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17.12.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Shoppen – aber wo?

Online oder beim Fachhändler – das ist wieder die Frage

Es ist Vorweihnachts- und damit Shoppingzeit. Die Sparschweine werden geschlachtet, das Geld wird unter der Matratze hervorgeholt oder die Kreditkarte zum Glühen gebracht. Schließlich spart man nicht, wenn es um Geschenke und gutes Essen und Trinken geht.

Wie schon in den Jahren zuvor ist diese Zeit auch die, in der man darüber diskutiert, wo man nun besser shoppt. Die Alternativen sind die Onlineshops und die stationären Geschäfte. Letztere jammern darüber, dass die Leute immer mehr online einkaufen. Umgekehrt kenne ich niemand aus dem Onlinehandel, der sich darüber erregt, dass die Menschen zum Einkaufen den Rechner im Stich lassen.

Gerade in der Provinz scheinen die dort ansässigen Händler keine wirkliche Antwort auf die Onlinekonkurrenz zu haben. Ihre Aktionen, mit denen sie Kunden vom Online-Shopping abhalten wollen, wirken manchmal rührend hilflos. So entschlossen sich beispielsweise in Forst/Lausitz, aber nicht nur dort, einige Händler, ihre Fenster zu verhängen. Sie wollten so zeigen, wie es aussieht, wenn die Geschäfte geschlossen sind. Komisch nur, dass man anschließend über die Aktion in den sozialen Netzwerken diskutiert. Leider hatten die Händler vergessen, ihre Internet- und Facebookadressen auf die verhängten Schaufenster zu schreiben. Ich befürchte allerdings, dass die meisten gar keine haben.

Mal abgesehen, dass die meisten Forster von der Aktion wohl eher auf Facebook oder aus der Lokalpresse erfahren haben, waren die verhängten Fenster die interessanteste Deko seit Jahren. Spaß machte es nämlich in den meisten Geschäften nicht einzukaufen. Schon viele Schaufenster laden nicht gerade dazu ein. Dazu kommt häufig ein mageres Angebot, eine sehr schlichte Warenpräsentation und vor allem eines – unmotivierte Händler. Als Kunde will ich umworben werden. Doch das ist leider bei vielen Einzelhändlern noch immer nicht angekommen – und das längst nicht nur in Forst.

Wenn man sich ansieht, wann die Leute online shoppen, dann wird ebenfalls klar, wo ein Problem des stationären Handels liegt. Online wird vor allem am Abend und am Sonntag eingekauft. Da hat kaum ein Geschäft offen. Hier sollten die Händler vor Ort mal darüber nachdenken, ihre Öffnungszeiten dem Lebensrhythmus derjenigen anzupassen, die Geld ausgeben – denen die arbeiten gehen. An die Politik geht die Forderung, endlich das so völlig lebensfremde Ladenschlussgesetz ersatzlos zu streichen. Das wäre doch ein schönes Wahlkampfthema für alle Parteien, die etwas für die regionale Wirtschaft tun wollen.

Ich glaube allerdings, dass es den meisten Weihnachtsshoppern so geht wie mir. Das eine kaufe ich online, das andere im Geschäft. Das liegt weniger am mangelnden Onlineangebot als daran, dass ich bestimmte Dinge vor dem Kauf in die Hand nehmen will. Hier wird sicherlich noch lange der stationäre Handel dem Onlinehandel überlegen sein. Das ist ein Pfund, mit dem Händler aber auch noch viel zu wenig wuchern. Sie haben in weiten Teilen auch bis heute nicht begriffen, welche Möglichkeiten das Internet auch ihnen bietet.

Meine Frühstücksbrötchen kommen immer noch vom Bäcker. Allein den Geruch von frischem Brot und Brötchen kann kein Online-Shop bieten.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und einen entspanntes Shoppen.

 


Veröffentlicht am: 22.11.2016

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