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Morgengruß von Helmut Harff: Schwul – na und

Haben wir keine anderen Probleme?

Mal ehrlich, wen interessiert, ob jemand gleichgeschlechtlich liebt? Wen interessiert, ob ein Mann einen Mann, ob eine Frau eine Frau liebt und heiratet? Wenn das jemand interessiert, dann sind das die Menschen, die sich lieben und ihr Umfeld.

Doch alle anderen? Mich interessiert es nicht. Ich kenne einige gleichgeschlechtlich liebende Menschen. Die meisten sind sehr nett, wie über all gibt es auch welche, die nerven. Doch ein Thema ist das für mich nicht. Na  so ganz stimmt das nicht, sonst würde ich ja nicht darüber schreiben.

Daran sind aber keine Homosexuellen „schuld“, sondern Heteros oder solche, die sich (noch) nicht geoutet haben. Ich meine die Politiker und die Kollegen, die von diesem Thema augenscheinlich nicht genug bekommen. Folgt man den genannten, so scheint es in Deutschland kein wichtigeres Thema zu geben, als die sogenannte „Homo-Ehe“.
 
Schon allein das Wort ist bescheuert. Das Thema auch. Wenn sich zwei Menschen lieben, sollen sie heiraten und fertig. Ob da eine alte Frau einen jungen Mann, ein Mann eine Frau, eine Muslima einen Buddhisten heiratet – das geht des Staat nichts ein. Die heiraten wollen gehen auf das Standesamt, zahlen ihren Obolus, sagen ja, stecken sich die Ringe an und küssen sich nach einigen salbungsvollen Worten der Standesbeamtin. Warum soll das anders als bei irgendwem anders sein.

Und doch, die Ehe von gleichgeschlechtlich liebenden beherrscht noch immer die Politik und die Medien. Da werden Koalitionen davon abhängig gemacht, ob man für die „Homo-Ehe“ ist oder eben nicht.

Deutschland scheint ein völlig problemfreies Land zu sein, wenn wir diesem Thema, das ja eigentlich gar keines ist, so viel Zeit und Aufmerksamkeit widmen. Was, wenn nun der Bundestag noch schnell die völlige Gleichstellung von der „Hetero-Ehe“ mit der „Homo-Ehe“ beschließt? Müssen sich dann Politiker und Medien wieder um wirkliche Probleme kümmern? Wie wäre es mit Problemen, wie sie viele Freiberufler und selbstständig werkelnde Handwerker haben? Wie wäre es mit der Reduzierung der überbordenden Bürokratie? Wie wäre es mit der seit gefühlter Ewigkeit geforderten und diskutierten Steuerreform? Wieso machen diese Punkte nicht die großbürgerlichen Parteien – ich meine Grüne und FDP – zu den wichtigsten Kriterien für die Unterschrift unter einen Koalitionsvertrag?

Wissen Sie, was ich befürchte? Ich befürchte, dass wir als nächstes die Diskussion darüber bekommen, ob wir die Ehe mit mehreren Beteiligten legalisieren oder nicht. Glauben sie nicht? Denken Sie mal an die siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Damals waren die Menschen, die in der „Kommune 1“ lebten, Bürgerschreck und Vorbild zugleich. Das könnte man ja wieder aufleben lassen und so von den eigentlichen Problemen im Land ablenken.

Gibt es eigentlich ein Hetero- oder ein Homofühstück? Wenn Sie jetzt sagen, das letztere gern süß frühstücken, dann sind sie alles andere als lustig.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück – mit den Menschen, die Sie lieben.

 


Veröffentlicht am: 27.06.2017

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