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21.11.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Auf die Pferde

Bitte nicht lachen…

Fährt man durch das Land, hat man den Eindruck, wir sind ein Land von Reitern. Überall stehen Pferde auf der Koppel. Augenscheinlich werden die artgerecht gehalten, vielleicht sind es die Tiere, die man am ehesten artgerecht hält.

Doch was macht man mit all den Pferden? Sie dienen in den allermeisten Fällen nur als Freizeitgerät für Mädchen und Frauen. Ja, es gibt auch Reiter, aber die sind sicherlich in der Minderheit. Doch so ein Pferd nur als Sportgerät zu „gebrauchen“, das ist ja nun auch nicht pferdegerecht. Pferde, das sind Arbeits- und Reittiere. Ohne Pferde ist die Zivilisation gar nicht denkbar.

Doch heute spielt das Pferd keine Rolle mehr und das verstehe ich nicht. Pferde und nicht irgendwelche Fahrräder wären doch der ideale Ersatz für das Auto. Schließlich gibt es die Rösser schon seit Jahrtausenden und man kann mit ihnen in relativ kurzer Zeit sehr weite Strecken überwinden, wie beispielsweise die Mongolen einst bewiesen, als sie aus Asien bis nach Europa ritten. Sie ritten nicht nur Pferde, sie transportierten mit ihnen auch alles, was sie brauchten und raubten.

Mit Pferden kommt man schnell voran, kann sie vor Kutschen und Wagen spannen, sie benötigen als Futter nur nachwachsende Rohstoffe und sorgen auch noch für Dünger. Was bei ihnen hinten sonst rauskommt, sorgt nach meinem Wissen weder für Klimawandel noch ist es sonstwie schädlich.

Wenn dem so ist, wundert mich, warum es keinen gibt, der sich dafür einsetzt, dass das Pferd wieder als Reit-und Transporttier in unser Leben Einzug hält. Pferde statt Autos – das muss die Forderung des 21. Jahrhunderts sein. Warum bauen wir in unseren Städten nicht endlich Reitwege, warum fördern wir nicht die Ausbildung und Ansiedlung von Hufschmieden, nicht den Bau von Ställen? Warum geben wir nicht unnötige Wiesen und andere Freiflächen als Koppeln frei?

Der politische Wille pro Pferd scheint nicht gegeben zu sein, warum sonst wird seit 1. Juni 2012 der Erlös aus dem Verkauf von Pferden nicht wie zuvor mit 7 sondern mit 19 Prozent versteuert? Das muss rückgängig gemacht werden. Es muss auch steuerliche Erleichterungen für Pferdefutter, Hufschmiede, Pferdeflüsterer und Stallanlagen geben.
Selbstverständlich müssen die Kommunen ganz schnell daran gehen, Reitwege anzulegen und die Straßen vor allem in den Innenstädten so auszubauen, dass sie für Pferdefuhrwerke geeignet sind. Sieht man sich mal um, so gibt es ja schon Pferde in den Innenstädten. Nicht nur in Wien sind Fiaker unterwegs und die gekrönten Häupter Europas ziehen gern die Pferdekutsche dem Luxusauto vor. Machen wir es denen doch einfach nach.

Ich höre schon wieder die Bedenkenträger. Ja, Pferdegetrappel ist auch nicht leise. Doch es sollte möglich sein, Hufeisen herzustellen, die weniger Krach machen. Die Kutschen und Wagen müssen selbstverständlich luftbereift sein. Es wird sicherlich eingewendet werden, wo die ganzen Pferde stehen sollen. Hallo, da wo heute ein Auto parkt, passen sicher zwei, vielleicht auch drei Pferde hin und eine kleine Kutsche braucht auch nicht mehr Platz, als ein kleineres Auto.

Doch was gewinnen wir? Wir brauchen kein Öl mehr, wir können das Antriebsmittel für die Pferde im eigenen Land produzieren und das weitgehend ohne Subventionen. Den Dünger dafür produzieren die Pferde ja selber. Niemand leidet mehr unter Abgasen oder Feinstaub. Das Schöne am Pferd ist, dass man es nicht teuer entsorgen muss – man isst es einfach auf und braucht so weniger Schweine und pupsende Kühe aus der Massentierhaltung.

Es lebe das Pferd – aber nicht zum Frühstück.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Wie finden Sie meine Idee eigentlich?

 


Veröffentlicht am: 19.03.2017

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