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23.09.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Was bleibt?

(K)ein pessimistischer Ausblick

Wir bewundern heute alte Städte. Wir besuchen Kirchen - keine auf den Dörfern, große in Köln oder Rom. Wir schätzen vor vielen Jahren angelegte Parkanlagen und die dazugehörigen Schlössen und Herrenhäuser. Wir sind stolz darauf, was uns unsere Vorfahren hinterlassen haben, stellen es unter Schutz und geben viel Geld für den Erhalt dieser zum Teil einmaligen Hinterlassenschaften aus.

Wie wird das in 100, 200 oder mehr Jahren aussehen? Was werden die Menschen dann bewundern? Die Orte, die dann noch 100, 200 oder mehr Jahre älter sind als heute? Was sagen die Leute zu dem, was wir ihnen hinterlassen haben? Klar, gibt es mit Steuergeldern errichtete Gebäude und solche, die beispielsweise von Unternehmen gebaut wurden. Doch was wird davon überleben? Ist nicht vieles schon aus Kostengründen so gebaut, dass es die nächsten 100 oder 200 Jahre gar nicht überleben soll? Wird nicht vieles auch einfach abgerissen um Platz für neues zu schaffen?

In welchen Parks werden die Menschen in 100, 200 Jahren oder noch später spazieren gehen, welche außergewöhnlichen Gebäude werden sie dabei bewundern und besuchen? Gibt es heute noch Menschen, die solche Anlagen hinterlassen? Gibt es Menschen, die heute viel Geld für Parks und Herrenhäuser - sprich Villen - hinterlassen, wie es unsere Vorfahren taten?

Man kann diese Frage auf den ersten Blick mit einem klaren nein beantworten. Unsere Vorfahren waren da viel bauwütiger, viel kunstsinniger, viel mehr darauf bedacht, etwas der Nachwelt zu hinterlassen. Das kann man zumindest meinen. Doch stimmt das? Ja und nein, denn was bewundern wir heute? Wir bewundern, was Kriegen, Bränden und der Spitzhacke nicht zum Opfer gefallen ist. Wir bewundern, was nicht eine Generation, sondern was über die Jahrhunderte von Millionen Menschen errichtet und erschaffen wurde. Vieles von dem, was wir heute so hoch schätzen, fand nicht die Anerkennung zu den Zeiten seiner Entstehung. Vieles war auch damals nicht für die Ewigkeit, nicht einmal für die nächsten Generationen gedacht.

Wenn man mit diesem Blick auf die Geschichte unser Treiben beobachtet, so ist vielleicht klar, dass einige der Gebäude, einige der Parkanlagen die Jahrhunderte überdauern werden. Vieles von dem, was wir heute an Modernem so schätzen wird keine Gnade vor dem geschichtlichen Rückblick von späteren Generationen finden. Einiges wird einfach zusammenfallen, anderens wie auch immer verschwinden. Aber, spätere Generationen  werden Parks und Häuser bewundern, von  denen wir kaum etwas ahnen. Das war schon immer so. Wer kannte schon die Schlösser und Parks der Schönen und Reichen vor mehreren Jahrhunderten und wer kennt die der heute Lebenden.

Ich wüsste gern, was man in 100, 200 oder mehr Jahren über uns sagt. Ich wüsste gern, was man aus unsere Zeit in Museen ausstellt, welche Gebäude man dann für erhaltenswert hält. Ich glaube, nein ich bin sicher, dass ich ganz schön erstaunt wäre.

Ganz sicher interesiert dann niemand, was ich heute gefrühstückt habe.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 05.10.2016

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