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Morgengruß von Helmut Harff: Mein Geld

… verdiene ich erst seit heute

Sie haben es sicherlich schon gelesen und gehört: Heute ist der Steuerzahlergedenktag. Das ist kein Tag, an dem man all jenen gedenkt, die Dank des Finanzamtes in die Pleite getrieben wurden. Es ist vielmehr der Tag, an dem wir dem Staat gegeben haben, was der von uns in Form von Steuern eintreibt.

Der Bund der Steuerzahler, auf dessen Initiative der Steuerzahlergedenktag zurück geht, hat ausgerechnet, dass heute Bürger und Unternehmen ab 3:27 Uhr endlich für den eigenen Geldbeutel arbeiten. Das heißt in Zahlen, dass wir alle in diesem Jahr von jedem verdienten Euro, nur 45,4 Cent behalten können. Der Staat kassiert also unter dem Strich 54,6 Prozent dessen, was wir irgendwo und irgendwie verdienen.

Da kann man nur lachen – wenn es denn zum lachen wäre – wenn wir über die Senkung oder Steigerung des Spitzensteuersatzes von 42 Prozent diskutieren. Nochmal, wir zahlen unter dem Strich 54,6 Prozent unseres Einkommens an den Fiskus – so zumindest der Bund der Steuerzahler. Dessen Angaben werden aber nicht bezweifelt. Wobei auch der Bund der Steuerzahler sicherlich noch vergessen hat, die Kosten mit einzurechnen, die uns, dem Bürger und dem Unternehmen, das Berechnen der Steuern kostet. Täte man das, so würden wir diesen Steuerzahlergedenktag noch einige Tage später begehen.

Steuern, da sind wir uns alle einig, müssen sein. Wie sonst soll der Staat seine Aufgaben erfüllen. Doch genau hier liegt der sprichwörtliche Hase im Pfeffer, denn wir sind uns sicherlich auch einig, dass der Staat genau das nur unzureichend tut. Er treibt mit Unerbittlichkeit ein, was ihm – dem Staat – nach eigener Auffassung zusteht. Fragen tut der Staat nie und niemanden (außer die Parlamente), ob er diese oder jene Steuer erheben darf/soll. Insgesamt 37 (!!!) verschiedene (Einzel-)Steuerarten haben sich die staatlichen Geldeintreiber einfallen lassen.

Das größte Steueraufkommen verursachen in Deutschland die Einkommens- und Umsatzsteuer. Zusammen machen sie rund 60 Prozent des Steueraufkommens in der Bundesrepublik aus. Auf den weitere Plätzen folgen die Energiesteuer, die Tabaksteuer und die Gewerbesteuer. Es gibt aber auch Jagd- und Fischereisteuer oder die Kaffeesteuer. Dabei gilt in vielen Fällen, dass diese Steuern noch im Kaiserreich beschlossen wurden. Das ist aber schon seit 1918 – also 99 Jahre – Geschichte.

Das zeigt, dass wir in sehr vielen Fällen – und jeder ist einer zu viel – nicht einmal wissen, dass wir immer wieder zur Kasse gebeten werden. Da steckt garantiert System dahinter. Ein System, das wir uns gefallen lassen. Doch warum? Weil es sich, um mit der Kanzlerin zu sprechen, bewährt hat? Hat es das? Wie viel von den eingesammelten 683,3 Milliarden Steuern – ohne die Gemeindesteuern – landen wirklich in den staatlichen Kassen und wie viel versickert in der Steuerbürokratie? Ich bezweifel, ob man das überhaupt ausrechnen kann.

Ich bezweifel aber auch, dass man diese ganzen mehr oder weniger sinnlosen Steuern überhaupt braucht. Warum wickelt man nicht alles über eine Steuer – von mir aus nennt man sie Mehrwertsteuer – ab?. Niemand zahlt mehr als Arbeitnehmer, als gut betuchter Rentner, als Unternehmer und Freiberufler und als Unternehmen Steuern, Einkommens- und Umsatzsteuer, aber auch keine Kaffeesteuer. Niemand muss mehr Steuern berechnen und irgendwo hin abführen. Alle bekommen das Geld, was sie erarbeitet oder erwirtschaftet haben und zahlen nur die Mehrwertsteuer. Wie hoch die dann liegen muss, sollen die Fachleute ausrechnen. Klar ist, dass es dann Regelungen für alle geben muss, die Rente oder staatliche Transferleistungen bekommen. Sicherlich muss das Ganze auch für die Wirtschaft kompatibel gemacht werden.

Doch geht das? Um nochmals mit der Kanzlerin zu sprechen: Wir schaffen das. Dazu gehört allerdings der zweite Teil: … wenn wir es wollen.

Ob es auch eine Frühstückssteuer gibt? Zumindest für meinen Frühstückskaffee zahle ich Steuern.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Viel Spaß beim Geld verdienen – das ab heute bei Ihnen bleibt.

 


Veröffentlicht am: 19.07.2017

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