Startseite  

23.09.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

MÖNCHÖNCHÖNMÖNCHÖN

Andreas Karl Schulze I David Semper im Kunstverein Mönchengladbach

Der Kunstverein Mönchengladbach zeigt vom 22. April bis 21. Mai 2017 in seinen Räumen eine Ausstellung der beiden Künstler Andreas Karl Schulze (*1955 Rheydt, lebt in Köln) und David Semper (*1980 Wuppertal, lebt in Neuss).

Obwohl sie unterschiedlichen Generationen angehören, verbindet sie die Praxis des ortsbezogenen Arbeitens. Mit ihren jeweiligen, für die bestimmte Situation geschaffenen Arbeiten machen sie den jeweiligen Raum in seinen architektonischen, stofflich-materiellen und atmosphärischen Eigenheiten erlebbar und weisen zugleich über eine reine Ortsspezifik hinaus. Ihnen gemeinsam sind diskrete, auf spektakulär-aufwändige Eingriffe verzichtende Vorgehensweisen, die geprägt sind von jeweils eigenen, präzise entwickelten Formen der Einfachheit und dem konzentrierten Einsatz ihrer künstlerischen Mittel.

Die Arbeit von Andreas Karl Schulze ist im Grenzbereich zwischen Malerei und Installation zu verorten. Basis seiner keineswegs nur auf die Wand beschränkten Werke sind seit den frühen 1990er Jahren monochrom bemalte, 5 x 5 cm messende Textilquadrate. Mit ihnen realisiert er vielfältige, über bildhafte Formen weit hinausgehende Interventionsformen. Diese können aus der Platzierungen von drei, vier wie versteckte Markierungen wirkenden Quadraten bestehen und ebenso große Flächen, ganze Architekturen mit subtilen Bewegungsimpulsen überziehen.

Der Ansatz David Sempers lässt sich mit den beiden Begriffen Material und Prozess grob umreißen und umfasst ein breites Spektrum von Werktypen und Arbeitsweisen. Dazu gehören u.a. die Sichtbarmachung zuvor verborgener Spuren oder die Implantation von Materialien in Wände, seinen es alltägliche wie Stempelkissen oder solche mit einer langen Materialhistorie wie Alabaster. Immer wieder geht es auch darum ergebnisoffene, nicht absehbare Formentwicklungen zu initiieren. Variation und Wiederholung, Referenzen an Formen klassischer Ornamentik sind ebenfalls Handlungsmöglichkeiten des Künstlers.

Wie die Ausstellung im MMIII aussehen wird, wie Andreas Karl Schulze und David Semper auf die markante Industriearchitektur der Halle des Kunstvereins Mönchengladbach und auf die Werke des jeweils anderen reagieren, wird sich erst in einem längeren Arbeitsprozess vor Ort ergeben. Dass sie diesen Raum in ganz eigener, nicht absehbarer Weise zum Ausgangspunkt und Gegenstand ihres Agierens machen und ihn in mancher Hinsicht neu erschließen, manches überhaupt erst sichtbar machen, ist ein Aspekt. Dass Angemessenheit und Offenheit, Präzision und Intuition, Unmittelbarkeit und Überraschung, schließlich die Unersetzbarkeit des Hier und Jetzt in den Arbeiten beider wirksam und anschaulich sind, ist ein anderer.

Bild: Andreas Karl Schulze, Raumansicht Galerie, Katharina Krohn Basel, 2013

 


Veröffentlicht am: 19.04.2017

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit