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BRUT

Schwärmer, Spinner, Spanner

Maximilian Prüfer arbeitet seit sechs Jahren an der Entwicklung eines eigenen Druckverfahrens: Mittels »Naturantypie« zeichnet der Künstler Flügelschläge von Nachtfaltern, Wege von Ameisen oder Schleimspuren von Schnecken auf und hinterfragt ihre strukturellen Prozesse. Prüfers Arbeiten sind höchst ästhetische Objekte und konzeptionelle Auseinandersetzung mit der Welt. Die Publikation BRUT ist Prüfers erste Monografie.

»Mich faszinieren Bewegungen und Muster; Zeit; Raum und das was fliegt«, erklärt Maximilian Prüfer. Der 30-Jährige hat eine Drucktechnik entwickelt, die es ihm ermöglicht, selbst minimalste Bewegungen visuell zu erfassen und als Abdruck dauerhaft zu konservieren. Sein speziell beschichtetes Papier ist so sensibel, dass es Abdrücke von Ameisen oder Flügelschläge von Faltern sichtbar werden lässt.

Prüfer überträgt einen Anteil des Bildentstehungsprozesses dem Zufall, greift jedoch auch provozierend in die Bewegungen ein: Mittels Duftspuren, Ködern und Begrenzungen gibt er Wege vor und visualisiert die Prinzipien der Emergenz.

Der Schwarm als Strukturmodell, die Druckfläche als Seismograph kleinster Ist-Zustände: Wie verhalten sich Lebewesen in bestimmten Situationen, wie organisieren sie sich – und lassen sich daraus Regelmäßigkeiten ableiten? Prüfer führt einen Dialog mit der Natur und erforscht soziale sowie pilosophische Modelle am Beispiel der Tiere. Dabei betrachtet er insbesondere die Wechselseitigkeit zwischen Kultur und Evolution und setzt seine Erkenntnisse in Bezug zum Verhalten des Menschen.

Doch nicht nur die Spuren von Kleinstlebewesen sind ein zentrales Thema der Kunst, mit der sich Prüfer als Chronist der Veränderung vorstellt. Auch die Bewegungen des Wassers oder die Lebendigkeit eines toten Fisches werden existentiell hinterfragt. » Die menschliche Anatomie erlaubt im bildschaffenden Moment ein bestimmtes Potenzial an Bewegung und somit der Darstellung. Mittels der Naturantypie ermögliche ich fast jeder Bewegung eine Darstellung auf dem Bild. Grundlage für jedes meiner Bilder ist ein genaues Konzept des
Bildes, das ich jedoch meist nicht durch mich selbst, sondern mittels eines natürlichen Phänomens oder Bewegungen umsetzen lasse. Mich fasziniert ganz einfach gesagt, wie man komplexe Themen sichtbar machen oder eine Möglichkeit der Erklärung finden kann.«

Mit BRUT erscheint nun seine erste Monografie. Essays der Autoren Markus Gabriel, Roman Grabner, Alexandra Grimmer und Claire Breukel laden ein, sich mit den existentiellen Fragen der Welt zu beschäftigen – und eigenen Spurendeutungen nachzuspüren.

BRUT

Maximilian Prüfer
Texte Claire Breukel, Markus Gabriel, Roman Grabner, Alexandra Grimmer
Gestaltung Alexandra Fuchs, Maximilian Prüfer
Verlag: Hatje Cantz 
Preis: 39,80 Euro
ISBN 978-3-7757-4249-8

 


Veröffentlicht am: 19.01.2017

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