Startseite  

26.09.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Fünf häufige Rück(en)fragen beim Arzt

Was Patienten über Beschwerden im Kreuz wissen wollen

Rückenschmerzen treten in allen Altersgruppen auf und führen bei Betroffenen oft zu einem Verlust der Lebensqualität. Allein in Deutschland leiden rund 11 Millionen Menschen unter einem schmerzenden Rückgrat.

„Trotzdem existiert noch viel Informationsbedarf“, weiß Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde aus München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga, und verrät die häufigsten Patientenfragen aus seinem Klinikalltag.

1. Wie kann ich Rückenschmerzen vorbeugen?


Mangelnde Bewegung verursacht häufig Schäden an der Wirbelsäule. Daher beugt eine aktive Tagesgestaltung Beschwerden vor. Bereits einfache Tätigkeiten – wie Treppen steigen statt den Fahrstuhl zu nehmen oder öfter mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zu fahren – stärken die Muskulatur und bringen Bandscheiben in Schwung.

Menschen, die beruflich bedingt viel sitzen, empfehlen Experten, Schreibtisch und Stuhl so einzustellen, dass beide Füße hüftbreit auf dem Boden stehen, während Unterarme und Hände bequem auf der Tischfläche aufliegen. Nachts bieten rückenschonende Matratzen Entlastung für die Wirbelsäule. Ideal eignen sich Exemplare mit unterschiedlichen Härtezonen, deren weicher Schulter- und Hüftbereich eine entspannte Schlafhaltung ermöglicht.

2. Was kann ich bei akuten Beschwerden tun?

Bei leichten Rückenschmerzen helfen bereits heiße Anwendungen wie Fangopackungen oder Wärmflaschen. Als effektive Maßnahme empfiehlt Dr. Schneiderhan eine feucht-warme Packung: „Einfach ein mit heißem Wasser getränktes Frotteetuch um eine Wärmflasche wickeln und auf die betroffene Rückenpartie legen. Feuchte Wärme dringt wesentlich schneller und tiefer in das Muskelkorsett ein als trockene.“ Dadurch entkrampfen Muskel- und Nervenfasern und die gesteigerte Durchblutung lindert erste Beschwerden. Halten die Schmerzen länger als drei Tage an und treten Begleiterscheinungen wie Muskelschwäche oder Taubheitsgefühle auf, sollten Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen.

3. Muss ein Bandscheibenvorfall immer operiert werden?


Nein, inzwischen stehen viele minimalinvasive Eingriffe zur Wahl – wie zum Beispiel die Behandlung mit einem Mikrolaser. „Bei diesem Verfahren stechen wir unter örtlicher Betäubung lediglich eine dünne Nadel durch die Haut. Durch diese führen wir dann eine Glasfaser, die einen Laserstrahl in die betroffene Bandscheibe leitet“, erklärt Dr. Schneiderhan. Diese Behandlung schrumpft ausgetretenes Gewebe, verschweißt kleine Risse und schaltet Schmerzfasern aus, was die Übertragung von Schmerzsignalen an das Gehirn verhindert.

4. Kann ich nach einer Bandscheibenbehandlung wieder allen Aktivitäten nachgehen?


Ärzte erlauben den Behandelten meist wenige Tage nach einem minimalinvasiven Eingriff leichte körperliche Tätigkeiten. „Oftmals besteht für Patienten schon drei bis vier Wochen nach der Behandlung wieder die Möglichkeit, sportlichen Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren oder Joggen nachzugehen“, ergänzt Dr. Reinhard Schneiderhan. Eine volle Belastung erfolgt in der Regel drei Monate nach dem Eingriff.

5. Was hilft bei einer Verengung des Wirbelkanals?


Bei einer Verengung des Wirbelkanals, auch Spinalkanalstenose genannt, führen Verschleißprozesse dazu, dass Wirbel oder Bandscheiben Nerven einengen. Betroffene spüren dies oftmals schon nach kurzen Spaziergängen als Beschwerden im Rücken, was ihre Lebensqualität deutlich verschlechtert. In leichten Fällen helfen bereits Wärmebehandlungen, Krankengymnastik oder Injektionen.

Führen diese Maßnahmen zu keiner Linderung und liegen überwiegend weichteilige Bedrängungen wie zum Beispiel Bandscheibenvorwölbung oder Narbengewebe nach einer Operation vor, greifen Ärzte auf den Wirbelsäulenkatheter zurück. Hierbei injizieren sie ein individuell abgestimmtes Medikamentengemisch direkt in die betroffene Stelle. Dabei kommt es zu einer Schrumpfung des störenden Gewebes und somit zu einer Entlastung der betroffenen Nervenwurzel.

Erst in letzter Instanz erfolgt eine operative Erweiterungsoperation oder ein stabilisierender Eingriff. Aber auch bei solchen neurochirurgischen Operationen kehren Patienten dank moderner und schonender Vorgehensweise bereits nach wenigen Tagen wieder in ihren Alltag zurück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 07.06.2017

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit