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24.05.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Esel oder Drahtesel

Nicht jeder wieherte vor Freude…

Vor einigen Tagen redete ich hier dem Pferd das Wort und plädierte dafür, das Pferd wieder seinen Platz als Reit- und Zugtier einzuräumen. Meine Idee war und ist, so vor allem den Stadtverkehr vom Auto zu entlasten. Ich wollte auch allen, die im Fahrrad den Ersatz für das Auto sehen, mal was entgegen setzen.

Na ja, so ernst war das Ganze nicht gemeint, obwohl ich die Idee, dass es wieder Reiter und vor allem Pferdefuhrwerke in Berlin, München, Stuttgart oder anderen Städten gibt, irgendwie charmant finde. Leider folgten mir die wenigsten Leser dabei, zumindest waren es nur wenige unter denen, die mir schrieben oder die mich anriefen.

Auweia, bekam ich was auf die Ohren. Ginge es nach einigen, würde ich jetzt hübsch angezogen mit einer Zwangsjacke in der Nervenheilanstalt sitzen. Da waren die, die mich darauf hinwiesen, dass der 1. April noch etwas hin sei, deutlich freundlicher.

Ja, und dann waren da die mehr oder weniger selbst ernannten Tierfreunde. Komisch, die regten sich vor allem darüber auf, dass ich die lieblichen Rösser nicht alle bis zu ihrem Lebensende auf einem Gnadenhof unterbringen wollte. Was ich für ein Mensch, für ein Scheusal, für ein… (nicht nur Erdogan kennt unsere Geschichte) ich sei, fragten viele. Pferde essen – das ginge gar nicht. Ob ich aus dem Lasagne-Skandal  nichts gelernt hätte. Meine Antwort? Ja, ich habe gelernt, dass man Pferdefleisch viel zu billig verramscht.

Andere Tierschützer waren nicht freundlicher. Für sie bin ich ein Tiermörder, der die armen Pferde den Abgasen der Autos aussetzen will. Ob diese ach so selbstgerechten Typen das auch allen vorwerfen, die mit ihren Hunden – die keinen Zweck erfüllen – durch die Großstadtstraßen eilen? Dass Kinder, vor allem die ganz Kleinen, sich immer in Höhe der Auspuffanlagen der Autos bewegen, wird diese Gutmenschen wahrscheinlich nicht interessieren.

Ja, und dann waren da noch die, die täglich mit ihren Pferden unterwegs sind. Klar fanden die meine Idee nicht wirklich prickelnd. Doch zumindest einige stimmten mir zu, dass das Pferd dort eine gute Alternative ist, wo über kürzere Strecken Lasten zu transportieren sind. Immerhin berichteten zwei Leser, dass sie schon seit Jahren mit ihren Pferdefuhrwerken unterwegs sind. Das, so erfuhr ich, ist alles andere als leicht und einfach. Alle, die Autofahrer, aber vor allem die auf dem Rad beschwerten sich immer wieder.

Wie gesagt, die Idee, den innerstädtischen Autoverkehr durch Pferde zu entlasten, war nur bedingt ernst gemeint. Doch wenn ich so richtig darüber nachdenke, so sind mir Pferdefuhrwerke eben doch lieber als Autos und auch als Radfahrer. Pferde sind ganz sicher rücksichtsvoller als viele Pedalrowdys.

Ich sattle jetzt mal mein Ross und statte dem Bäcker einen Besuch ab. Nein, da reicht wirklich das Rad.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Grüßen Sie Ihr Pferd von mir.

 


Veröffentlicht am: 22.03.2017

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