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Morgengruß von Helmut Harff: Hut ab

... vor Bob Dylan und das Nobelpreiskommitee

Heute ziehe ich meinen Hut ganz tief vor einem Mann, der mich durch mein ganzes Leben begleitet hat. Selbstverständlich meine ich Bob Dylan. Er bekam völlig zu Recht den diesjährigen Literatur-Nobelpreis zuerkannt. Seine Texte haben es verdient. Er bekam diese einzigartige Auszeichnung „Für seine poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Songtradition“ - wie es in der Begründung des Nobelpreiskommitees heißt.

Ich ziehe meinen Hut ebenfalls tief vor dem Nobelpreiskomitee der Schwedischen Akademie. Die Damen und Herren sprangen über den doch eher engen literarischen Schatten, indem sie einen Rockmusiker, nein dem Rockpoeten schlechthin den Literatur-Nobelpreis 2016 zuerkannten. Der heute 75-jährige Musiker, der am 24. Mai 1941 als Robert Allen Zimmerman in Duluth, Minnesota geboren wurde, stand schon seit Jahren auf der Liste derjenigen, die als Preisträger in Frage kommen könnten. Dennoch war sicherlich nicht nur ich überrascht, dass das Nobelpreiskomitee ihm dieses Jahr die Krone der Literaten zuerkannte.

Bob Dylan, das war und ist für mich zeitlebens die gute Seite Amerikas. Er prägte mein Bild von der USA, obwohl ich lange kein Wort von seinen Texten verstand. Es war einfach der Typ, der Mann und seine Musik, die mich faszinierte. Wenn er Blowin’ in the Wind anstimmt, dann bekomme ich noch heute eine Gänsehaut. Ich erinnere mich, schon in sehr jungen Jahren im Radio Bob Dylan gemeinsam mit Harry Belafonte und vor allem mit Joan Baez gehört zu haben. Ich habe ihn sicherlich auch gehört, als er mit Joan Baez und anderen Folksängern bei der Abschlusskundgebung des Civil Rights March nach Washington auftrat. Damals hielt Martin Luther King seine berühmte Rede I Have a Dream. Gänsehaut-Momente eben.

Live erlebte ich den Nobelpreisträger 2016 nur ein Mal. Das war anlässlich der 750-Jahrfeier Berlins im Treptower Park. Ich gehörte zu den gut 80.000 glücklichen Menschen, die eine Karte ergattert hatten. Doch das Konzert war eine Enttäuschung, er spulte einfach sein Ding auf der Bühne ab und war weg. Vielleicht war für DDR-Mark nicht mehr zu bekommen.

Doch von seiner Sprachgewalt, von seinen poetischen Neuschöpfungen bekam ich nichts mit. Mein Schulenglisch versagte da kläglich. So konnte ich auch nichts damit anfangen, wenn man ihn als den größten Rockpoeten bezeichnete. Ich konnte auch nicht feststellen, dass seine Texte von Woody Guthrie, einem der bekanntesten Vertreter der Folkbewegung, aber auch von symbolistischen Dichtern wie Arthur Rimbaud und Charles Baudelaire sowie von der Bibel beeinflusst waren und sind. Mir genügte, wie Bob Dylan seine Texte vortrug, seine Art, Musik zu machen.

Doch das schmälert nicht meine Verehrung für Bob Dylan - dem Literaturnobelpreisträger 2016.

Ganz sicher habe ich auch zum Frühstück noch sein Blowin’ in the Wind im Ohr.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 14.10.2016

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