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Aufgespießt: Der Irrtum des 21. Jahrhunderts

Die Rede ist vom Elektroauto

(Helmut Harff/Chefredakteur) Glaubt man, was viele Leute derzeit wie in einer Endlosschleife daher beten, so ist die Erde - gemeint sind nur wir Menschen - nur dadurch zu retten, in dem wir alle Autos mit Verbrennungsmotoren durch Elektroautos ersetzen. Ich halte all die Vor- und Nachbeter für ziemlich geistlos.

Mich erinnert dieser Hype um das Elektroauto an den um die Atomenergie. Die sollte auch all unsere Energieprobleme ein für alle Mal beseitigen. Nirgendwo sollten mehr die Schlote rauchen und wir würden in kostengünstiger Energie sprichwörtlich baden können. Wie wir nun wissen, war das der große Irrtum des 20. Jahrhunderts. Damals wurde eine Büchse der Pandora geöffnet, die wir bis heute und so die nächste Millionen Jahre nicht schließen können.

Genau das machen wir gerade wieder mit der völlig unsinnigen Fokussierung auf das Elektroauto. Wieso ich das meine? Weil keiner derjenigen, die die Elektromobilität propagieren, zumindest laut über die Folgen nachdenkt.

Was bedeutet es, wenn alle 45 Millionen PKWs mit Verbrennungsmotoren , die heute in Deutschland zugelassen sind, durch Elektroautos ersetzt werden? Wir würden Milliarden an Litern Öl einsparen. Schön, doch wir müssten Milliarden Kilowattstunden an Energie für das Aufladen der Batterien erzeugen. Da die Elektroauto-Befürworter auch von Atomenergie und solcher aus fossilen Brennstoffen nichts halten, müsste diese Energie irgendwie anders produziert werden. Wir müssten unser Land mit Windrädern und Solaranlagen zupflastern.

Hat mal jemand daran gedacht, wie lange es dauern wird, bis wir in der Lage sind, auch nur für eine Millionen Autos die nötige Energie zur Verfügung zu stellen? Hat mal jemand daran gedacht, was es für eine zusätzliche Umweltbelastung bedeutet, diese zusätzlichen Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Wind, Sonne, Erdwärme oder Wasser zu produzieren und zu installieren? Hat mal jemand daran gedacht, wie viel Fläche man dazu versiegeln muss?

Es ist aber noch lange nicht damit getan, den Strom zu produzieren. Der muss auch noch dahin transportiert werden, wo die Autos parken, wo man sie aufladen will. Ich möchte eigentlich nicht wissen, wie viele Millionen Anlagen in Städten, aber auch auf dem flachen Land - eben überall da, wo Autos abgestellt werden - aufgestellt werden müssen.

Viel viele Millionen Kilometer Kabel müssen verlegt, wie viele Kilometer Straßen müssen aufgerissen werden? Es müssen aber auch ganz sicher viele andere Elektroleitungen zuzüglich aller Sicherungsanlagen so ersetzt werden, damit das Netz nicht zusammenbricht, wenn beispielsweise in einer Tiefgarage 20 oder 30 Autos in nur einem Haus gleichzeitig aufgeladen werden.

Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht, was man mit 45 Millionen Autobatterien anstellt? Nimmt man nur mal an, die sind 30 Zentimeter hoch, so ergibt das einen Turm von 13.500.000 Kilometern. Der Mond ist maximal von der Erde etwas mehr als 406.000 Kilometer entfernt.

Ich halte die Idee, dass uns die Elektroautos auch nur einen Schritt weiter bringen für die größte Schnappsidee des noch nicht alten 21. Jahrhunderts.

Wer anderer Ansicht ist, kann gern versuchen mich vom Gegenteil zu überzeugen.

 


Veröffentlicht am: 31.07.2017

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