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Morgengruß von Helmut Harff: Kein Sommerloch

Es passiert einfach zu viel

In relativ normalen Zeiten beklagen wir Journalisten häufig und gern das sogenannte Sommerloch. Alle sind in Urlaub und es passiert so wenig, dass man Schwierigkeiten hat, die Sendezeiten oder Zeitungsseiten mit Inhalten zu füllen. Dann taucht gern mal Nessie oder ein Krokodil im Rhein auf. Das Sommerloch ist in der Regel die Hochzeit von häufig selbst ernannten Promis. Da knutscht irgendwer, eine öffentlichkeitsgeile Dame lässt den nackten Busen oder auch mehr sehen.

Zum Sommerloch gehören auch immer Meldungen um traurig dreinblickende Haustiere, die ausgesetzt wurden und nun die aus allen Nähten platzenden Tierheime bevölkern. All das gibt es dieses Jahr sicherlich auch, aber es gibt kein Sommerloch. Wir haben in Deutschland Wahlkampf, wir haben die Probleme mit der Türkei, in Polen, in der Ukraine, in Venezuela, in Korea, wir haben noch immer das Flüchtlingsproblem und wir hatten den G20-Gipfel – um nur einige Krisenherde aufzuzählen.

Da brauchen wir keine auf dem Autobahnparkplatz „vergessenen“ Hunde, keine im Stadtteich ausgesetzten Schildkröten oder Kois. Und doch passiert das auch in diesem Jahr wieder. Haustiere sind der Feind des nicht in den eigenen vier Wänden verbrachten Urlaubs. So scheint es zumindest. Doch stimmt das? Wer Urlaub im eigenen Garten oder auf dem Campingplatz macht, hat mit Haustieren keine große Probleme, es sei denn, er hat eben ein Krokodil oder einen permanent schreienden Papageien. Mit denen wird man wohl auch in den tierfreundlichsten Hotels keine Zimmer buchen können.

Wer aber mit Hund oder Katze reisen will, der hat heute eher die Qual der Wahl. Sicher, man muss – vor allem wenn es ins Ausland geht – einiges beachten, doch auch da sind Reisende mit Haustieren willkommen. Willkommen sind die weniger, denen es bisher nicht gelungen ist, ihre tierischen Reisebegleiter so zu erziehen, dass sie mit anderen Menschen und mit anderen Tieren zumindest einigermaßen gut auskommen. Kleffer oder um sich beißende Hunde vergällen allen den Urlaub. Das kann auch mit einem Rauswurf aus dem Hotel, aber auch einen Verweis vom Campingplatz führen.

Was heißt das? Augen auf beim Haustierkauf. Wer reisen will, dem muss klar sein, dass da Tiere sind, die man entweder mitnehmen muss oder die versorgt werden wollen. Wohl dem,  bei dem die Familie oder gute Nachbarn als Tierpfleger einspringen. Doch auch hier sollte man vorsichtig sein, zumindest dann, wenn die Helfer mit den tierischen Hausgenossen sonst keinen Kontakt haben und auch die notwenigen Kenntnisse fehlen. Das ist bei Fischen vielleicht noch unproblematisch. Hier kann ein Futterautomat helfen. Den gibt es sicherlich auch noch für die eine oder andere Tierart. Für Hunde und Katzen gibt es inzwischen überall Tierpensionen. Die sind aber häufig so teuer, wie der Urlaub für Herrchen oder Frauchen.

Wem Hund, Katze oder Fische zu langweilig, nicht cool genug sind und der sich lieber mit Exoten umgibt, der sollte lieber davon ausgehen, dass ein ausgedehnter Urlaub eher unwahrscheinlich ist – zumindest wenn er seine Tiere liebt.
All das sollte man schon vor dem Kauf eines Haustieres beachten. Man sollte auch daran denken, dass Tiere relativ alt werden können und sich in dieser Zeit die Lebensumstände gern mal deutlich ändern.

Ja, ein Haustier kann niedlich sein, kann Spaß machen, kann auch bei Einsamkeit hilfreich sein. Doch ist das wirklich ein Grund, ein Tier, ein Haustier zu halten? Wer Tiere liebt, kann den Mitarbeitern im Tierheim unter die Arme greifen oder sich auf einem Tier-Gnadenhof betätigen. Wer Einsam ist, kann sich ganz sicher in der Nachbarschaft, in Vereinen oder sonst wo engagieren. Wer meint, dass er beispielsweise einen Hund braucht, um täglich raus zu gehen, kann auch täglich mit  Menschen die gehandikapt sind spazieren gehen.

Man kann auch einfach jeden Morgen mit netten Menschen frühstücken – wie ich das jetzt mache.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Suchen Sie sich doch andere Menschen, die wie sie auch Haustiere haben. Dann kann man sich auch im Urlaub gegenseitig helfen.

 


Veröffentlicht am: 21.07.2017

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