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29.05.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Aschermittwoch

Fasten ist angesagt

Heute ist also Aschermittwoch. Aschermittwoch? Das ist der Beginn der Fastenzeit. Doch der Tag hat noch eine andere Bedeutung, wie Wikipedia verrät.

Im Onlinelexikon ist zu diesem Tag zu lesen: "Die Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, in der Heiligen Messe dieses Tages die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche zu bezeichnen. Der Empfang des Aschenkreuzes gehört zu den heilswirksamen Zeichen, den Sakramentalien." Mich als Preuße und Protestant würde interessieren, ob heute wirklich alle Katholiken mit einem Kreuz auf der Stirn rumlaufen. Vielleicht schalte ich nachher mal einen bayrischen Fernsehsender ein.

Heute beginnt aber wie schon geschrieben die Fastenzeit. Hierzu erfährt man bei Wikipedia: "Als Fastenzeit wird in der Westkirche der 40-tägige Zeitraum des Fastens und Betens zur Vorbereitung auf das Hochfest Ostern bezeichnet. Diese Periode galt im alten Rom als Bußzeit für öffentliche Sünder und gleichzeitig als Vorbereitungszeit der Katechumenen (Taufbewerber) auf die Taufe, die damals nur in der Osternacht gespendet wurde."

Ha, alle öffentlichen Sünder müssen büßen - zumindest die katholischen. Ob Horst Seehofer nun im Büßergewand rumläuft oder 40 Tage fastet? Ostern werden wir es spätestens wissen und an seinem Bauchumfang sehen.

Doch das Fastengebot gilt nicht für die Protestanten, zumindest wenn man sich auf Martin Luther beruft, der in seinem Sermon von den guten Werken schreibt: „Ich will jetzt davon schweigen, dass manche so fasten, dass sie sich dennoch vollsaufen; dass manche so reichlich mit Fischen und anderen Speisen fasten, dass sie mit Fleisch, Eiern und Butter dem Fasten viel näher kämen … Wenn nun jemand fände, dass auf Fische hin sich mehr Mutwillen regte in seinem Fleisch als auf Eier und Fleisch hin, so soll er Fleisch und nicht Eier essen. Andererseits, wenn er fände, dass ihm vom Fasten der Kopf wüst und toll oder der Leib und der Magen verderbt würde […], so soll er das Fasten ganz gehen lassen und essen, schlafen, müßig gehen, so viel ihm zur Gesundheit nötig ist.“

Deutlich wird aus diesem Zitat, dass Luther das Fasten als eine Art individuelles Trainingsprogramm versteht. Daher kann nicht das gleiche Verzichtsverhalten allen gleichermaßen empfohlen oder gar verordnet werden.

Na, das wird ja lustig, die Protestantin Angela Merkel muss genau wie Katrin Göring-Eckardt, Frauke Petry und der Moslem Cem Özdemir nicht fasten, die Katholiken Marin Schulz und Horst Seehofer schon. Ob das den Wahlkampf beeinflusst?

Es ist doch gar nicht so verkehrt, ein Lutheraner, ein Protestant zu sein. Da kann ich auch die nächsten 40 Tage frühstücken, das Handy benutzen, im Internet arbeiten und muss auch auf sonst nichts verzichten.

Ihnen wünsche ich eine genussvolle Fastenzeit oder eben doch ein solches Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 01.03.2017

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