig zu Recht Rosenstadt nennen kann. Im Zentrum der Stadt, am sogenannten Circus zeigt sich Putbus in blendendem Weiß. Viel der historischen Gebäude, die alle unter Denkmalsschutz stehen, sind bereits saniert, bei einigen stehen die Arbeiten an. Wenige warten noch auf finanzkräftige und kulturinteressierte Investoren und/oder Liebhaber. Doch nicht nur die weißen Villen im klassizistischen Stil beeindrucken. Das Weiß der Fassaden wird auf Schritt und Tritt durch das Rot, Gelb und sogar Blau der unzähligen hochstämmigen Rosen unterbrochen. Ein Eldorado für Insekten, andere Rosenliebhaber und Fotografen.

Der Circus Putbus gilt als der letzte einheitlich ausgeführte Rondellplatz in Deutschland. Fürst Wilhelm Malte I ließ dieses Ensemble im Zusammenhang mit der Gründung des Pädagogiums nach dem Vorbild des 2Circus2 im englischen Badeort Bath und französischer Anlagen ab 1828 anlegen. Das größte Haus am Circus ist das ehemalige Pädagogium zu Putbus, das 1833-1836 nach Plänen Johann Gottfried Steinmeyers errichtet wurde. Heute befindet sich da unter anderem die Galerie von Susanne Burmester.

Nicht versäumen darf man als Putbus-Besucher einen Abstecher in den Schlosspark. Auch er wurde 1804 von Wilhelm Malte I. im Stil eines französischen Parks angelegt und im Stil eines englischen Landschaftsparks weitergeführt. Wenn man sich von dem schönen Ausblick auf die Boddenlandschaft losgerissen hat, sollte man sich auch der Orangerie - auch hier gibt es Ausstellungen - sowie dem Marstall, dem Affen- und dem Vogelhaus und dem Mausoleum zuwenden. Ein Muss ist ebenfalls ein Besuch der zwischen 1830 und 1835 errichteten Schlosskirche.

Es ist Jahrhunderte her, dass die Menschen hier hinter dem Holunderbusch wohnten. Heute ist Putbus ein Kleinod, dem man auf jeden Fall seine Aufwartung machen muss.

 


Veröffentlicht am: 12.09.2016

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