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21.11.2017

 

 

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11 Dinge, die man über Gin wissen sollte

von STOLLEN 1930-Barkeeper & Gin-Experte Robert Grama



Robert Grama, geboren am 16. Oktober 1980 in Braşov, Rumänien lernte früh auf eigenen Beinen zu stehen: Ohne Schulausbildung wanderte er im Alter von zwölf Jahren mit seinem Onkel, einem Tucia Brenner (rumänisches Pflaumendestillat) zu Fuß nach Prag aus.

Dort hielt Robert sich mit verschiedenen Aushilfsjobs vom Straßenverkäufer bis zur Restaurant- und Baraushilfe über Wasser bis er 2000 seine Frau Donatella kennenlernte. Mit ihr kehrte er nach Rumänien zurück und absolvierte seinen Militärdienst. Für zehn Jahre lebte er anschließend mit seiner Frau im rumänischen Timişoara, arbeitet in verschiedenen Bars und bekam zwei Kinder.

2010 zog die vierköpfige Familie nach Österreich, wo Robert in Kitzbühel wieder in verschiedenen Hotels und Bars jobbte. Auf der Suche nach einer festen Anstellung verschlug es ihn 2012 nach Kufstein: Richard Hirschhuber, Inhaber des Traditionsgasthauses Auracher Löchl, erkannte sofort das Talent des Rumänen, Gäste zu verzaubern. Insbesondere für sein umfangreiches Wissen rund um Spirituosen und Destillieren wurde Robert schnell geschätzt: Aufgrund der langjährigen Erfahrung in der Destilliere seines Onkels konnte er sofort schlechte Destillate von guten unterscheiden und erkennen, aus welchen Produkten sie hergestellt wurden.

Zu Beginn war Robert im Restaurantbereich im Einsatz – als Richard Hirschhuber 2014 die Bar STOLLEN 1930 ins Leben rief, hatte er jedoch endlich seine wahre Berufung gefunden. Neben Richard Hirschhuber und Robert waren auch die Gin-Experten Raphael Boulescu und Simone Liebhardt maßgeblich am Aufbau der Bar beteiligt. Bereits kurz nach der Eröffnung wurde der STOLLEN 1930 mit 527 verschiedenen Gin-Sorten als größte Gin-Sammlung ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.

Heute stehen bereits fast 900 verschiedene Sorten in dem kleinen Kellergewölbe, 90 Meter tief im Felsstollen direkt unter der Festung Kufstein. Die Bar im Stil einer amerikanischen Speak-Easy Bar besticht durch die Kombination der kahlen Felswände mit schweren Lüstern und plüschigen Ohrensesseln aus einem gräflichen Schloss – eine hippe Bar wie sie auch in New York oder London stehen könnte. Sofort ins Auge sticht die elf Meter lange Bar, über und über mit Gin Flaschen bestückt – bis heute die Wirkungsstätte von Robert Grama!

Folgend verrät Robert Grama elf Dinge, die man über Gin wissen sollte

1) Wie wird Gin hergestellt?
Gin ist ein Getreide-Destillat mit Wacholdergeschmack. Laut EU-Verordnung muss Gin, wenn er sich London (Dry) Gin nennen will, mindestens 37,5 Prozent Alkohol enthalten und darf nur aus natürlichen und naturidentischen Aromastoffen bestehen. Hierzu zählen beispielweise Koriandersamen, Engelwurz oder getrockneten Zitronen- und Orangenschalen, wobei der charakteristische Wacholdergeschmack aber immer dominieren muss.

2) Wie trinkt man Gin?
Gin wird nur sehr selten pur getrunken: Ein beliebter Klassiker ist der einfache Gin & Tonic und auch der bekannte Cosmopolitan wurde in den 30ern auf Gin-Basis gemixt (heute ist es meistens Wodka). Theoretisch kann Gin mit jedem beliebigen Begleiter gemischt werden, das kommt ganz auf den persönlichen Geschmack an. Unverzichtbar ist nur viel Eis: Ein Gin braucht es kalt!
Als Glas eignen sich am besten große, bauchige Gläser – wenn kein Original-Gin-Glas in der Nähe ist, tut es zur Not auch mal ein Rotweinglas.

3) Macht Gin wirklich hübsch?
Gin wird nachgesagt, dass er durch seine hohen Wacholder- und Korianderanteile die Nierenfunktion besonders anregt und somit Schadstoffe schneller aus dem Körper spült – man könnte es also fast einen alkoholischen Detox nennen.
Außerdem ist Gin reich an Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren und somit der schnellen Hautalterung vorbeugt. Ein weiteres Plus: Im Gegensatz zu vielen anderen Spirituosen ist Gin mit nur 20 Kalorien pro Zentiliter sehr kalorienarm.

4) Wie viele verschiedene Gin Sorten gibt es?
Weltweit gibt es über 1.000 verschiedene Gin-Sorten, genaue Zahlen weiß man nicht. Die größte Auswahl an einem Ort gibt es aber bewiesenermaßen bei uns im STOLLEN 1930 in Kufstein: Mit 527 Sorten kamen wir 2014 als größte Gin-Sammlung der Welt ins Guiness Buch der Rekorde. Heute haben wir schon fast 900 erreicht und sammeln weiter!

5) Was ist die beste Gin-Sorte?
Ein allgemeingültiger „bester Gin“ ist nicht bekannt. Jeder Gin-Liebhaber hat seine eigenen Vorlieben und auch nur danach sollte man sich richten. Ich trinke zum Beispiel am liebsten Smooth Ambler Gin, einen amerikanischen Gin. Ein Teil des Destillats lagert für drei Monate in gebrauchten Old Scout Bourbon Fässern, die anderer Hälfte in neuen Bourbon Fässern. Dies ergibt die köstliche Kombination aus Bourbon und Gin, was ich beides gerne mag. Am liebsten trinke ich den Smooth Ambler Gin mit Schweppes Cardmamom/Ingwer Tonic, einer frischen, hauchdünnen Ingewerscheibe und einer Orangenzeste.

6) Wie viel kostet der teuerste Gin?
Der teuerste Gin kostet 88 Euro für 4cl: Es handelt sich dabei um eine limitierte Ausgabe des Adler Berlin Gin mit handgepflückten Botanicals. Auch die Flasche wurde extra für diesen Gin in einer Berliner Porzellan Manufaktur hergestellt. Weltweit wurden nur 500 Flaschen hergestellt – wir haben die 35. bei uns im STOLLEN 1930 stehen.

7) Was macht Gin im Vergleich mit anderen Spirituosen so besonders?
Das Besondere an Gin ist, dass er zwar fast ausschließlich als Mischgetränk getrunken wird, sich diesem geschmacklich aber nicht anpasst. Ein Wodka schmeckt beispielsweise immer wie das begleitende Mischgetränk, der Gin dagegen behält seinen individuellen Geschmack.
Außerdem ist keine andere Spirituose so abwechslungsreich im Geschmack wie Gin: Jede Sorte ist individuell von süß über zitronig bis kräuterig.

8) Wo kommt Gin eigentlich her?

Gin ist eine der ältesten Spirituosen der Welt und wurde schon im 15. Jahrhundert entdeckt. Ursprünglich stammt er aus den Niederlanden und Belgien und war als  „Genever“ bekannt. Der Begriff leitet sich von dem niederländischen Wort „jeneverbes“ bzw. dem französischen Wort „genévrier“ für „Wacholder“ ab. Schon im Achtzigjährigen Krieg (1568-1648) tranken sich die niederländischen Soldaten mit „Genever“ Mut an. Britische Soldaten tranken Gin & Tonic gegen Malariafieber, da die Chinarinde, die im Tonic Water enthalten ist, schon lange als Heilmittel bekannt war. Außerdem fungierte der Gin & Tonic als natürlicher Mückenschutz, da diese den Geruch nicht mögen. Im 17. Jahrhundert brachten die Briten den „Genever“ vom Festland in ihre Heimat. 150 Jahre später hatten sie aus dem „Genever“ den heutigen Gin entwickelt.

9) Welche Regionen sind für Gin berühmt?
Gin wird weltweit hergestellt, aber die Engländer gelten als Vorreiter bei der Destillation des Gins. Als Lieblingsgetränk der britischen Queen Mum brachte man den Wacholderschnaps lange Zeit vor allem mit dem britischen Königshaus in Verbindung. Der englische Gin ist stark, wacholderlastig und ohne viele Botanicals. Die Spanier destillieren eher lieblich, mediterran, süß und die Franzosen blumig, frisch und mit viel Zitrone. Hier in Österreich werden vor allem viele heimische Botanicals verwendet.

10) Welche Berühmtheiten sind Gin & Tonic Trinker?
Neben Queen Mum gelten Winston Churchill und James Bond 007 als bekennender Gin Fans.

11) Wo kann man sich zum Thema Gin weiterbilden?
Lesenswert sind die Bücher „It’s Gintime“ (Diana Müller, Melanie Jonas, Jürgen Kaffer, Margitta Schulze Lohoff) und „Gin & Tonic“ (Frédéric du Bois, Isabel Boons). Wer seine Fragen lieber persönlich stellt, kann gerne auch jederzeit bei uns vorbeischauen: Alle Barkeeper des STOLLEN 1930 verfügen über ein umfangreiches Expertenwissen rund um Gin und allem, das dazugehört.

Das Auracher Löchl

Das Traditionsgasthaus Auracher Löchl inmitten der historischen Altstadt Kufsteins ist seit mehr als 600 Jahren täglich geöffnet: Seit Mai 2016 ergänzt das neue Boutique-Hotel Träumerei#8 den inhabergeführten Betrieb. Die 34 Einzel- und Doppelzimmer spiegeln jeweils eine Stadt oder ein Land wider – von Zell am See bis Marrakesch und von China bis Kanada – wobei die Region Tirol stets die Grundlage des Designs bildet. Die Deko-Elemente sind größtenteils Souvenirs von eigenen Reisen der Inhaber, über lange Zeit zusammengesuchte Antiquitäten sowie speziell angefertigte Möbelstücke. So dient im Zimmer „Rom“ beispielsweise eine 200 Jahre alte und aufwendig restaurierte Orgelpfeife aus einer italienischen Kirche als Garderobe.

Neben dem Boutique-Hotel Träumerei#8 gehören auch das Restaurant Auracher Löchl, bekannt für deine Dry-Aged-Steaks und feinen Tiroler Tapas, und die Bar STOLLEN 1930 mit der größten Gin-Sammlung der Welt zum Traditionsbetrieb.

Foto: Stollen

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Veröffentlicht am: 06.04.2017

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