Startseite  

23.10.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Unwörter

... sind nun mal nicht schön

Unwörter heißen so, weil sie nun mal unmögliche Worte sind. Das diesjährige Unwort des Jahres "Volksverräter" ist aber für mich so unmöglich, dass ich hier die Jury kritisieren muss.

Warum die Kritik? Die Jury schreibt in ihre Begründung für diese Wahl selber, das man "in diesem Jahr sehr lange diskutiert, ob das „Unwort des Jahres 2016“ wirklich aus dem plakativen und polemischen Sprachgebrauch stammen sollte, den Angehörige und AnhängerInnen von Pegida, AfD oder ähnlichen Initiativen verwenden". Verständlich, war doch schon im vergangenen Jahr mit "Lügenpresse" ein Begriff zum Unwort des Jahres gewählt worden, das genau aus diesem Umfeld stammte.

Ich finde, so kann man auch politische Gruppierungen aufwerten. Ob das allerdings im Sinne der Jury lag? Das Wort "Volksverräter" war übrigens auch nicht unter den Top-Ten der eingereichten Vorschläge.

Darunter waren allerdings auch nicht meine Topfavoriten. Mein persönliches Unwort des Jahres ist "Gefährder". Es wird inflationär gebraucht und niemand weiß eigentlich genau, wer oder was ein Gefährder ist. Gefallen hätte mir auch "K-Frage". Mit dem Begriff ist die Suche nach dem Kanzlerkandidaten gemeint. Gefreut hätte ich mich auch, wenn "Bundespräsidentenkandidatensuche" zum Unwort des Jahres gekürt worden wäre.

Wobei, es gibt noch ein Wort mehr, das in die engere Wahl gehört. Ich meine das Wort "Terroranschlag". Kaum ein Begriff mehr hat 2016 unser Leben geprägt. Man kann das auch durch "Terrorangst" ersetzen. Alle Begriffe passen glaube ich als Unwort des Jahres mehr zu 2016 als "Volksverräter".

Jedes Jahr habe ich auf meiner persönlichen Liste noch zu stehen "Euroskeptiker", "Steuerbescheid" und "private Altersvorsorge".

Und dann ist da noch eine Frage: Darf man eigentlich Namen zum Umwort des Jahres ernennen? Dann hätte sicherlich nicht nur bei mir Donald Trump die allergrößten Chancen gehabt. Horst Seehofer würde sich in dieser Liste auch ganz oben wiederfinden.

Zum Wort das Jahres würde ich auf jeden Fall "genießen" machen. Das tue ich jetzt - am Frühstückstisch.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 11.01.2017

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit