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20.09.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Ökomode

… nichts für Männer

Eine der Messen im Rahmen der Modewoche in Berlin ist der Greenshowroom. Hier präsentieren viele derjenigen Labels ihre Mode und Accessoires, die von sich überzeugt sind, diese ökologisch und/oder nachhaltig zu produzieren oder von solchen Produzenten zu beziehen.

Was allerdings fair und ökologisch produzierte Mode ist, ist nirgendwo festgelegt. Die einen setzen auf Recycling, andere auf faire Produktion, wieder andere auf hohe Umweltstandards bei Produktion und Handel. Erst wenn alle diese Komponenten zusammenkommen und die Unternehmen von wirklich etablierten Organisationen zertifiziert sind, kann man wohl mit einigem Recht von ökologischer Mode sprechen.

Ich besuchte gestern die Messe im alten und sehr abseits gelegenen ehemaligen Rundfunkgebäude in Ostberlin. Man wollte wohl nicht zu viel Besucher, denn an Ausschilderung herrschte Mangel. Vielleicht wollte man aber auch aus ökologischen Gründen nicht so viele Hinweisschilder aufstellen. Dagegen spricht, dass man die meisten Besucher in Kleinbussen heran chauffierte. Liebe Messemacher, kehrt zurück in die Stadt.

Ach ja, da waren ja noch die Aussteller. Man hatte auf der Messe zumindest auf den ersten Blick nicht den Eindruck, bei irgendwelchen Ökofreaks zu sein. Erst auf den zweiten Blick zeigt, dass die meisten Hersteller viel wert auf Schlagworte wie nachhaltig, ökologisch oder fair – um nur einige zu nennen – legen. Die präsentierte Mode machte den Eindruck, durchweg tragbar zu sein.

Tragbar ist die präsentierte Mode vor allem für Frauen, denn mal abgesehen von den Unisex-Produkten war das Angebot für Männer mehr als überschaubar. Männer und Ökomode, das scheint irgendwie auch noch 2017 nicht zusammen zu passen. Männer-Ökomode, das ist fast so ein Nischenprodukt, wie High Heels oder Lack für Männer.

Ich habe nicht heraus bekommen, warum das Männerangebot gerade auf dieser Messe zu klein ist. Ist Männern egal was sie tragen, sind die allermeisten Männer einfach Ökolümmel, ist ihnen egal, unter welchen Bedingungen ihr T-Shirt, ihr Hemd produziert wird? Die Antworten waren mehr als wage. Vielleicht ist es auch so, dass Ökomode in vielen Fällen einfach deutlich teurer, als andere Mode ist. Warum beispielsweise ein T-Shirt aus herkömmlicher Baumwolle und in einem Drittweltland gefertigt 3 Euro kostet und eines, das aus Biobaumwolle zu fairen Löhnen gefertigt wurde, dann 50 und mehr Euro kostet, konnte mir wirklich niemand erklären.

Immer wieder gab es den Hinweis darauf, dass man ja in Deutschland produziert. Klar, hier sind Löhne und Standards wesentlich höher. Dafür entfallen aber ja die Transportkosten. Der Preisunterschied ist so auch nicht zu erklären.

Allerdings gibt es eben auch wenige Unternehmen – etablierte und junge – die sehr nachhaltig in Deutschland sehr tragbare Ökomode produzieren und diese sehr gut an den Mann bringen. Bei diesen Firmen stimmt die Story, die Qualität und der Preis. Da greift Mann dann doch gern zu. Ich hoffe, dass viele der anderen Unternehmer die Messe auch dazu genutzt haben, sich mit den erfolgreichen Branchenkollegen auszutauschen. Vielleicht gibt es dann zukünftig mehr Ökomode, die auch Männer begeistert.

Mich begeistert jetzt mein Frühstück, mit Öko-Tomaten und Öko-Himbeeren aus dem eigenen Garten.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 07.07.2017

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