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27.06.2017

 

 

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Grüner Tee – ein besonders wohltuendes Getränk

... aber auch ein Wundermittel?

Die alten Gallier hatten ihre Druiden, von denen – laut Comic-Überlieferung – zumindest einer aus Kräutern und Misteln einen „Zaubertrank“ zu brauen verstand, der übernatürliche Kräfte verlieh. Ganz so extrem verhält es sich beim Grünen Tee nicht.

Aber auch ihm werden wahre Wunderwirkungen als Heilmittel nachgesagt, die allerdings vielfach noch des wissenschaftlichen Beweises harren. Sicher ist jedoch, dass man zur Zubereitung Grünen Tees nicht der außerordentlichen Kenntnisse eines besonderen Druiden bedarf und dass man mit seinem Genuss etwas für sein Wohlbefinden tun kann.

Der Grüne Tee hat eine lange Geschichte, die wohl weit über die des berühmten gallischen Zaubertranks hinausreicht. Denn bereits seit rund 5.000 Jahren nehmen die Chinesen dieses Getränk zu sich. Angeblich soll es Kaiser Shennong schon rund 2.700 Jahre v. Chr. entdeckt haben. Die erfrischende, belebende Wirkung der Teeblätter und ihre Heilkräfte ließen den Tee in der Folge dort zunehmend beliebter werden. Es entwickelte sich eine regelrechte Teekultur mit immer verfeinerten Formen der Zubereitung. Im Laufe der Zeit wurde der Grüne Tee dabei vom Heilmittel zum beliebten Getränk. In der anderen asiatischen Teehochburg Japan wird Grüntee seit etwa 1.500 Jahren angebaut und sein Genuss zelebriert. Beide Länder gelten bis heute als Hauptanbaugebiete des Grünen Tees.

In Europa hingegen ist die Teekultur noch vergleichsweise jung: Hier wird seit rund 150 Jahren Grüner Tee konsumiert und seit etwa 100 Jahren kommen insbesondere aus Großbritannien und Ostfriesland die beliebten Schwarztee-Mischungen. Sowohl die schwarzen als auch die grünen Sorten stammen übrigens von derselben Teepflanze ab, der Camellia sinensis. Der Grüne Tee wird nach dem Pflücken nur kurz erhitzt und danach gleich getrocknet, während beim Schwarztee die Teeblätter noch oxidiert werden, indem man sie zum Welken auslegt und ihnen so Wasser entzieht. Dieser Oxidationsprozess verleiht dem Schwarzen Tee seine dunkle Farbe und sein besonderes Aroma.

Im Gegensatz dazu ist die Verarbeitung des Grünen Tees „sanfter“. Dadurch werden seine Inhaltsstoffe geschützt, was ihn nach Einschätzung von Experten bekömmlicher und auch gesünder macht als sein dunkles Pendant. Die gesundheitsfördernde Wirkung des Grünen Tees ist demnach vor allem den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen geschuldet, die der Tee-Pflanze eigentlich als Schutz vor Fressfeinden und der UV-Strahlung dienen. Dazu zählen insbesondere die Flavonoide, Phenolsäuren und Cumarine. Diesen pflanzlichen Inhaltstoffen werden wahre Wunderkräfte zugeschrieben, denn sie sollen gegen so viele Krankheiten – einschließlich Krebs – schützen, dass deren Aufzählung hier zu weit führen würde.

Zu dem Ruf des Grüntees als „Wundermittel“ tragen zudem die in ihm enthaltenen Antioxidantien bei, welche die gesundheitsgefährdenden freien Radikale binden. Darüber hinaus soll Grüner Tee Entzündungen vorbeugen, Blutdruck senkend wirken sowie vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützen können. All den vielen Heilwirkungen, die dem Grünen Tee seit Jahrtausenden zugeschrieben werden, spüren seit einigen Jahrzehnten Forscher intensiv nach. Doch die Wissenschaftler konnten bislang noch keine endgültigen Beweise für die „Wunderkräfte“ des Grünen Tees finden. Dessen ungeachtet ist jedoch belegt, dass dieser Tee viel zu unserem Wohlbefinden beitragen kann.

Ob Grüner Tee auch als Mittel zum Abnehmen funktioniert, erscheint nach Expertenansicht mehr als fraglich. Doch das kalorienarme Heißgetränk aktiviert den Stoffwechsel und die Fettverbrennung. Insofern kann Grüner Tee auch beim Abbau von Pfunden unterstützend wirken.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 11.03.2017

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