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24.10.2017

 

 

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Aufgespießt: Auto oder Fahrrad

Eigentlich steht die Frage so gar nicht

Kaum ein Thema wird seit Jahren so kontrovers diskutiert wie das: Auto oder Fahrrad. Die Fronten scheinen auf den ersten Blick verhärtet. Da gibt es die Autolobby und da die der Fahrradfahrer. Doch trügt der erste Blick nicht?

Ich meine ja, der trügt sogar gewaltig. Warum? Weil sehr viele Autofahrer sehr gern auch mit dem Rad unterwegs sind und selbst die eingefleischtesten Radfahrer hier und da nicht auf das Auto verzichten können. Spätestens, wenn sie ein Autofahrer übersehen hat oder sie bei rot über die Kreuzung gefahren sind und nach dem Crash einen Krankenwagen brauchen, sind sie froh, dass da ein Auto kommt und der Notarzt sie nicht mit dem Rad in die nächste Klinik transportiert.

Quatsch, sagen jetzt die Radfahrer. Wieso haben dann ein großer Teil der Radfahrer einen Führerschein?

Nein, ich bin kein autofahrender Fahhradhasser. Ich habe gar keinen Führerschein und fahre Rad - wenn ich nicht im Auto der besten Frau der Welt sitze, die auch eine hervorragende Autofahrerin ist und gern radelt.

Doch wie ist das nun mit dem Rad und dem Auto? Beides hat seine Berechtigung, beides brauchen wir genau wie den öffentlichen Personenverkehr. Was ein Rad heute kann, was es bietet, was es leisten kann, davon konnte man sich gerade auf der Radmesse "Velo" in Berlin ein Bild machen. Mich interessierten vor allem die Lastenräder und hier die Dreiräder. Die kennt man ja vor allem als sogenanntens "Holland-Rad". Ich fahre auch so einen Lastenesel und finde die richtig gut. Auf der "Velo" gab es einige Hersteller, die genau solche Lastenesel herstellen. Das reichte vom "normalen" Dreirad, wie man es aus dem Straßenverkehr oder auch von Postboten her kennt, bis zu einem Lastesel, mit dem man bis zu 250 Kilo transportieren kann. Das geht selbstverständlich nur mit Motorhilfe. Und hier liegt neben dem Preis von 10.000 Euro der Knackpunkt. Das Gefährt kommt voll beladen mit einer Akkuladung nur 20 Kilometer weit.

Die Reichweite der motorisierten Lastenräder ist ohnehin ein Problem. Das haben die Räder übrigens mit den E-Autos gemeinsam. Beide kann man kaum noch leichter bauen und die Akkus sind noch immer die große Schwäche. Mich wundert allerdings, dass kein Hersteller für seine E-Bikes einen Zweit- oder Drittakku anbietet. Bei vielen Akku-Geräten wie Bohrmaschinen oder ähnlichem werden die automatisch mitgeliefert. Hier sehe ich noch Potential dafür, die E-Bikes auch für den professionellen Einsatz attraktiver zu machen. Bei größerer Reichweit wären vor allem die Lastenräder auch ein hervorragendes Transportgerät für Urlaubstouren, gern auch über mehrere Tage. Doch Tagesetappen von maximal 60 Kilometer sind längst nicht für jeden interessant.

Toll ist aber, dass immer mehr kommerzielle Unternehmen das Lastenrad für sich entdecken und damit vor allem in Innenstädten den Autoverkehr reduzieren. So entdeckte ich einen Hersteller, der schon die Straßenreinigungen einiger deutscher Großstädte mit seinen Bikes ausrüstet. Das zeigt, dass ein sinnvoll eingesteztes Fahrrad eine sinnvolle Ergänzung zum Auto ist. Übrigens: Niemand von der Herstellern, mit denen ich gesprochen habe, sah sein Rad, sah überhaupt das Fahrrad als alternative zum Auto an. Und noch eins war immer wieder zu hören: Es gibt kein entweder oder, es gibt immer ein sowohl als auch.

Ich hörte auch immer wieder, dass Radfahrer als der schwächere Verkehrsteilnehmer mehr auf den Autoverkehr achten sollten. Radfahrer als Verkehrsrowdys, die will wirklich niemand sehen. Dabei fällt mir ein, dass als passive Sicherheitsmittel auf der Messe nur Helme präsentiert wurden. Gibt es sonst nichts, was das Leben und die Gesundheit eines Menschen auf dem Rad schützt?

 


Veröffentlicht am: 03.04.2017

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