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13.12.2017

 

 

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Tausend Meilen durch Italien

Zeitzeugen mit Stern zum 90. Geburtstag der Mille Miglia

Zum großen Jubiläum der Mille Miglia startet Mercedes-Benz Classic in rund zwei Wochen mit insgesamt zehn Fahrzeugen. Die Klassiker aus verschiedenen Epochen gehen vom 18. bis 21. Mai 2017 beim wohl berühmtesten Straßenrennen der Welt auf die Strecke von Brescia in Norditalien nach Rom und zurück.

Für die Stuttgarter Marke als automobiler Sponsor der Mille Miglia gehen auch in diesem Jahr wieder herausragende Mercedes-Benz Rennfahrer als Markenbotschafter an den Start. Zum zweiten Mal in Folge ist wieder ein reines Damen-Team für She’s Mercedes mit dabei.

Stuttgart. Höhepunkte der Mille Miglia 2017 dokumentiert Mercedes-Benz Classic mit aktuellem Bildmaterial. Es wird für Journalisten und Blogger bereits während des Tausend-Meilen-Rennens kontinuierlich in der Multimedia-Datenbank M@RS veröffentlicht. Abrufbar ist das tagesaktuelle Material hier.

Noch rund zwei Wochen bis zum Start: Am 18. Mai 2017 fällt in Brescia der Startschuss für die diesjährige Mille Miglia, die in vier Etappen bis zum 21. Mai ausgetragen wird. Mercedes-Benz Classic ist mit zehn Fahrzeugen vertreten. Sie repräsentieren die Epochen des historischen Straßenrennens vom Ende der 1920er-Jahre bis Mitte der 1950er-Jahre. Am Steuer sind für die Stuttgarter Marke 2017 unter anderem die ehemaligen Mercedes-Benz Rennfahrer Ellen Lohr, Roland Asch und Bernd Mayländer als Markenbotschafter präsent. Außerdem pilotieren Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff und Aldo Costa, Engineering Director des Mercedes AMG PETRONAS Formula One Teams, ein Fahrzeug.

„Wir gratulieren der Mille Miglia und ihren Organisatoren zu diesem herausragenden Geburtstag. Das Rennen und unsere Marke verbindet eine einzigartige Erfolgsgeschichte, zu der wichtige Sternstunden der Motorsporthistorie wie die Gesamtsiege von Mercedes-Benz in den Jahren 1931 und 1955 gehören. Unser Engagement seit 1930 spiegelt die Bedeutung dieses bis heute legendären Straßenrennens für uns wider“, sagt Christian Boucke, Leiter von Mercedes-Benz Classic.

Auch She’s Mercedes ist nach der Premiere 2016 wieder mit einem eigenen Team beim Tausend-Meilen-Rennen mit dabei. Die Initiative, mit welcher Mercedes-Benz die Bedürfnisse der weiblichen Kunden noch stärker in den Fokus rückt, startet mit insgesamt fünf Fahrzeugen der G-Klasse im Rahmen der Mercedes-Benz Mille Miglia Challenge. Für She’s Mercedes in einem Mercedes-Maybach G 650 Landaulet unterwegs sind unter anderem die italienische Fernsehmoderatorinnen Cristina Chiabotto und Diletta Leotta zusammen mit Pamela Amann, Entwicklungs-Projektleiterin des Mercedes-Maybach G 650 Landaulet.

Magische Sieben

Das Leitmotiv der Mille Miglia 2017 ist die „magische 7“: 1927 hat die Mille Miglia Premiere, 1947 wird sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erstmals erneut ausgetragen, 1957 findet sie zum letzten Mal als klassisches Straßenrennen statt, und 1977 wird die Gleichmäßigkeitsfahrt als Veranstaltung des historischen Motorsports neu geboren. Seit 2012 richtet der Automobilclub von Brescia die hochkarätig besetzte Mille Miglia durch seine Tochtergesellschaft 1000 Miglia Srl aus. Zugelassen zur Teilnahme sind heute ausschließlich solche Fahrzeuge, deren Typen im ursprünglichen Straßenrennen zwischen 1927 und 1957 an den Start gegangen sind.

Mercedes-Benz ist seit 1930 und damit fast seit der ersten Veranstaltung mit dabei. Damals kommt Werksfahrer Rudolf Caracciola mit Beifahrer Christian Werner auf Anhieb mit einem Mercedes-Benz SSK („Super-Sport-Kurz“) auf Platz 6. Ein Jahr später gewinnt Caracciola die Mille Miglia 1931 als erster nicht aus Italien stammender Fahrer mit seinem Kopiloten Wilhelm Sebastian auf Mercedes-Benz SSKL („Super-Sport-Kurz-Leicht“). An diesen Triumph in der Ära der Kompressor-Rennsport-Tourenwagen erinnert 2017 die Teilnahme eines Mercedes-Benz SSK von Mercedes-Benz Classic.

Rennsport-Renaissance 1952

Die Mille Miglia 1952 ist Schauplatz der Premiere des 300 SL Rennsportwagen (W 194), dem ersten nach dem Zweiten Weltkrieg neu entwickelten Wettbewerbsfahrzeug der Stuttgarter Marke. Mercedes-Benz Classic schickt 2017 genau jenes Fahrzeug mit der Chassisnummer 5 an den Start in Brescia, mit dem Rudolf Caracciola und Peter Kurrle (Startnummer 613) damals auf Platz 4 kommen. Ihre Teamkollegen Karl Kling und Hans Klenk erringen auf dem damals brandneuen 300 SL Rennportwagen Platz 2.

Mit gleich sechs 300 SL „Gullwing“ (W 198) feiert Mercedes-Benz Classic den überragenden Erfolg der Stuttgarter Rennmannschaft bei der Mille Miglia 1955: Damals erringen Stirling Moss und Denis Jenkinson mit dem 300 SLR Rennsportwagen (W 196 S) den Gesamtsieg. Und mit dem serienmäßigen 300 SL „Gullwing“ dominiert Mercedes-Benz in dieser erfolgreich Rennsaison auch die Klasse der Gran Turismo über 1.300 Kubikzentimeter Hubraum.

An das Jahr 1956 erinnern zwei weitere Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic im Feld der diesjährigen Mille Miglia: Ein Mercedes-Benz 220 a (W 180) würdigt den Klassensieg von Erwin Bauer und Erwin Grupp mit einem Fahrzeug dieses Typs. Außerdem nimmt die Rennsportversion des Mercedes-Benz 190 SL (W 121) an der Zuverlässigkeitsfahrt auf den Spuren des Straßenrennens teil. Im vergangenen Jahr startet erstmals ein Fahrzeug dieses Typs bei der modernen Mille Miglia. Möglich machen das automobilhistorische Erkenntnisse aus dem Jahr 2015. Sie belegen, dass beim Straßenrennen 1956 ein 190 SL teilgenommen hat (Michel Bianco und Jean Loup Pellecuer, Startnummer 347).

Mercedes-Benz Mille Miglia Challenge 2017

Die Mille Miglia 2017 führt vom 18. bis zum 21. Mai in vier Etappen von Brescia nach Rom und zurück. Auf den Spuren des legendären Straßenrennens haben die Organisatoren einen Kurs im Uhrzeigersinn gewählt: Am 18. Mai geht es vom Start in Brescia zunächst nach Westen, am Gardasee vorbei bis nach Padua. Die Etappe des 19. Mai führt dann südlich durch San Marino und das Landesinnere Italiens nach Rom. In der Hauptstadt startet das Feld am 20. Mai auf die dritte Etappe, in Richtung Norden nach Parma. Die vierte und letzte Etappe erreicht am 21. Mai wieder Brescia.

Die Zuverlässigkeitsfahrt durch das Herz Italiens ist eine der faszinierendsten Veranstaltungen der automobilen Klassik weltweit. Dafür sorgen neben dem eigentlichen Wettbewerb auch Programmpunkte wie die Mercedes-Benz Mille Miglia Challenge 2017. Diese exklusive Gleichmäßigkeitsfahrt findet in Erinnerung an die großen Triumphe der Marke Mercedes-Benz in dem von 1927 bis 1957 ausgetragenen Wettbewerb statt.

Die Teilnehmer der Mercedes-Benz Mille Miglia Challenge fahren im Vorfeld der klassischen Automobile auf derselben Strecke und stellen sich denselben Wertungsprüfungen. Zugelassen für die Challenge sind Mercedes-Benz SL Sportwagen verschiedener Generationen, Fahrzeuge von Mercedes-AMG sowie historisch besonders wertvolle Typen aus der Produktgeschichte.

Für weiterführende Recherchen steht Mercedes-Benz Classic M@RS als umfangreiches Multimedia-Archiv- und Recherchesystem zur Verfügung. Es ist das weltweit größte digitale Archiv eines Automobilherstellers und in seiner öffentlich zugänglichen Form einzigartig: https://mercedes-benz-publicarchive.com/marsClassic.

Mille Miglia 2017: Die Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic


Roland Asch
Geboren am 12. Oktober 1950 in Altingen, Deutschland



Der gelernte Kraftfahrzeugmeister Roland Asch beginnt seine Rennsportkarriere zunächst als Hobby, feiert aber Erfolge wie ein Profi: Nach dem Titel des Deutschen Bergmeisters 1981 und der Deutschen Rennsport-Trophäe 1983 folgt 1985 sein Debüt in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Dort wird er mit seinem eigenen Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 im Jahr 1988 Vizemeister. Dreimal gewinnt er Ende der 1980er-Jahre die Gesamtwertung des Porsche 944 Turbo Cups und holt 1991 den Meistertitel des Porsche Carrera Cups. Für Mercedes-Benz fährt er Anfang der 1990er-Jahre insgesamt fünf Siege und diverse gute Platzierungen in der DTM ein. 1993 wird er zum zweiten Mal Vizemeister der DTM und wechselt 1995 zu Ford in den Super-Tourenwagen-Cup. Als Markenbotschafter ist Roland Asch Mercedes-Benz bis heute eng verbunden und immer wieder bei Veranstaltungen am Steuer bedeutender Rennwagen aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic zu erleben.

Ellen Lohr
Geboren am 12. April 1965 in Mönchengladbach, Deutschland

Zum Motorsport kommt Ellen Lohr über den Kartsport, den sie von 1979 bis 1983 betreibt. Ihre größten Erfolge sind die Teilnahme bei der Kart-Junioren-Weltmeisterschaft sowie ein 1. Platz in der Nordwestdeutschen Kart-Landesmeisterschaft. Nach Rennen in der Deutschen Formel Ford 1600 (Deutsche Meisterin 1987), ersten Renneinsätzen in der DTM (BMW) und der Deutschen Formel-3-Meisterschaft mit VW 1989/90 verpflichtet sie das AMG-Mercedes Team für die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft. Als erste und bis heute einzige Frau kann Lohr einen DTM-Sieg verbuchen, den sie im Mai 1992 beim Rennsportfestival in Hockenheim auf einem AMG-Mercedes 190 E 2.5-16 Evolution II erzielt. Zur Saison 1995 wechselt sie zum Mercedes-Zakspeed Team und fährt 1996 im AMG-Mercedes Team Persson MS. 1997 startet sie in der Truck-Racing-Europameisterschaft am Steuer eines Mercedes-Benz Renntrucks. Danach ist Lohr noch in zahlreichen anderen Rennserien aktiv, seit 2005 auch bei der Rallye Paris–Dakar und seit 2012 wieder im Truck Racing.

Bernd Mayländer
Geboren am 29. Mai 1971 in Waiblingen, Deutschland

Bernd Mayländer fährt in der Formel 1 regelmäßig an der Spitze des Feldes. Denn der 1971 in Waiblingen geborene Rennfahrer steuert seit 2000 als offizieller Fahrer das von Mercedes-Benz gestellte Safety Car der Formel 1 – derzeit ein Mercedes-AMG GT S (C 190). Mayländer beginnt 1990 Autorennen zu fahren und startet zunächst im Porsche-Clubsport, Porsche-Carrera-Cup (Gesamtsieg 1994), Porsche Supercup und bei Langstreckenrennen. Für das Team Persson Motorsport fährt er von 1995 an zunächst in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) und der International Touring Car Championship (ITC), von 1997 an in der FIA GT-Meisterschaft auf AMG-Mercedes CLK-GTR. 1997 gewinnt Mayländer hier zusammen mit Klaus Ludwig und Bernd Schneider das Rennen in Spielberg auf AMG-Mercedes CLK-GTR. Im Jahr 2000 gewinnt er auf Porsche 996 GT3 das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Seine letzte DTM-Saison absolviert Bernd Mayländer 2004 im Team Rosberg auf Mercedes-Benz C-Klasse.

Mille Miglia 2017: Die Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic


Mercedes-Benz SSK (W 06, 1928)

Von den Hochleistungssportwagen der 1927 eingeführten Mercedes-Benz S-Reihe ist der Typ SSK (W 06) die exklusivste und faszinierendste Ausführung. Die Modellbezeichnung des Kompressorwagens mit 7,1-Liter-Sechszylindermotor steht für „ Super-Sport-Kurz“ und bringt neben der besonderen Sportlichkeit auch den verkürzten Radstand zum Ausdruck. Nach zahlreichen Siegen, die der Typ S als erstes Modell der Reihe eingefahren hat, setzen die Nachfolgemodelle SS und SSK die Erfolgsgeschichte fort: Im Sommer 1928 gewinnt Werksrennfahrer Rudolf Caracciola mit dem brandneuen SSK auf Anhieb das Gabelbachrennen und die Rennen auf den Schauinsland und den Mont Ventoux. 1930 holt er auf SSK den Sieg in der Europa-Bergmeisterschaft. Im gleichen Jahr nimmt der Kompressor-Sportwagen erstmals auch an der Mille Miglia teil. Rudolf Caracciola und Christian Werner belegen mit einer Fahrzeit von 17 Stunden und 20 Minuten den 6. Platz im Gesamtklassement. Die gewichtsreduzierte und mit 220 kW (300 PS) nochmals leistungsgesteigerte Version von 1931, auch als SSKL (Super-Sport-Kurz-Leicht) bekannt, erzielt bei der Mille Miglia einen spektakulären Erfolg: Im April 1931 gewinnt Rudolf Caracciola das strapaziöse Straßenrennen von Brescia nach Rom und zurück als erster nicht aus Italien stammender Fahrer – in der neuen Rekordzeit von 16 Stunden und 10 Minuten.
Technische Daten Mercedes-Benz SSK (Serienversion)
Produktionszeitraum: 1928 bis 1932
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 7.065 Kubikzentimeter
Leistung: 125 kW (170 PS), mit Kompressor 165 kW (225 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 192 km/h

Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W 194, 1952)

Als Mercedes-Benz nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiedereintritt in den Motorsport plant, kommen zunächst nur Sportwagenrennen in Betracht. In der Formel 1 ist für 1954 ein neues Reglement angekündigt, und die begrenzten Ressourcen verhindern die vorherige Entwicklung eines Grand-Prix-Wagens nach der aktuellen Formel. Der neue 300 SL Rennsportwagen (W 194) nutzt viele bestehende Komponenten wie Achsen, Getriebe und Motor der Repräsentationslimousine Mercedes-Benz 300 (W 186). Ganz neu ist ein extrem leichter, aber dennoch sehr verwindungssteifer Gitterrohrrahmen, über den sich eine strömungsgünstige Karosserie aus Leichtmetall wölbt. Wegen des an den Seiten vergleichsweise hoch bauenden Rahmens erhält der Rennsportwagen die charakteristischen Flügeltüren. Als Antrieb dient der 129 kW (175 PS) starke Reihensechszylindermotor M 194 mit 3 Liter Hubraum. Beim ersten Renneinsatz, der Mille Miglia 1952, fährt der 300 SL mit Karl Kling und Hans Klenk auf den zweiten Platz. Danach geht es Schlag auf Schlag: Der 300 SL erzielt einen Dreifachsieg beim Preis von Bern (Schweiz), gefolgt von spektakulären Doppelsiegen beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans (Frankreich) und bei der Carrera Panamericana in Mexiko. Beim „Großen Jubiläumspreis vom Nürburgring“ erringt der 300 SL sogar einen Vierfachsieg, hier in einer offenen Version.
Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W 194)
Einsatz: 1952
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.996 Kubikzentimeter
Leistung: 129 kW (175 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h

Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ (W 198, 1954 bis 1957)

Im Februar 1954 hat der 300 SL Seriensportwagen (W 198) auf der International Motor Sport Show in New York Weltpremiere. Das Coupé wird wegen seiner charakteristischen, am Dach angeschlagenen Flügeltüren auch „Flügeltürer“, „Gullwing“ (Möwenschwinge) oder „Papillon“ (Schmetterling) genannt. Der Hochleistungs-Sportwagen basiert auf dem legendären 300 SL Rennsportwagen (W 194) der Saison 1952. Es ist der erste Serien-Personenwagen mit Viertaktmotor und Benzineinspritzung. Mit einer Motorleistung von 158 kW (215 PS) – gut 20 Prozent mehr als bei der vergaserbestückten Rennsportausführung von 1952 – und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 250 km/h liegt der W 198 im Spitzenbereich der Seriensportwagen seiner Zeit, was ihn auch für Sporteinsätze prädestiniert. Legendär ist der Dreifach-Klassensieg des 300 SL Seriensportwagens bei der Mille Miglia 1955. John Cooper Fitch und sein Beifahrer Kurt Gessl kommen im Fahrzeug mit der Startnummer 417, die für ihre Startzeit um 4:17 Uhr steht, auf den fünften Platz der Gesamtwertung und führen die Klasse der Seriensportwagen mit mehr als 1,3 Liter Hubraum vor zwei weiteren „Flügeltürern“ an. Von 1954 bis 1957 werden insgesamt 1.400 Fahrzeuge des 300 SL „Gullwing“ gebaut, davon entstehen im Jahr seines Mille-Miglia-Klassensieges 1955 nicht weniger als 867 Exemplare.
Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“
Produktionszeitraum: 1954 bis 1957
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.996 Kubikzentimeter
Leistung: 158 kW (215 PS)
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 250 km/h

Mercedes-Benz 190 SL (W 121, 1955 bis 1963)

Zusammen mit dem Hochleistungssportwagen 300 SL „Gullwing“ präsentiert Mercedes-Benz im Februar 1954 den Prototyp des eleganten, kompakten Roadsters 190 SL (W 121). Der offene Zweitürer ist als sportlich-elegantes Reise- und Gebrauchsfahrzeug für zwei Personen ausgelegt und, insbesondere in der überarbeiteten Serienversion, stilistisch eng an den „großen Bruder“ 300 SL angelehnt. Von Anfang an als Roadster konzipiert, begründet der 190 SL die Tradition der SL-Sportwagen mit zu öffnendem Dach. Technisch ist der Roadster mit der „Ponton“-Limousine Mercedes-Benz 180 (W 120) verwandt, dessen verkürzte Rahmenbodenanlage als Basis dient. Neu entwickelt ist der 1,9-Liter-Ottomotor mit 77 kW (105 PS). Das Vierzylinderaggregat hat eine oben liegende Nockenwelle und wird zum Urvater einer ganzen Motorenfamilie. An der Mille Miglia 1956 nimmt das französische Team Michel Bianco / Jean Loup Pellecuer mit einem 190 SL (Startnummer 347) teil. Das bestätigen Unterlagen, die in den Archiven von Mercedes-Benz Classic und im Museo Mille Miglia in Brescia archiviert sind. Die im Jahr 2015 wiederentdeckte Sachlage eröffnet dem in Sammlerkreisen beliebten Roadster 190 SL seit 2016 die Teilnahme an der Mille Miglia. Insgesamt 25.881 Fahrzeuge des Typs werden von 1955 bis 1963 gebaut, rund 10.000 Stück davon gingen in die USA.
Technische Daten Mercedes-Benz 190 SL (Serienversion)
Produktionszeitraum: 1955 bis 1963
Zylinder: 4/Reihe
Hubraum: 1.897 Kubikzentimeter
Leistung: 77 kW (105 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 171 km/h

Mercedes-Benz 220 (W 180, 1954 bis 1956)

Der im Frühjahr 1954 eingeführte Typ 220 (W 180), zur Differenzierung von seinem gleichnamigen Vorgängermodell intern auch 220 a genannt, ist das erste Mercedes-Benz Sechszylindermodell in selbsttragender Bauweise. Seine moderne und geräumige „Ponton“-Karosserie, die Mercedes-Benz ein halbes Jahr zuvor im Mittelklassemodell 180 präsentiert hat, bietet einen bislang nicht gekannten Raumkomfort. Für sichere Fahreigenschaften bürgt die Eingelenk-Pendelachse, die mit dem Typ 220 in den Serienautomobilbau eingeführt wird. Bei der Mille Miglia 1956 starten mehrere Mercedes-Benz 220 in der Klasse der serienmäßigen Spezialtourenwagen. In dieser Klasse können Fahrwerk und Motoren der Fahrzeuge modifiziert werden. Das Fahrerteam Erwin Bauer/Erwin Grupp gewinnt seine Klasse bei dem legendären italienischen Straßenrennen mit einem besonderen 220er: In der von Karl Kling geleiteten Sportabteilung sind speziell für den Einsatz bei der Mille Miglia drei Fahrzeuge vorbereitet worden. Sie haben bereits die Zweivergaser-Anlage des Nachfolge-Typs 220 S, mit welcher der Motor etwa 85 kW (115 PS) leistet. Für die sportliche Fahrt sind kürzere und härtere Federn sowie modifizierte Stoßdämpfer montiert. Zudem können die Fahrer die Gänge per Mittelschaltung wie im 190 SL wechseln – anstatt der sonst verbauten Lenkradschaltung.
Technische Daten Mercedes-Benz 220 (Serienversion )
Produktionszeitraum: 1954-1956
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.195 Kubikzentimeter
Leistung: 63 kW (85 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h

 


Veröffentlicht am: 05.05.2017

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