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27.03.2017

 

 

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Die nächsten Oldtimer

GTÜ deckt Stärken und Schwächen auf



Besitzer von Autos aus dem Baujahr 1987 dürften sich freuen: Ihre Youngtimer werden in diesem Jahr zum Oldtimer. Mit dem besonderen Nummernschild, dem H-Kennzeichen, für mindestens 30 Jahre alte Fahrzeuge in erhaltenswürdigem Zustand, sind ein steuerlicher Vorteil und oft auch vorteilhaftere Bedingungen bei der Versicherung verbunden. Es ist aber auch so etwas wie die „amtliche Adelung“ zum Oldtimer.

Doch wie sieht es mit dem technischen Zustand der „neuen“ Klassiker aus? Die Classic-Experten der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) haben sich einige der beliebtesten Neuzugänge genauer angeschaut, den einen oder anderen technischen Mangel aufgespürt und ihre Stärken und Schwächen in einem Ranking aufgelistet.

Mängelzwerg unter den „neuen“ Oldtimern ist das Mercedes Coupé (124C). Genau 42,4 Prozent der von GTÜ-Prüfingenieuren gecheckten Wagen absolvierten die Hauptuntersuchung „ohne erkennbare Mängel“, dicht gefolgt vom Ford Sierra mit 39,4 Prozent mängelfreien Fahrzeugen. Den dritten Platz mit 37,6 Prozent belegt der Mazda 626.



Absoluter Mängelriese unter den Neuen in der großen Familie der Klassiker ist der Peugeot 405. Von diesem Modell ist ein großer Teil (38,3 Prozent) der Fahrzeuge mit schwerwiegenden Mängeln behaftet. Auch beim Audi 90 sind über ein Drittel (34,2 Prozent) der Wagen mit erheblichen Mängeln unterwegs.

Mit den charakteristischen Rückleuchten im Dreiecksformat war die Limousine schon fast drei Jahre auf dem Markt, als Mercedes-Benz den Zweitürer der 1993 dann in E-Klasse umbenannten Baureihe W 124 im Jahr 1987 zu den Händlern brachte. Konstruktive Unterschiede waren verstärkte Bodengruppe und Säulen. Die Karosserieform als Coupé erhöhte den Glamourfaktor und auch den Preis. Bei den von der GTÜ untersuchten Fahrzeugen waren über 40 Prozent der Coupés mängelfrei. Rund 28 Prozent dieses Modells waren mit erheblichen Mängeln unterwegs, 29 Prozent mit geringen Mängeln. Damit belegt der 124C den Spitzenplatz mit den geringsten technischen Mängeln unter den „jungen Alten“. Hauptmängel sind hier die Umweltbelastung, Beleuchtung, Elektrik, Achsen, Räder und Reifen.

Flachere Frontscheinwerfer und endlich ABS – so kam 1987 die zweite Generation des Ford Sierra aus Köln auf den Markt, das lange Zeit als Rentnerauto verschrien war. Aber die Rallye-Erfolge des Mittelklasseautos sprechen eine andere Sprache. Knapp 40 Prozent der von der GTÜ geprüften Fahrzeuge waren mängelfrei. Rund 32 Prozent wiesen erhebliche Mängel auf und 29 Prozent hatten geringe Mängel. Häufige Mngel waren Umweltbelastung, Fahrgestell, Rahmen, Aufbau, Aufhängung, Beleuchtung und Elektrik.



Im Herbst 1987 gab es die um zehn Zentimeter gewachsene dritte Auflage des Mazda-Flaggschiffs erstmals in Deutschland zu kaufen. Der zunächst als Fließ- und Stufenheck erhältliche 626 war üppig ausgestattet. Nur der Diesel war noch nicht zum Höhenflug angetreten: Im 626 gab es einen einzigen Selbstzünder, der nur 60 PS Leistung abgab. Beim Mazda halten sich Wagen ohne Mängel und diejenigen mit erheblichen Mängeln knapp die Waage (37,6 zu 36,4 Prozent). Lediglich 26 Prozent sind mit geringen Mängeln unterwegs. Mängel wurden vor allem an Fahrgestell, Rahmen, Aufbauten, Bremsanlage, Beleuchtung und Elektrik festgestellt.

Kombis gehörten bis dato nicht gerade zum Markenzeichen von BMW. Doch mit dem intern E30/5 genannten 3er Touring schlugen die Münchner ein neues Kapitel auf, dessen Erfolg einen Türöffner für den später offiziell auch beim 5er eingeführten Kombi darstellte. Der Innenraum galt als ebenso fein wie praktisch. Die recht kräftigen Motoren waren teils mit Allradantrieb zu haben. Beim 3er sind mehr als ein Drittel der Wagen mängelfrei als Oldtimer unterwegs. Rund 35 Prozent sind allerdings mit schwerwiegenden Mängeln behaftet, an die 28 Prozent mit geringen Mängeln. Als Hauptmängel erwiesen sich auch hier die Umweltbelastung, Beleuchtung, Elektrik, Achsen, Räder, Reifen und Aufhängungen.

Im April 1984 brachte Audi die mit zahlreichen Annehmlichkeiten und Extras versehene Version des Audi 80 als Audi 90 auf den Markt. Drei Jahre darauf folgte die zweite Generation (Typ 89) mit besserer Ausstattung, Chromleisten, einer anderen Beleuchtung und kräftigeren Motoren. Darunter war auch ein Fünfzylinder mit 2,3 Litern Hubraum. Auch bei diesem Modell liegt die Zahl der Fahrzeuge mit schwerwiegenden Mängeln und ohne Mängel fast gleichauf (34,2 zu 33,4 Prozent). Rund 32 Prozent weisen geringe Mängel auf. Die stellen Hauptprobleme stellen auch hier die Umweltbelastung, Beleuchtung, Elektrik und die Bremsanlage dar.

Mit seinem seinerzeit als sehr modern empfundenen windschlüpfrigen Design mischte der Peugeot 405 in der Mittelklasse mit. Vor allem die Motoren galten als langlebig. Neben einem recht breiten Angebot mit 1,4- bis 2,0-Liter-Aggregaten von 64 bis 158 PS waren auch Allradantriebe verfügbar. Der Franzose bildet dennoch das Schlusslicht unter den von den GTÜ-Sachverständigen geprüften „Neuoldtimern“. An über 38 Prozent der Fahrzeuge fanden die Ingenieure schwerwiegende technische Mängel. Genau 34 Prozent hatten geringe Mängel. Nur knapp 28 Prozent dieses Modells wurde Mängelfreiheit bescheinigt. Anlass zu Klagen gaben die Punkte Umweltbelastung, Fahrgestell, Rahmen, Aufbau, Beleuchtung, Elektrik und Bremsen.

Die Gesellschaft für Technische Überwachung rät, vor dem Kauf eines Oldtimers das Wunschfahrzeug unbedingt von einem Fachmann checken zu lassen. Dies spart mit Sicherheit Geld, Zeit und Ärger. (ampnet/jri)

Fotos:
Auto-Medienportal.Net/Daimler
Auto-Medienportal.Net/Peugeot
Auto-Medienportal.Net/Ford
Auto-Medienportal.Net/Mazda

 


Veröffentlicht am: 06.03.2017

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