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29.06.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Nochmal Fußball

… oder doch nicht?

Mich beschäftigt immer noch der Anschlag auf die 1. Mannschaft von Borussia Dortmund. Damit bin ich nicht alleine. Sicherlich wird darüber nicht nur in den Medien oder unter den Fans des BVB gesprochen und kontrovers diskutiert.

Schade, dass der BVB das Champions League-Spiel gegen den AS Monaco verloren hat. Doch wer das Spiel gesehen hat, hatte nicht den Eindruck, dass die Dortmunder verängstigt auf dem Platz standen. Aber der Gegner ist eben kein Fallobst sondern der Spitzenreiter in der französischen Liga, der 2016/2017 schon 88 Treffer in eben dieser Liga geschossen hat. Es ist daher müßig darüber zu sinnieren, ob der BVB ohne den Terroranschlag das Spiel gewonnen hätte.

Ich halte die Diskussion darüber, ob es richtig war, das Spiel nur 22 Stunden nach dem Bombenanschlag stattfinden zu lassen, für überflüssig. Warum? Ich habe ja jahrelang am Theater gearbeitet und auch da kam es vor, dass Menschen Schicksalsschläge erlitten. Doch deshalb eine Vorstellung absagen? Das Publikum nachhause schicken, weil die Oma gestorben ist, weil das Kind krank ist, weil man gerade einen Autounfall hatte? Nein, das kam nicht vor. Die Show musste weiter gehen.

Und gestern? Auch da musste das Spektakel, die Show weiter gehen. Ja, auf einen Terroranschlag kann auch ein Fußballprofi von niemand vorbereitet werden. Das kann man nicht trainieren. Doch man kann eben auch nicht darauf vorbereitet, dass einen ein anderer Schicksalsschlag  trifft. Und doch muss man auf den Platz, muss seinen Job machen. Das gilt im Übrigen nicht nur für Leute aus dem Showgeschäft, sondern für Millionen Menschen, die mehr oder weniger direkt von Terroranschlägen betroffen waren. Auch die Verkäuferinnen und Verkäufer in ihren Buden auf dem Berliner Weihnachtsmarkt mussten wieder zur Arbeit, genau wie die U-Bahn-Mitarbeiter und -benutzer in der St. Petersburger U-Bahn.

Eines ärgert mich allerdings immer: Das ist die aus meiner Sicht übertriebene Polizeipräsenz nach einem Anschlag. Das ging ja gestern so weit, dass schwer bewaffnete Polizisten sogar in den Fanblocks zu sehen waren. Es spricht für die Fans, dass sie das hinnahmen. Vor dem Anschlag wäre das wahrscheinlich anders gewesen.

Doch wie gesagt, mich ärgert das, weil ich es unsinnig finde. Da hört man immer wieder, dass es zu wenig Polizisten gibt, um beispielsweise sogenannte Gefährder zu überwachen, doch es gibt augenscheinlich genug, um Sicherheit n a c h einem Terroranschlag zu suggerieren. Dabei gab es - wenn ich mich richtig erinnere - zumindest in Europa noch keinen Fall, bei dem nach einem Terroranschlag noch irgendwo einige Zeit später ein anderer verübt wurde.

Ich finde, diese zur Schaustellung der Staatsmacht sollte man uns und den überstundengeplagten Beamten ersparen. Vorher müssen die Schularbeiten gemacht werden.  Ich frage mich auch, wenn plötzlich so viele Uniformierte zur Stelle sind, warum man die sonst nicht auf der Straße zum Schutz von uns Bürgern sieht?

Viele Fragen, viel Diskussionsstoff – sicherlich auch für das Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 13.04.2017

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