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Automobil-News vom 1. Oktober 2016

Michael Weyland informiert



Grafik: Recaro Automotiv Seating

Alle reden vom autonomen Fahren, wir tun das jetzt auch mal. Für die einen ist es eine Traumvorstellung, sich in ihr Auto zu setzen, per Sprachbefehl das Ziel einzugeben und das Auto fährt selbständig dorthin, während wir die Zeitung lesen, Mails beantworten, im Internet surfen oder sogar einen Film anschauen. Für andere hingegen ist die Vorstellung gruselig. Doch in jedem Fall gibt es noch viel zu tun, bis es soweit ist. Denn für dieses Szenario muss sich auch im Innenraum noch einiges tun. Beispiel. Die Sitze!

Darum geht es diesmal

Der Begriff „Autonomes Fahren“ ist seit geraumer Zeit in aller Munde. Dass das auch für einen Sitzhersteller  wie Recaro neue Herausforderungen bedeutet, merkt man erst beim zweiten Hinschauen. Denn zunächst mal denkt man ja lediglich daran, wie das Auto alleine fährt. Markus Kussmaul, Vice President Sales und Marketing bei Recaro Automotiv Seating:  

Foto: Recaro Automotiv Seating

Markus Kussmaul:  
Also bei Recaro glauben wir, dass wir da eine Evolution vor uns haben, wir glauben nicht, dass es eine Revolution wird – also ab Morgen sitzen wir alle nur noch im Auto, trinken Kaffee, lesen Zeitschrift  - sondern es wird verschiedene Stufen geben, wie wir dann dorthin kommen, und in einem, letztendlich Szenario, wo wir dann wirklich autonom fahren werden,  wird der Sitz eine prinzipiell andere Funktion haben müssen als wir sie heute kennen.

Mir wäre zum Beispiel wichtig, dass ich nicht mehr oder weniger eingeengt und starr in einem hervorragenden, aber eng angepassten Sitz vor dem Lenkrad sitze, sondern gemütlich und entspannt beispielsweise die Zeitung lese. Ich will Platz um mich herum haben und mich wohlfühlen.

Markus Kussmaul:   

So wie Sie es richtig sagen: Wir werden Platz brauchen, wir werden uns bewegen müssen und bewegen wollen. Wir wollen uns drehen, wir wollen kommunizieren, wir wollen eventuell schlafen im Extremstfall, wobei das wirklich noch in ferner Zukunft ist, all dies hat aber zur Konsequenz, dass sich das Umfeld des Sitzes und was der Sitz letztendlich für den Insassen bringen muss, verändert. Das heißt, Sicherheit ist ein Riesenthema, Komfort ist ein Thema und letztendlich auch die Sitzposition, um die verschiedenen Aktivitäten zu machen!

Natürlich hat man bei Recaro schon alle möglichen Szenarien durchgespielt. Zu den komplexesten Situationen gehört ganz sicher, wenn man während der Fahrt seinen Sitz um 180 Grad drehen will,  was sicherlich häufig vorkommen wird, und mittendrin passiert ein Unfall.

Markus Kussmaul:   
Stellen Sie sich einfach vor, der Fahrersitz ist um 90 Grad gedreht. Dann sitzen Sie letztendlich mit dem linken Ohr zur Fahrtrichtung. Wenn Sie dann einen wirklich kapitalen Unfall haben, wird Ihr Körper anders belastet als er es heute ist, der Sitz wird anders belastet, und der heutige Gurt – um nur mal ein Beispiel zu nennen – wird Sie nicht halten können!  Wir werden also die Sitzgeometrie zu verändern haben und wir werden auch ganz andere  Rückhaltesysteme in dem Sitz brauchen, um überhaupt den Fahrer sicher durch so eine Crashsituation zu bringen. Denn wir werden höchstwahrscheinlich für eine lange Zeit immer noch mit einem Unfall rechnen müssen.

Damit ist auch klar, dass die Ingenieure von Recaro in den nächsten Jahren noch viel Entwicklungsarbeit vor sich haben. Denn so viel ist klar. Es wird sicher keiner einen Parkplatz ansteuern wollen, nur um den Sitz zu drehen.

Und das ist nur eine von vielen Anforderungen, die nicht nur bei Recaro gelöst werden müssen. Man kann also jetzt schon feststellen, dass auf dem Weg hin zum autonomen Fahren noch viele Hürden zu überwinden sind!

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/autonews20160930_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 01.10.2016

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