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Aufgespießt: Der Hund

Heute ist Welthundetag

(Helmut Harff/Chefredakteur) Nein, keine Sorge, ich grille keine Hunde. Wenn ich Hunde esse, dann in seiner kalten Form als "kalter Hund" oder in seiner länglichen Version als "Hot-Dog". Ansonsten gehöre ich zu denen, die Hunde nicht unbedingt zum Fressen gern haben.

Wie ich dennoch auf den Hund gekommen bin? Daran ist kein Vierbeiner schuld. Die trifft einen unbekannten Zweibeiner, der sich irgendwann mal ausgedacht hat, am 10. Oktober jeden Jahres den Welthundetag zu begehen. Ob das - Achtung Klischee - Köche aus China, Veranstalter von Hunderennen, Züchter aus Osteuropa, Hundefutterhersteller aus Deutschland, Designer von Hundemode oder einfach nur Hundeliebhaber waren - selbst Wikipedia schweigt sich aus. Es scheint niemand zu wissen.

Zumindest den Hunden ist das mit Sicherheit völlig egal. Mir auch und ich finde, der Welthundetag ist so überflüssig wie die Tretminen, die die Vierbeiner hinterlassen. Nein, ich bin kein Hundehasser, hatte sogar jahrelang selber als Ko-Besitzer einen Collie. Wenn, dann stehe ich mit Hundehaltern auf Kriegsfuß. Ich meine vor allem jene "Hundefreunde", für die Hunde Partner- oder noch schlimmer Kinderersatz sind.

Für mich würde ein Welthundetag dann Sinn machen, wenn sich Tierschützer, Hundezüchter, Hundeindustrie, Hundehalter-Vereine und schlicht alle Hundehalter dafür einsetzten, dass Hunde artgerecht gehalten werden. Hunde im Mäntelchen und mit Brille, Hunde im Bett von Herrchen oder Frauchen, Hunde mit lackierten Pfoten, Hunde im Hundewellnesstempel - das sind für mich alles gravierende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Gegen das verstößt aus meiner Sicht auch, wer seine Hunde verfetten lässt, wer nicht mit ihnen ausreichend spazieren geht, wer ihnen nicht ermöglicht, zu schnuppern, zu rennen - eben Hund zu sein.

Nun höre ich, dass genau das in Städten immer schwieriger wird. Stimmt, doch wenn ich Tiere, wenn ich Hunde wirklich liebe, dann mute ich ihnen kein Leben in einer Zweizimmerwohnung im dritten Stock ohne Fahrstuhl und Hundeauslaufgebiet vor der Tür zu. Dann kann ich eben keinen Hund dort halten. Doch viele Hunde müssen dort leben. Niemand käme auf die Idee, sich einen kleinen Esel, ein Hängebauchschwein oder einen Kaiman in ähnlicher räumlicher Situation zu halten. Da würden wohl - so hoffe ich zumindest - die Behörden schnell aktiv werden.

Ich verstehe nur nicht, warum so viele Menschen einem Hund ein Leben zumuten, das - so sehe ich das - mit dem Leben von Schweinen in Mastbetrieben gleichzusetzen ist. Wo bleiben die Tierschützer? Wo bleiben Kampagnen für die artgerechte Haltung von Hunden in Menschenhand? Hat man Angst, dass die Hundehalter dann nicht mehr so fleißig für den Tierschutz spenden, während sie ihren Hund mit Leckerlies mästen?

Wenn ich recht überlege, ist so ein Welthundetag doch eine gute Sache, vorausgesetzt, es geht an diesem Tag wirklich um die Hunde und ihre Rechte und nicht um die Hundehalter und ihre Kaufkraft.

Liebe Hundehalter, feiern Sie doch am Montag den Welthundetag mit ihren Vierbeiner mit einem ausführlichen Spaziergang. Entsorgen Sie alles, was ein Hund eigentlich nicht braucht und lassen sie den Hund sein was er ist - ein treues Tier.

 


Veröffentlicht am: 10.10.2016

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