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Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2017

Rauchen fördert Typ-2-Diabetes und Folgeerkrankungen

In Deutschland rauchen laut der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)“ circa 30 Prozent der Erwachsenen, das entspricht ungefähr 20 Millionen Menschen. In der Altersgruppe von 20 bis 29 raucht sogar fast jeder Zweite.

Durch den Zigarettenkonsum steigt nicht nur das Risiko für Krebs und Herzkreislauf-Erkrankungen, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken. Umgekehrt ist Rauchen für Menschen mit bereits bestehendem Diabetes noch gefährlicher, da ihr Herzkreislaufsystem durch die vielen Giftstoffe der Zigarette zusätzlich belastet wird. Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2017 macht diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe auf das Thema Rauchen und Diabetes aufmerksam.

Greifen Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 zum Glimmstängel, steigt bei ihnen die Gefahr für Folgeerkrankungen. „Da bei ihnen häufig der Blutzuckerspiegel erhöht ist, haben sie von vornherein ein größeres Risiko für Gefäßerkrankungen als Gesunde. Zigarettenkonsum steigert dies noch“, erklärt Dr. Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und niedergelassener Diabetologe aus Hamburg-Bergedorf. Rauchen fördert bei Menschen mit Diabetes Erkrankungen wie Herzinfarkt, Raucherbein, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen in Auge und Niere.

Darüber hinaus haben bislang stoffwechselgesunde Raucher ein doppelt so hohes Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln wie Nichtraucher. Laut Studien sind vor allem Männer ab dem 40. Lebensjahr besonders stark betroffen. Es gibt Hinweise darauf, dass Rauchen die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin senkt und somit die Insulinresistenz begünstigt. Auch Passivrauchen ist schädlich: Bei jungen Menschen fördert es die Entstehung des metabolischen Syndroms und einer Glukoseintoleranz.

Einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums zufolge lohnt sich ein Rauchstopp immer, egal in welchem Lebensalter. Selbst wer erst mit über 60 Jahren aufhört zu rauchen, senkt sein Risiko innerhalb weniger Jahre erheblich. Wer mit dem Tabakkonsum aufhören möchte, findet professionelle Hilfe in Raucherentwöhnungskursen. Unter anderem Arztpraxen, Volkshochschulen oder Krankenkassen bieten diese an. Der Weltnichtrauchertag wurde am 31. Mai 1987 von der Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Rauchen – eine Bedrohung für die menschliche Entwicklung“.

Checkliste: In 10 Schritten Nichtraucher werden

1. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt
Machen Sie sich bewusst, warum Sie rauchen und in welchen Situationen. Dient die Zigarette dem Stressabbau, der Belohnung oder ist sie Teil eines gesellschaftlichen Rahmens wie zum Beispiel einer gemeinsamen Mittagspause mit anderen Rauchern?

2. Datum festlegen
Legen Sie einen konkreten Tag fest, an dem Sie aufhören werden. Dieser sollte in den folgenden 10 Tagen liegen.

3. Alle sollen es wissen
Erzählen Sie Ihren Freunden und der Familie von Ihrem Vorhaben. Ein Rückzieher wird somit schwerer und Sie erhalten Unterstützung. Vielleicht findet sich auch jemand, der ebenfalls mit dem Rauchen aufhören möchte.

4. Den Countdown bis zum Ausstiegstag nutzen
Die Zeit bis zum festgelegten Datum, ab dem Sie nicht mehr rauchen wollen, läuft. Sammeln Sie in den letzten Tagen als Raucher Ihre Zigarettenkippen und verdeutlichen Sie sich am Vorabend des Ausstiegstages, wie viel Sie geraucht haben – und dass Sie diesen Abschnitt nun hinter sich lassen. Der Vorabend ist auch ein guter Zeitpunkt, um die letzten Zigaretten zu vernichten und Aschenbecher, Streichhhölzer und Feuerzeuge zu verschenken oder wegzuräumen.

5. Ersatz schaffen
Der Ausstieg hat begonnen: Wie kommen Sie damit klar, wenn die Belohnung des Nikotinkicks ausbleibt? Zu Beginn können Nikotinersatzpräparate helfen. Langfristig ist Ausdauersport empfehlenswert.  Denn auch Sport kann belohnend und beruhigend wirken. Auch Entspannungstechniken wie etwa Yoga, Autogenes Training oder Meditation können helfen.

6. Alte Gewohnheiten ablegen
Ändern Sie Situationen und Routinen in Ihrem Alltag so ab, dass Sie nicht mehr „automatisch“ zum Glimmstängel greifen möchten. Haben Sie zum Beispiel bislang stets nach dem täglichen Mittagessen geraucht, gestalten Sie Ihre Mittagspause künftig anders: Essen Sie in der ersten Zeit an einem anderen Ort oder machen Sie nach dem Essen einen kleinen Spaziergang, um sich abzulenken.

7. Sich selbst motivieren und durchhalten

Vielleicht gibt es in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis auch Menschen, die Sie nicht unterstützen und stattdessen an Ihnen zweifeln: „Das schaffst du nie!“ oder „Du fängst sowieso wieder an.“ Lassen Sie sich davon nicht entmutigen. Denken Sie immer daran, warum Sie mit dem Rauchen aufgehört haben und freuen Sie sich über jeden Tag, den Sie länger durchhalten. 

8. Mit Rückfällen umgehen
Sie haben nicht geraucht – Stunden, Tage oder gar Wochen nicht. Und plötzlich wurde das Verlangen doch zu groß. Schämen Sie sich nicht, Rückfälle kommen vor. Denken Sie nicht: „Ich habe versagt.“ Führen Sie sich stattdessen erneut Ihr Ziel vor Augen, ein rauchfreies Leben führen zu wollen und schauen Sie nach vorne.

9. Gewichtszunahme vermeiden
Viele Raucher, darunter insbesondere Frauen, haben Angst zuzunehmen, sobald sie mit dem Rauchen aufhören. Es stimmt, dass Nikotin den Energieverbrauch des Körpers steigert und dieser sinkt, sobald Sie mit dem Rauchen aufhören. Wahr ist auch, dass die Geschmacksknospen nach einiger Zeit ohne Nikotingenuss wieder sensibler werden, Speisen intensiver schmecken und Essen somit attraktiver wird. Einer Gewichtszunahme können Sie jedoch vorbeugen, indem Sie (mehr) Sport treiben. Da der Glimmstängel zwischendurch bei vielen Rauchern eine Belohnungs- oder Entspannungsfunktion hat,  suchen und finden sie diese nicht selten nach dem Rauchstopp in Süßigkeiten. Neigen Sie auch dazu? Falls ja, überlegen Sie sich Alternativen: Neben Sport und Entspannungstechniken kann auch ein Bad belohnend wirken oder Musik hören, ein spannendes Buch lesen, einen schönen Ausflug machen...

10. Den Erfolg feiern
Setzen Sie sich Etappenziele mit Aussicht auf Belohnung. Das könnte zum Beispiel nach vier rauchfreien Wochen ein Besuch in einer Therme sein, nach drei Monaten ohne Zigaretten ein Kurzurlaub, ein schönes Kleidungsstück, ein Opernbesuch etc.. Seien Sie nach jedem erreichten Etappenziel stolz auf sich und verdeutlichen Sie sich, was sich seit dem Rauchstopp positiv verändert hat – etwa Ihre Kondition, Ihr Hautbild oder je nach der Höhe des vorherigen Zigarettenkonsums auch der Umfang Ihres Geldbeutels.

 


Veröffentlicht am: 31.05.2017

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