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21.09.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Feiertagsgedanken

… am Ostersonntag

Ostersonntag, das ist für uns vor allem dann ein toller Tag, wenn wir die Osterfeuer der Vornacht ohne Kater und Brandflecke auf dem Anorak überstanden haben und wenn es das Wetter erlaubt, die Ostereier im frischen Gras zu verstecken.

Dabei bleibt allerdings eins auf der Strecke: Ostern und nicht Weihnachten ist das höchste Fest der Kirche. Ostern, das ist der Tag, an dem der eigentlich tote Jesus von Nazareth, der zwei Tage zuvor gekreuzigt wurde, verschwunden ist. Es waren der biblischen Überlieferung nach Frauen, die das leere Grab entdeckten. Da soll eine Frau – ein Engel – gesessen haben, die den verstörten Frauen, die den Leichnam der Tradition folgend salben wollten, erzählt haben sollen, dass Jeus auferstanden ist.

Nicht verwunderlich, dass die Frauen schreiend die Flucht ergriffen. Als die Jünger von Maria Magdalena die Neuigkeit hörten, glauben sie ihr nicht. Nicht verwunderlich. Doch sie sollten eines besseren belehrt werden, denn sie trafen und aßen mit ihm zusammen.

Ein verworrene Geschichte, eine mit eigentlich zu vielen Rätseln, mit zu vielen Merkwürdigkeiten. Da ist davon die Rede, dass Jesu Grab von einem schweren Stein verschlossen war. Doch den soll allein Josef davor gerollt haben. So schwer kann der also nicht gewesen sein. Und dann saß da ein Engel, von dem niemand weiß, woher er kam und wer er war – eben nur ein Engel.
 
Wie war das noch am Kreuz? Da frage Jesus seinen Vater, warum er ihn verlassen habe. Hat er gar nicht? Hat er nur ein weiteres Wunder getan? Wie hören wir am Karfreitag? Jesus ist gestorben um freiwillig die Sünde und Schuld aller Menschen auf sich zu nehmen. Doch hat er das, wenn er ja gar nicht gestorben ist, sondern ganz lebendig mit seinen Jüngern gegessen hat? Was ist mit unseren Sünden passiert? Müssen wir bis heute für unsere Sünden selber einstehen?

Und dann sind da noch die Frauen. Wo sind die geblieben? Kaum ist Jesus auferstanden, spielen Frauen keine Rolle mehr.

So gesehen ist Ostern ein schwer zu greifendes Fest, viel schwere als die Party zum Geburtstag des Jesus. Da müssen wir nur an die unbefleckte Empfängnis glauben. Auch dass da ein alter Mann Geschenke bringt, ist für uns alle viel glaubhafter, als der Osterhase. Ein Hase, der bunte Eier versteckt – bei schlechtem Wetter auch noch auf der Gardinenstange – das ist schwerer zu glauben, als dass Jesus den Kreuzestod überlebt hat.

Und doch, ich mag Ostern. Ich mag dieses christliche Fest, dieses Mysterium, weil es bisher Gott sei Dank – und das meine ich wörtlich – nicht gelungen ist, dieses Fest zu kommerzialisieren, sieht man mal von all den Süßigkeiten ab. Ich habe im Gegensatz zu Weihnachten kaum eine Mail bekommen,  in der es um österliche Werbung geht. Niemand wollte Ostergeschenke bewerben. Das sieht inzwischen selbst zu Halloween ganz anders aus.

So, die beste Frau der Welt hat nun ihren Osterhasen gefunden und damit ist es Zeit für das Osterfrühstück – mit einem gekochten und einigen anderen Ostereiern.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles, fröhliches und gesegnetes Osterfest. 

 


Veröffentlicht am: 16.04.2017

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