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Morgengruß von Helmut Harff: Man könnte lachen

… wenn es nicht so traurig wäre

Auch einen Tag nach dem Wahlsieg von Donald Trump kann ich noch immer nur den Kopf schütteln. Nein, ich schüttele nicht den Kopf über die Entscheidung der US-Wähler. Die haben jedes Recht den Menschen zu wählen, den sie für zumindest das kleinere Übel halten. Ich schüttele den Kopf über unser Politiker und über weite Teile der Medien.

Hört man die verantwortlichen Politiker, verfolgt man die Leitmedien, die Talkshows im Fernsehen, so drängt sich der Eindruck auf, dass die wichtigste Macht der westlichen Welt zukünftig von einem Clown oder unberechenbaren Knallkopf regiert wird. Man hat den Eindruck, dass da jemand ins Weiße Haus einziehen wird, der die USA so abschotten wird, wie das einst die japanischen Kaiser taten. Man kann den Eindruck haben, dass der Enkel von deutschen Einwanderern die USA von genau solchen Menschen „säubern“ will. Ja, er will nur die Illegalen rauswerfen, doch das will ein Seehofer – und nicht nur er – auch. Auch wir schicken illegale Einwanderer wieder zurück.

Glaubt man dem hiesigen medialen Bild von Donald Trump, so müssen ab kommendem Jahr alle Frauen in den USA Miniröcke tragen, damit erfolgreiche Männer sie besser belästigen können. Ja, der designierte US-Präsident hat im Wahlkampf viel, sehr viel Unsinn geredet. Ja, das ging unter die Gürtellinie, doch es war eben Wahlkampf. Und unser Politiker, allen voran der Außenminister waren ja nicht besser. Wer einen möglichen Regierungschef des angeblich wichtigsten Verbündeten als Hassprediger bezeichnet und ihm nicht einmal zum Wahlsieg gratuliert, muss nur eines tun – zurücktreten. Als Bundespräsident hat sich Herr Steinmeier damit ohnehin absolut disqualifiziert.

Was mich noch den Kopf schütteln lässt, ist die Tatsache, dass in den Medien, vor allem aber in der Politik keiner Kontakte zum nächsten US-Präsidenten hat. Niemand hat mit ihm oder beispielsweise dem zukünftigen stellvertretenden US-Präsidenten geredet. Ich kenne kein Interview eines deutschen Mediums mit Donald Trum oder seinem Umfeld. Ich höre dagegen, dass niemand weiß, was Donald Trump will, wofür er steht. Was machen eigentlich unsere Geheimdienste, unsere Diplomaten, unsere angeblichen Experten, wenn sie augenscheinlich nicht den Hauch einer Ahnung haben, was da aus den USA auf uns zukommt. Haben alle den Kopf in den Sand gesteckt und auf eine Frau Clinton gehofft? Wenn dem so ist, sollten nicht nur einige Menschen in diesem Land ihren Arbeitsplatz räumen.
Mich erinnert das irgendwie an den Mauerfall, der vor 27 Jahre stattfand und der gestern total vergessen wurde. Damals hatte auch niemand in der Bundesrepublik alt einen Plan in der Tasche, wie man mit so einer Situation umgehen sollte.

Was mich auch den Kopf schütteln lässt, ist die Tatsache, dass es – folgt man den Medien und den verantwortlichen Politikern – nahezu niemand gibt, der dem Wahlsieg von Trump auch nur etwas Gutes abgewinnen kann, den sogar gut findet. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es solche Menschen auch in verantwortlichen Positionen nicht gibt. Doch wer sich heute zu Trump bekennt, der wird wahrscheinlich wie ein Katzenesser und Kinderschänder behandelt.

Ich bin wirklich gespannt, was sich da in den USA tut und wie Europa, wie Deutschland darauf reagieren wird. Ich bin gespannt, wie sich deutsche Politiker bei ihrem ersten Treffen mit dem Präsidenten Donald Trump verhalten. Gibt der Außenminister dem Hassprediger die Hand, lächeln sich Frau Merkel und Herr Trump an? Ich bin auch gespannt, wann man überhaupt anfängt miteinander zu reden. Ich bin auch gespannt, wann das erste Interview mit Trump von deutschen Medien geführt wird.

Ich bin mir sicher, dass ich noch viele Male Gelegenheit habe, den Kopf zu schütteln, wenn es um das Verhältnis der deutschen Eliten zum neuen US-Präsidenten geht.

Ganz ohne Kopfschütteln geht es jetzt an den Frühstückstisch.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 10.11.2016

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