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24.11.2017

 

 

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Nachts im Freien

Fotografieren in der Finsternis

Die Nacht ist ein natürlicher Feind des Fotografen: Das Licht ist schwach, die Temperatur oft zu kalt und der Tau trübt das Objektiv. Trotzdem lohnt es sich, die natürlichen Herausforderungen auf dem Land und in der Stadt anzunehmen.

CHIP FOTO-VIDEO gibt fünf Tipps, mit denen Einsteiger und Profis visuell nach den Sternen greifen.

Wetter und Lichtverschmutzung überprüfen

Es macht wenig Sinn, in bewölkten Nächten die Sterne ablichten zu wollen. Informieren Sie sich daher vor Beginn des Ausflugs über die Gegebenheiten – und packen Sie für alle Fälle dicke Kleidung und warme Getränke ein. Weit entfernte Städte können zudem immer noch die Nacht zum Tag machen. Die Webseite lightpollutionmap.info zeigt, wo künstliche Beleuchtung den Himmel nur eingeschränkt erhellt und wenig bis keine Lichtverschmutzung herrscht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt sich die Milchstraße dann zu erkennen. Und mit ihr der diffuse Glanz von 300 Milliarden Sternen.

Treffsicher scharfstellen

Bei Dunkelheit das Motiv auf den Punkt zu treffen, stellt für den Autofokus eine fast unlösbare Mammutaufgabe dar. Erst recht, wenn Sie die Sterne am klaren Nachthimmel scharf bekommen möchten. Abhilfe schafft der manuelle Fokus, der an Objektiv oder Kamera aktiviert wird (»M« oder »MF«). „Anschließend drehen Sie den Fokus auf unendlich. Kontrollieren Sie am besten vor jedem Foto den Fokus, um sicherzugehen, dass Sie ihn nicht unabsichtlich verstellt haben“, rät Florian Schuster, Chefredakteur CHIP FOTO-VIDEO.

Objektiv und Stativ mitnehmen

Ein gutes Weitwinkelobjektiv ist Pflicht bei der Nachtfotografie. Die meisten Kit-Objektive starten mit einer Brennweite zwischen 18 und 24 mm, was zu Beginn ein guter Wert ist. Um einzelne Himmelskörper groß abzubilden, empfehlen die Experten von CHIP FOTO-VIDEO Brennweiten im Tele-Bereich. Zweites, absolutes Muss: ein Stativ. Mit dessen Hilfe lassen sich verwackelte Bilder vermeiden und Motive präziser fokussieren. Ein zusätzlicher Fernauslöser verhindert kleinste Erschütterungen an der Kamera. Da Langzeitbelichtungen viel Energie verbrauchen, empfiehlt es sich außerdem, mehr als einen vollgeladenen Akku einzustecken.

Tau vorbeugen

Sobald das Objektiv abkühlt, bilden sich feine Tröpfchen auf der Oberfläche. Abhilfe schafft in milderen Nächten eine Socke, die um das Modell gewickelt wird. Im Fachhandel gibt es spezielle Heizmanschetten, die das Objektiv auf Temperatur halten. Extra-Plus für klare Bilder: UV-Filter gegen Zerkratzen und Feuchtigkeit.

Mond einfangen

Um die feinen Details des Mondes wie Krater einzufangen, benötigen Sie ein Teleobjektiv. Bei langen Brennweiten können allerdings schon kleinste Vibrationen zum Problem werden und die Aufnahme verwackeln. Benutzen Sie daher eine kurze Verschlusszeit und gehen Sie lieber etwas mit der ISO hoch. Beim Einsatz einer DSLR empfiehlt es sich, zusätzlich die Spiegelvorauslösung zu aktivieren.

Noch mehr Praxistipps für die perfekte Nachtfotografie finden Sie in der CHIP FOTO-VIDEO 2/2017.

Foto: Jessica Strunkeit

 


Veröffentlicht am: 04.01.2017

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