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Morgengruß von Helmut Harff: Viele Fragen

… und keine Antworten

Wenn es um das Klima und unsere Mobilität geht, dann geht es immer um E-Autos. Folgt man vielen sogenannten Experten, betroffenen Lobbyisten  und vielen Politikern, so können wir allein in Deutschland mit dem Umstieg auf Autos mit Elektromotoren wenn nicht die Welt, so doch die Erde vor dem Klimawandel retten.

Doch ich habe dabei viele Fragen – beispielsweise an Peugeot. Denen schickte ich vor nunmehr 12 Tagen diese Anfrage: „Ich habe gerade die Pressemeldung "Peugeot macht den i0n noch attraktiver - City-Stromer startet ab 19.800 Euro ins neue Modelljahr" vorliegen. Das Auto soll ja auch etwas für den gewerblichen Einsatz sein. Gibt es das Fahrzeug auch mit Hängerkupplung? Wie ist die Reichweite mit einer Ladung a) mit maximaler Zuladung und b) mit einem beladenen Hänger? Wie ist die Reichweite mit einer Batterieladung im bergigen Gelände, sagen wir im Harz oder im Hochgebirge? Sehe ich das richtig, dass das Auto nach einem Schnellladestop rund 100 Kilometer fahren kann? Gilt das für innerstädtische 50 km/h oder für 100 km/h auf der Stadtautobahn?“

Augenscheinlich muss man darüber beim französischen Autobauer sehr lange nachdenken, denn es gab bisher keine Antwort auf meine Fragen. Ansonsten ist man deutlich schneller. Vielleicht weiß man auch einfach die Antworten noch nicht, hat darüber noch nicht nachgedacht.

Ich glaube ohnehin, dass viele, die das E-Auto für die Lösung all unserer Klima- und Umweltprobleme halten, noch nicht richtig nachgedacht haben. Ich frage mich, woher all die Rohstoffe kommen sollen, die wir für die Produktion von x-Millionen Batterien benötigen. In einem Bericht erfuhr ich, dass wir dazu beispielsweise ein Vielfaches des heute produzierten Lithiums benötigen. Wo kommt das her? Wie ist das in absehbarer Zeit mit der Entsorgung von dieser Unmenge von Batterien? Schaffen wir die in die dritte Welt? Hierzulande werden sicherlich Umweltauflagen weder das Recycling, noch die Entsorgung des Abfalls erlauben.

Unser Verkehrsminister gab noch etwas zu bedenken: Er meinte in einem Interview, dass die Ökobilanz eines heutigen Elektromobils nicht besser sei, als die eines modernen und effizienten Dieselautos. Das gilt zumindest solange, so der Minister, wie wir immer noch Strom auf traditionelle Weise – also aus Kohle, Gas und Atomkraft – produzieren.

Mich interessiert auch, wann man auf die Rüstungsindustrie genauso Druck ausübt, wie auf die Pkw-Hersteller und deren Fahrer. Wie viele Fahrzeuge bei der Bundeswehr sind E-Autos, wann gibt es den ersten Panzer mit E-Motor?

Die Liste dieser Fragen könnte ich noch fortsetzen, auf Antworten hoffe ich schon längst nicht mehr. Das Thema E-Auto lenkt so schön davon ab, dass noch immer Millionen Menschen einfach auf das Auto angewiesen sind, weil man den öffentlichen Nahverkehr, aber auch den über längere Distanzen auf ein Minimum eingedampft hat. Da gegenzusteuern ist viel anstrengender und würde der öffentlichen Hand viele Milliarden Euro kosten. Da ist es doch wohlfeil, einer E-Auto-Pflicht für den Normalbürger das Wort zu reden. Die soll, so ist zu hören, 2030 kommen.

Bis dahin werde ich jetzt erst einmal eines machen – frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 11.10.2016

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